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    <title>Datum 03/05 Seiten der Zeit</title>
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    <dc:publisher>kender</dc:publisher>
    <dc:creator>kender</dc:creator>
    <dc:date>2009-09-06T10:13:22Z</dc:date>
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    <title>AUTOREN</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;Tom Grunert&quot; height=&quot;120&quot; alt=&quot;Tom Grunert&quot; width=&quot;120&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/Grunert.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;TOM GRUNERT&lt;/b&gt; ist der erste Leiter des neu geschaffenen Dokumentationsressorts von DATUM. Die Aufgabe des gebürtigen Dresdners, der in Wien Biologie studiert hat, wird in Zukunft sein, die Korrekturen  durch intensives Fact-Checking auf ein Minimum zu drücken. Daneben wird er die Autorinnen und Autoren in Sachen Recherche unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;E. ZNAYMER&lt;/b&gt; arbeitet bei einer sehr großen österreichischen Tageszeitung. Für diese Ausgabe führte sie ein Gespräch mit Biodun Owoseni, dem Botschafter der Bundesrepublik Nigeria in Österreich. Was der Diplomat über das Imageproblem seiner Landsleute in Österreich zu sagen hat, können Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784162&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; nachlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Helga Kromp-Kolb&quot; height=&quot;130&quot; alt=&quot;Helga Kromp-Kolb&quot; width=&quot;110&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/kromp.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;HELGA KROMP-KOLB&lt;/b&gt; ist Vorsitzende des Institutes für Meteorologie an der Wiener Universität für Bodenkultur und befasst sich seit 40 Jahren mit Fragen des Umweltschutzes und des Klimawandels (Neuerscheinung Schwarzbuch Klimawandel, gemeinsam mit Herbert Formayer, Ecowin Verlag). Für das &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784117&quot;&gt;DATUM Wissenswelten&lt;/a&gt; auf gibt Sie einen Vorgeschmack auf das, was künftige Generationen in Sachen Wetter zu erwarten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;KLEMENS KAPS&lt;/b&gt; ist Historiker in Wien. In dieser Ausgabe schreibt der gebürtige Oberösterreicher im Rahmen einer &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784105&quot;&gt;historischen Reportage&lt;/a&gt; über den ersten politisch motivierten Mord, den die Nationalsozialisten in Österreich an einem Juden verübten. Die Geschichte des Schriftstellers und Sexualrevolutionärs Hugo Bettauer, der vor 80 Jahren starb, lesen Sie hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Hannes Eder&quot; height=&quot;135&quot; alt=&quot;Hannes Eder&quot; width=&quot;120&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/eder.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;HANNES EDER&lt;/b&gt; ist Geschäftsführer von Universal Music Österreich, einer breiten Öffentlichkeit wurde er in seiner Funktion als Juror bei der zweiten Staffel der ORF-Talenteshow Starmania bekannt. Im &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784121&quot;&gt;DATUM Lebensarten&lt;/a&gt; berichtet er über die schlimmen Auswirkungen von jener Platte, die sein Leben für immer prägen sollte: dem Debütalbum der britischen Punkband The Clash.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller &lt;b&gt;FRIEDRICH PENKNER&lt;/b&gt; ist meistens in Wien, ansonsten recht oft im Mühlviertel zu finden. Die übrige Zeit verbringt er bevorzugt mit Mathematik und Philosophie. Beizeiten liest man ihn in Literaturzeitschriften wie der Kolik oder in den manuskripten; und neuerdings auch in DATUM, wo er ab dieser Ausgabe die &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784067&quot;&gt;Fiktionsseite&lt;/a&gt; füllen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Nina Schedlmayer&quot; height=&quot;120&quot; alt=&quot;Nina Schedlmayer&quot; width=&quot;110&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/Schedelmayer.jpg&quot; /&gt;Die Journalistin und Kunstkritikerin &lt;b&gt;NINA SCHEDLMAYER&lt;/b&gt; ist unter anderem für profil, Wiener Zeitung, spike, Camera Austria und das Online-Kunstmagazin artmagazine.cc tätig. Ihr Porträt der Filmregisseurin Jessica Hausner, die derzeit mit ihrem jüngsten Werk Hotel international Furore macht, lesen Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784099&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;GOTTFRIED DERKA&lt;/b&gt; ist Wissenschaftsjournalist in Wien und schreibt unter anderem für profil, Universum Magazin und den Standard. Für seine Geschichte &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784074&quot;&gt;CNN ruft Käptn Kirk&lt;/a&gt; ging er am Beispiel eines Experiments des Physikers Anton Zeilinger der Frage nach, wie der moderne Wissenschaftsbetrieb funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Maria Vassilakou&quot; height=&quot;120&quot; alt=&quot;Maria Vassilakou&quot; width=&quot;120&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/Vassilakou.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;MARIA VASSILAKOU&lt;/b&gt; ist die Spitzenkandidatin der Wiener Grünen für die nächsten Gemeinderatswahlen. In der Rubrik &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784240&quot;&gt;Was ich lese und was nicht&lt;/a&gt; offenbart die gebürtige Athenerin ihre Vorliebe für die Schiftsteller der griechischen Avantgarde und erläutert, warum sie sich bis heute erfolglos an Peter Handke abarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;b&gt;AUTOREN&lt;/b&gt; der bisherigen Ausgaben finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896966/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-31T09:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/904264/">
    <title>Leserbriefe</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/904264/</link>
    <description>&lt;b&gt;Qualität und Liebhaber&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ihrer tollkühnen Offensive für Qualitätsjournalismus bin ich ebenso erfreut wie positiv überrascht. Besten Dank, dass Sie das DATUM herausgeben. Es ist wirklich erfrischend, dass es solche Liebhaberstücke tatsächlich gibt.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Christoph Meinecke, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schmidt und Scheitern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heide Schmidt war jahrzehntelang in der Freiheitlichen Partei, von 1986 bis 1993 stand sie direkt unter den Fittichen Jörg Haiders. Als sie sich dann mit dem Liberalen Forum von der FPÖ abspaltete, nahmen ihr viele Wähler die plötzliche Wandlung zur liberalen Vorkämpferin nicht ab  zu Recht. Was die Medien schon damals unter den Tisch fallen ließen (und das kritisiere ich auch an dem DATUM-Artikel), war, dass Schmidt es gar nicht nötig hatte, sich zu wandeln. Sie hat sich vom damals stramm nationalen Jörg Haider abgewendet, um die neoliberale Politik der FPÖ unter anderem Namen und ohne die historische Belastung der alten Partei fortzuführen. Damals wie heute (Haider versucht jetzt dasselbe in orange) eine unehrliche Vorgehensweise und deshalb von vorneherein zum Scheitern verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Peter Erbich, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kaltenegger und Funktionen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehr ich den Politiker Ernest Kaltenegger auch schätze, stehe ich prinzipiell einer derartigen Doppelfunktion, wie er sie offenbar plant (Exekutivfunktion in der Landeshauptstadt Graz und Legislativfunktion im Land), eher skeptisch gegenüber. Dabei spielt die parteipolitische Präferenz keine Rolle, weshalb ich in diesem Punkt auch die Kritik von Sozialdemokraten und Grünen teile. Nichtsdestotrotz wünsche ich Ernest Kaltenegger einen tollen Erfolg bei den Wahlen, weil er eine überfällige Auffrischung in der steirischen Politiklandschaft darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ernst Belfort, per E-Mail &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sorger und Arbeitswille&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich am Interview mit Veit Sorger, dem Präsidenten der Industriellenvereinigung, wieder einmal gezeigt hat, werden wir längst nicht mehr von Politikern regiert, sondern von den Interessenvertretern und Lobbyisten. Die hemdsärmelige Art von Herrn Sorger mag ja ganz sympathisch sein, aber nur weil sich seine Leute für ihn tot arbeiten, heißt das noch lange nicht, dass wir das alle tun wollen.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Michael Berger, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Attnang-Puchheim und Tonart&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die großartige Geschichte über Attnang-Puchheim. Solche Geschichten in österreichischen Blättern zu finden, habe ich kaum noch für möglich gehalten. Es freut mich, dass jene Art von Journalismus, wie Sie ihn pflegen, offenbar doch noch gefragt ist. Danke und weiter in dieser Tonart!&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Elfi Pollack, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sorger und Schlawiner&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem gelungenen Interview mit dem Präsidenten der Industriellenvereinigung! Es war eine Wohltat, sich eines Mannes wie Veit Sorger einmal ohne Schaum vorm Mund anzunehmen. Herr Sorger mag ja ein Schlawiner sein, wie auch aus seinen Antworten auf die kritischen Fragen hervorgeht. Aber wie seine Biografie beweist, können seine Ansichten so schlecht auch nicht sein. Auch wenn man über das Thema Arbeitszeitverlängerung durchaus geteilter Meinung sein kann  es besteht kein Zweifel, dass es Männer wie Sorger sind, die die Arbeitsplätze in diesem Land retten, und nicht die ewigen Verweigerer und Verhinderer, die sich den internationalen Entwicklungen gegenüber verschließen.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Markus Gartner, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lüge und Wahrheit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektive Sichtweise schön und gut, der Vorwurf der Lüge geht dann aber doch zu weit. Der Leserbrief des Herausgebers der Oberösterreichischen Nachrichten, Ing. Rudolf Andreas Cuturi, in der April-Ausgabe von DATUM verlangt darum eine Klarstellung. Selbstverständlich hat der damalige Chefredakteur Dr. Hans Köppl Anfang Februar 2000 meine Verabschiedung von der Zeitung mit den neuen politischen Verhältnissen begründet. So hat er im Übrigen auch gegenüber führenden Mitgliedern der Redaktion argumentiert. Wenn mir Herr Cuturi jetzt, nach fünf Jahren, gravierende journalistische Defizite nachsagt, um zu begründen, warum ich für die Zeitung nicht mehr tragbar gewesen sei, so ist das seine Sache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bleibt Herrn Cuturi auch überlassen, hinter der heftigen öffentlichen Reaktion auf diese Causa Sympathisanten der linken Reichshälfte zu vermuten. Ich halte nichts von Verschwörungstheorien und lasse mir nicht nachsagen, an einer Schmutzkampagne gegen die neue Regierung beteiligt gewesen zu sein. Indem er Derartiges behauptet, verbreitet Herr Cuturi schlicht Unfug. Ich habe mich zu keiner Zeit als politisches Opfer verstanden und mich stets dagegen gewehrt, als ein solches dargestellt zu werden. Das hindert mich aber nicht daran, die Dinge zu schildern, wie ich sie erlebt habe. Davon werde ich mich auch durch eine Klagsdrohung nicht abbringen lassen. Einschüchterungsversuche dieser Art, wie sie von gewissen politischen Kreisen gerne gepflegt werden, haben mich schon bisher nicht sonderlich beeindruckt.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Gerhard Marschall, Journalist, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bettauer und Tradition&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine großartige Idee, historische Reportagen  wie jene über den Schriftsteller Hugo Bettauer in der letzten Nummer  zu bringen.&lt;br /&gt;
Gerade im Zuge der Reizüberflutung mit Geschichten über den Zweiten Weltkrieg war diese Erzählung eine Wohltat, weil die Leute anscheinend immer noch locker darüber hinwegsehen, dass der Nationalsozialismus gerade in Österreich schon viel länger Tradition hatte, als manche glauben (machen?) wollen. Bitte mehr Geschichten dieser Art in Zukunft!&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ilse Ostleitner, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Land und Genialität&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich zum ersten Mal die neue Rubrik Ungers Land gelesen habe, war ich eher skeptisch. Aber als ich dann gelesen habe, was ihr Autor aus diesen vermeintlich unwichtigen Orten herausholt, war ich tief beeindruckt. Einfach genial! &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Hermann Pfarrer, per E-Mail&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-16T10:18:46Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784310/">
    <title>Ökonometer</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784310/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Martin Dallansky&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;Martin Dallansky&quot; width=&quot;250&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/martin-dallansky.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Martin Dallansky (42)&lt;/b&gt; arbeitet seit 1999 als Prosekturgehilfe am Pathologischen Institut im Krankenhaus Lainz. Der Gemeindebedienstete der Stadt Wien war zuvor als Fernfahrer und bei einem Bestattungsunternehmen in Klosterneuburg tätig. Martin Dallansky ist ledig und hat keine Kinder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie wird man Prosekturgehilfe?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall. Bei mir war es die Bestattung, dadurch hatte ich schon früher etwas damit zu tun. Es gibt aber auch viele, die früher Fleischhacker waren. Wenn man es verträgt, bleibt man hängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Was macht man in Ihrem Beruf?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haupttätigkeit ist, dem Arzt bei der Leichenöffnung zu assistieren. Er fängt mit dem Hauptschnitt an, und der Prosekturgehilfe macht die Knochenarbeit. Dann holen wir die Organe heraus. Nachher füttert man innen das, was herausgeschöpft wird, mit Zellstoff oder Sägespänen aus, und die Organe kommen wieder hinein. Die Leiche wird zugenäht, gewaschen, gereinigt und ins Kühlhaus gebracht. Dann wird abgewartet. &lt;br /&gt;
Entweder kommt der Verstorbene in die Anatomie, oder er kommt zur Beerdigung. Wichtig ist dabei, die Bestattungsriten der verschiedenen Glaubensrichtungen zu kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Welche Art von Ausbildung haben Sie abgeschlossen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrberuf habe ich keinen. Ich habe von 1983 bis 1986 bei einer Privatbestattung in Klosterneuburg gearbeitet. Ich habe dort bei Obduktionen zugeschaut, ein ehemaliger Kollege hat mir dann die Prosekturarbeit gezeigt, das hat mich interessiert. Im Krankenhaus Lainz habe ich 1999 angefangen. &lt;br /&gt;
Ich war schon vorher bei der Gemeinde Wien, im Donauspital, dort habe ich auch den Prosekturgehilfenkurs gemacht. Ich habe dort gekündigt, habe dann als Fernfahrer gearbeitet und bin später wieder zurückgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie viel verdienen Sie?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verdiene circa 1.500 Euro brutto. Dazu kommen Zulagen für Nachtdienste und Wochenenden und die Gefahrenzulage wegen der Infektionsgefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie hoch sind Ihre Fixkosten?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommen auf circa 200 Euro monatlich. Das spart man sich halt so zusammen. Ich lebe seit Jahren in einer Gemeindewohnung, die ich über die Familie bekommen habe. Außerdem habe ich schon längere Zeit ein Auto und ein Motorrad. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Welche Beziehung hat man in Ihrem Beruf zu Leben und Tod?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diverse Verstorbene abholt, hofft man, dass es bei einem selber schnell geht. Viel denken darf man nicht. Wenn ich einen 17-Jährigen habe, der tot ist, okay. Ich kann es nicht ändern. Zu viel geht man auf den Fall nicht ein, aus Selbstschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Gibt es auch schöne Seiten an Ihrem Beruf?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Tage, an denen ich mir denke: Warum mache ich diesen Job?, weil er nicht gerade lustig ist. Aber dann macht man es doch. Angenehm ist es, wenn Angehörige sagen: Das habt ihr schön gemacht. Die Angehörigen schauen am Friedhof meistens in die Särge, und wenn man dann hört, dass sie von uns gut behandelt worden sind, dann ist das schön. Aber das kommt selten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie oft fahren Sie auf Urlaub?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe fünf Wochen Urlaub im Jahr. Durch meine freiwillige Mitarbeit beim Roten Kreuz kann ich nicht so viel wegfahren. Ich fahre meistens für zwei, drei Wochen im Sommer in die Türkei, dafür spare ich mein Urlaubs- und Weihnachtsgeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zahlen und Fakten &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob man jemals in den Händen eines Prosekturgehilfen landet, ist gesetzlich genau definiert. Hauptgründe für eine Prosektur sind unklare Todesursache oder Verdacht auf eine strafbare Handlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stellenbeschreibung des Arbeitsmarktservice werden als Anforderungen an Prosekturgehilfen folgende Merkmale angeführt: Belastbarkeit, besondere Handgeschicklichkeit, Körperkraft und physische Ausdauer. Als soziale Kompetenz wird die Fähigkeit zur Zusammenarbeit genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prosekturgehilfen arbeiten entweder als Gemeindebedienstete in Spitälern der Gemeinden, als Landesbedienstete in Landeskrankenhäusern oder als Privatangestellte. Möglich sind auch Anstellungen an gerichtsmedizinischen und anatomischen Instituten von Universitäten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Beruf ausgeübt werden kann, muss eine sechsmonatige Ausbildung absolviert werden. Der Unterricht umfasst Fächer wie Technik der Leichenöffnung, Grundzüge der Krankenhaushygiene und Infektionslehre, einfache Laboratoriumstechnik sowie Instrumenten- und Gerätelehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerda Mostbauer, Vorsitzende der &lt;a href=&quot;http://www1.oegb.or.at/fgv&quot;&gt;Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe (FGV), &lt;/a&gt;einer Abteilung des Österreichischen Gewerkschaftsbunds, schätzt die Gesamtzahl der Prosekturgehilfen in Österreich auf 150 Personen. Exakte Zahlen liegen der FGV nicht vor. Laut Mostbauer gibt es in Vorarlberg einen Prosekturgehilfen, in Wien sind es knapp 50. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter von Prosekturgehilfen ist 58 Jahre. &lt;br /&gt;
Das Gehalt liegt in Österreich offiziell zwischen 1.700 und 1.900 Euro brutto im Monat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienene &lt;b&gt;Ökonometer&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896973/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T09:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784294/">
    <title>Köpfe</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784294/</link>
    <description>Im Sommer ist &lt;b&gt;Tom Cruise&lt;/b&gt; wieder auf der Kinoleinwand zu sehen, diesmal unter der Regie von Steven Spielberg im Sciencefiction-Streifen Krieg der Welten. Cruise ist aber nicht nur der höchstbezahlte Hollywoodstar, sondern seit 1990 auch Anhänger der umstrittenen Scientology-Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seiner spirituellen Mission vermischt der 42-Jährige gerne einmal Geschäft und religiöse Überzeugung. Jüngstes Beispiel ist die Führung durch drei Scientology-Kirchen in Los Angeles, die Cruise persönlich für 20 Top-Manager des Filmproduzenten &lt;a href=&quot;http://www.uip.com&quot;&gt;United International Pictures (UIP)&lt;/a&gt; abhielt. Die Tour, zu der niemand gezwungen worden ist, wie UIP-Präsident Andrew Cripps sagte, dauerte vier Stunden. Dieser Darstellung steht allerdings die Aussage eines seiner Manager entgegen, der die Führung eine unangenehme Geschäftsverpflichtung nannte. Lee Anne De Vette, Schwester und Sprecherin des Schauspielers und ebenfalls Scientology-Mitglied, versteht die Aktion hingegen als Versuch, das Verständnis für die Organisation zu fördern und Vorurteile abzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschwisterpaar verfolgt seine Mission mit Verve. Zu den Dreharbeiten für Krieg der Welten rückte Cruise, neben John Travolta, Kirstie Alley und Beck der prominenteste US-Scientologe, mit einem Scientology-Zelt an, in dem sich die Crewmitglieder bei einer religiösen Massage und spiritueller Literatur entspannen konnten. 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Krisenherd Naher Osten naht unerwartete Rettung. Und zwar in Gestalt von &lt;b&gt;Aya&lt;/b&gt;,&lt;b&gt; Zein&lt;/b&gt;, &lt;b&gt;Jalila &lt;/b&gt;und &lt;b&gt;Rakan&lt;/b&gt;, ihres Zeichens die ersten Superhelden der arabischen Welt. Zein alias letzter Pharao ist ein 14.000 Jahre alter Philosophieprofessor, dem Kugeln nichts anhaben können. Kollegin Aya ist Anwältin und nennt sich Prinzessin der Dunkelheit. Jalila (im Bild oben) wiederum hat eine nukleare Explosion überstanden und wurde dabei mit übermenschlichen Kräften ausgestattet. Und Krieger Rakan kann sich ganz auf sein magisches Schwert aus dem alten Arabien verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einem Jahr veröffentlicht der ägyptische Verlag &lt;a href=&quot;http://www.akcomics.com&quot;&gt;AK Comics&lt;/a&gt; die Abenteuer der Superhelden, aber erst seit kurzem kommen auch Saudi-Arabien und andere Staaten am Persischen Golf in den Genuss der Abenteuer. Die Vorbilder der Figuren stammen aus den USA, und wie bei Superman oder Batman gilt das Prinzip gut gegen böse, gut gewinnt. Dass die vier Helden aus der arabischen Welt kommen, merkt man aber schnell am Inhalt. Jalia etwa beschützt die Stadt aller Glauben vor der Armee der Zios. Parallelen zur Wirklichkeit seien unbeabsichtigt, sagt Verlagschef Marwan Nashar, wir kommen aber nicht umhin, sie zu berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens nächstes Jahr will Nashar die Hefte, die Schwarz-weiß-Variante kostet umgerechnet 20 Cent, auch nach Syrien, in den Libanon und nach Nordafrika liefern.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor zwei Jahren war Drehbuchautor &lt;b&gt;Marc Cherry &lt;/b&gt;am Ende. Sein Bankkonto war leer, sein Agent war gerade wegen Unterschlagung ins Gefängnis gewandert, und für sein Skript Desperate Housewives interessierte sich niemand. Bis unerwartet der Sender &lt;a href=&quot;http://abc.go.com&quot;&gt;ABC&lt;/a&gt; zugriff und die Serie über vier frustrierte Hausfrauen in einer gutbürgerlichen US-Vorstadt ins Programm hievte. Im Oktober 2004 gestartet, lockt die Serie seitdem jeden Sonntag mehr als 20 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die spaßige, bitterböse Dramen-Komödie, wie die Süddeutsche schrieb, hat damit die Nachfolge von Sex and the City angetreten. Mit einem entscheidenden Unterschied: Carrie und Co führten ein Glamour-Leben in Manhattan. Wistiria Lane, die stets grotesk sonnige Straße der Hausfrauen, ist dagegen viel näher am Alltag von Millionen Amerikanern dran. Ebenso die behandelten Probleme. Da schläft die eine mit dem minderjährigen Gärtner, während die andere sich mit den Medikamenten ihrer Kinder wach hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marc Cherry, 42, ließ sich vom eintönigen Leben seiner Mutter inspirieren, als er die Hausfrauen erfand. Mit Damencliquen hat er Erfahrung. Vor 15 Jahren schrieb er Drehbücher für die Golden Girls. Der &lt;a href=&quot;http://www.orf.at&quot;&gt;ORF&lt;/a&gt; bringt die Serie als Free-TV-Premiere ab 4. April. Ungewöhnlich: Am Küniglberg hat man sich entschieden, die Seher via Zweikanalton auch in den Genuss der englischen Originalfassung kommen zu lassen.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nimmt sich selbst zu wichtig, wenn man das zu intellektualisieren versucht. Die Frage nach großen Erklärungen nervt nur. Wenn es pfeift, dann pfeift es halt, und dann soll es überall pfeifen, wo es jemand hören will. Das ist ja eigentlich das Grundgesetz von Pop! Leute, die solche Dinge von sich geben, haben noch nie zu den Schlechteren gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende dieses Monats veröffentlicht der gebürtige Innsbrucker &lt;b&gt;Florian Horwath&lt;/b&gt; seine erste Soloplatte. We Are All Gold heißt sie, und laut Horwath duftet sie nach Erde und klingt nach Scheune. Kaum ein Kritiker zweifelt daran, dass dieses Versprechen eingehalten wird; gilt Horwath als &lt;a href=&quot;http://fm4.orf.at&quot;&gt;FM4&lt;/a&gt;-Redakteur der ersten Stunde, Veranstalter des Clubabends Softmachine und DJ Tschamba Fii doch seit jeher als äußerst umsichtiger Verfechter der Zusammenführung von Track und Song.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veröffentlicht wird das Ganze auf dem Berliner Label &lt;a href=&quot;http://www.louisville-records.de&quot;&gt;Louisville Records&lt;/a&gt;, das Yvonne Franken gemeinsam mit dem gebürtigen Österreicher Patrick Wagner, Exfrontmann der legendären Indie-Band Surrogat und Kurzzeit-A&amp;R-Chef von &lt;a href=&quot;http://www.universal-music.at&quot;&gt;Universal&lt;/a&gt;, betreibt. In Österreich ist Florian Horwath an folgenden Terminen live zu sehen: 30. März Posthof Linz, 8. April ARGE Kultur Salzburg, 9.April Cselley-Mühle Oslip, 10. April PPC Graz.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine amerikanische Institution wackelt: &lt;b&gt;der Cheerleader&lt;/b&gt;. In einem jüngst vorgelegten Gesetzesentwurf fordert Al Edwards, demokratischer Abgeordneter des Repräsentantenhauses aus Texas, das Verbot von anzüglichen Bewegungen von Cheerleadern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es nach Edwards, sollen die jungen Frauen bei American-Football-Spielen an texanischen Universitäten und Schulen künftig familienfreundlicher anfeuern. Der Politiker fühlt sich von den Bewegungen der Tänzerinnen irritiert: Wie die Mädchen ihre Körper bewegen, hat nichts mehr mit Spagat und Flickflack zu tun. Ihre Bewegungen sind sexuell. Den Cheerleadervereinen droht er mit der Streichung öffentlicher Gelder. Ob Edwards mit seinen Forderungen durchkommt, ist allerdings mehr als ungewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA bildet Cheerleading einen bedeutenden Wirtschaftszweig, Millionen von Schülerinnen tanzen an Grundschulen, High Schools und Universitäten. Die besten von ihnen gelten als Stars. Dabei war Cheerleading einst eine Männerdomäne. Der erste bekannte Cheer wurde 1880 an der Princeton University intoniert, in der Universitätszeitung von Minnesota wird 1898 als Ziel der Cheerleader angegeben: Die Herren haben dafür zu sorgen, dass heute jeder das Stadion atemlos verlässt.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nachruf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er brachte Millionen Frauenherzen zum Schmelzen, als Brad Pitt noch gar nicht geboren war: &lt;b&gt;GEMINI GANESAN&lt;/b&gt;, indischer Filmstar des Vor-Bollywood-Booms. In den Fünfzigern und Sechzigern galt er am Subkontinent als Paradebeispiel des perfekten Liebhabers. In mehr als 200 Filmen, die nahezu alle dem Muster Gebildeter Sohn aus gutem Haus kommt von der Stadt aufs Land und verliebt sich in die Dorfschönheit treu blieben, gab der Tamile den romantischen Helden ohne Fehl und Tadel. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen The Youth from Vanji Fort, Marriage Gift und Parallel Line.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Empfindsamkeit, sagen Kritiker, sei er in der bunten und lauten Welt des südindischen Kinos besonders hervorgestochen. Bereits im Jahr 1971 erhielt Ganesan den angesehenen Padmashree-Preis für seinen Beitrag zum südindischen Kino. Gastspiele auf der Leinwand gab er noch bis Mitte der Neunziger. Zuletzt kam sein Name im Dezember 2004 in die Schlagzeilen, als er wegen akuter Blutarmut ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Seine Familie rief öffentlich dazu auf, Blut zu spenden, tausende Inder kamen dem Wunsch nach. Gemini Ganesan hinterlässt seine Ehefrau, einen Sohn und sechs Töchter. Eine davon, Rheka, ist seinem Beispiel gefolgt. Sie gilt heute als einer der größten Bollywood-Stars.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. März starb der König der Romantik im Alter von 85 Jahren.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T09:05:54Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784278/">
    <title>Ortsbeschau</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784278/</link>
    <description>Mitunter ist die Stadt großzügig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders ist es nicht zu erklären, dass es den Arthaberplatz in Wien Favoriten gibt. Da wurde kurzerhand die Laxenburger Straße für die Breite eines Häuserblocks abgeschafft, damit der kleine Park, der sich zwischen den Häusern befindet, eine würdige Adresse erhält. Ein Park, wo Müll und Grünzeug sich die Waage halten. Mittendrin finden sich zwei Gebäude, ein altes und ein neues. Das alte war einmal eine öffentliche Toilette und sieht auch so aus. Das neue ist groß, gelb und sieht so aus, wie man sich die Volkshochschule von Favoriten vorstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Stock residiert das Vernetzungsbüro der &lt;a href=&quot;http://www.wik-vernetzungsbuero.at&quot;&gt;Wiener Integrationskonferenz (WIK)&lt;/a&gt;. Ein sperriger Name für einen schlanken Verein. Zwei Halbtagskräfte bezahlt die Stadt dem Büro, die Vorsitzenden arbeiten ehrenamtlich. Das Vernetzungsbüro ist die Dachorganisation der Wiener Migrantenvereine. Die Schnittstelle zu Politik und Medien, die PR-Abteilung von  alles in allem  einer halben Million Einwanderern aus der ganzen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;340&quot; alt=&quot;ortsbeschau&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/ortsbeschau.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die haben im Land der Kronen Zeitung und in der Stadt Heinz-Christian Straches seit jeher ein Imageproblem. Alexis Neuberg weiß das. Der Obmann des Vernetzungsbüros ist vor zwölf Jahren aus Ruanda nach Wien gekommen. Hier hat er Kommunikationswissenschaft studiert. Heute will er den neun erschienenen Journalisten die Frage Wer dealt mit Drogen? beantworten. Die Antwort wird er schuldig bleiben. Aber die Frage Warum bringen ein paar hundert Drogendealer alle Migranten mit schwarzer Hautfarbe in Verruf und was kann man dagegen tun? hätte noch weniger Medienvertreter angelockt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es unter den Afrikanern auch Drogendealer, sagt Neuberg. Rund 200 bis 300 sind das, schätzt er. Die aber seien nicht das Problem, sondern die Sündenböcke. Und viele Afrikaner leiden unter dieser kollektiven Beschuldigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mediale Berichterstattung, in der Schwarzafrikaner stets mit Drogendealern gleichgestellt werden, ärgert Neuberg. Bedeutet das etwa, dass in Österreich keiner Drogen nehmen würde, gäbe es keine Afrikaner? Warum wird vertuscht, dass der Drogenhandel in den Händen der Mafia liegt? Zu seiner Rechten sitzt Ditutu Bukasa. Er ist Politologe und kam nach Österreich, als Alexis Neuberg gerade sieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dealt mit Drogen? klingt für ihn wie eine akademische Fragestellung: Drogen sind ein Konsumgut, der Bedarf regelt das Angebot. Soll heißen: Ohne Drogensucht kein Drogenhandel, mit dem Migranten versuchen könnten, Geld zu verdienen. Drogensucht ist ein gesellschaftliches Problem, die Politik muss sich um eine soziale Lösung bemühen. Schärfere Asylgesetze seien keine Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenteil: Ein Asylwerber muss bis zu drei Jahre oder länger auf seinen Asylentscheid warten. Er darf nicht arbeiten, hat keine Aufenthaltsgenehmigung. So jemand ist ein leichtes Opfer für organisierte Kriminalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herren vom kleinen Vernetzungsbüro gehen an die Problematik mit viel Idealismus heran. Ihre Forderungen richten sie direkt an die Regierung. Asylwerber, deren Antrag nach zwei Jahren nicht abgeschlossen ist, sollen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Neuberg fordert eine Beschäftigungspflicht für sichtbare Minderheiten, vor allem Afrikaner und Muslime, an allen öffentlichen Arbeitsplätzen. Also in Ämtern, Schulen und bei der Exekutive. So sollen die Migranten schneller akzeptiert und integriert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht Sinn, aber ist die Forderung nicht unrealistisch? Ja, sagt Neuberg und unterstreicht sie nochmals. Das Vernetzungsbüro will eine Kommission gründen, die nicht weniger als ein Integrationsmodell für Österreich entwerfen soll. Wer soll da drinsitzen? Das wird eine Vorkomission sich überlegen, sagt Neuberg. Eine Kommission für die Kommission. Da sind die Leute vom Vernetzungsbüro wieder ganz nah dran an der österreichischen Realität.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T09:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784264/">
    <title>Brot für die Armen</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784264/</link>
    <description>Man kann es pürieren, dämpfen, rühren, backen, grillen. Am besten aber schmeckt Gemüse in seiner simpelsten Form  als Suppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist einfach zubereitet und sehr schmackhaft. Und ich kann garantieren, dass auch der Suppenkaspar nicht zu schreien anfängt: Ich esse keine Suppe! Nein! Ich esse meine Suppe nicht! Nein, meine Suppe ess ich nicht! Als Basis für die Suppe kann man Hühner- oder Gemüsebrühe verwenden. Ich bevorzuge Hühnerbrühe, nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen ihrer hellen Bernsteinfarbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;für die hühnerbrühe&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2 bis 3 kg Hühnerklein und -knochen&lt;br /&gt;
5 l kaltes Wasser&lt;br /&gt;
2 Zwiebeln (geschält, grob geschnitten und nicht zerkleinert)&lt;br /&gt;
1 Lorbeerblatt&lt;br /&gt;
4 bis 5 Knoblauchzehen &lt;br /&gt;
1 frischer Rosmarinzweig&lt;br /&gt;
1 Petersilienzweig&lt;br /&gt;
1 Thymianzweig&lt;br /&gt;
Pfefferkörner&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühnerklein und -knochen waschen und mit Knoblauch, Zwiebeln, allen Kräutern und den Pfefferkörnern in einen großen Suppentopf legen. Das Wasser dazugeben und langsam während einer Stunde auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Vier Stunden bei ganz schwacher Hitze ziehen lassen und immer wieder den sich bildenden Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fertige Brühe durch ein Sieb gießen. Für die Zuppa di Tenerume brauchen wir nur einen Liter, den Rest portionsweise in Plastikbehältern einfrieren. Damit erspart man sich einige Zeit und hat immer frische Brühe bei der Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;für die sonne&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2 EL kalt gepresstes Olivenöl&lt;br /&gt;
1 Zwiebel&lt;br /&gt;
2 Knoblauchzehen&lt;br /&gt;
1 Dutzend Kirschtomaten&lt;br /&gt;
1 l Hühnerbrühe&lt;br /&gt;
3 bis 4 Kartoffeln&lt;br /&gt;
2 bis 3 Zucchini&lt;br /&gt;
4 bis 5 Tenerume&lt;br /&gt;
Meersalz&lt;br /&gt;
Pfeffer&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Zur Vorbereitung die Zwiebel schälen und grob schneiden. Die Knoblauchzehen hacken und die Zucchini sowie die geschälten Kartoffeln in circa fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel sowie Knoblauch darin glasig dünsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Rühren die Kirschtomaten beimengen, dann die Brühe dazugeben und zum Köcheln bringen. Kartoffeln, Zucchini und Tenerume dazugeben und rund 20 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was sind Tenerume? Es handelt sich um die Sprossen der Zucchini-Pflanze, nicht zu verwechseln mit den Fiori di Zucchini, den Zucchiniblüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren noch etwas kalt gepresstes Olivenöl über jede Portion träufeln, frisch geriebenen Parmesan dazu und mit frischem Brot sofort verschlingen. Aber Vorsicht, nicht den Mund verbrennen. Falls aufgrund starker Verbrennungen etwas übrig bleibt, haben Sie Glück gehabt. Bis zur Genesung oder nächsten Hungerattacke entwickelt sich die Suppe weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur sollte dies innerhalb von vier Tagen geschehen, denn dann fängt die Brühe zu kippen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1006/stories/2876951/&quot;&gt;Das letzte Ma(h)l&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0906/stories/2756355/&quot;&gt;Graukassuppe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0806/stories/2601526/&quot;&gt;Herzliche Völlerei&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6706/stories/2268470/&quot;&gt;Türkischer Breselfetzen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0506/stories/2093934/&quot;&gt;Orangenfussball&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0406/stories/1903793/&quot;&gt;Götterspeise&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0306/stories/1786567/&quot;&gt;Gefüllter Darm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0206/stories/1637327/&quot;&gt;Borschtsch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0106/stories/1471536/&quot;&gt;Gefüllte Fische&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196639/&quot;&gt;Fleischaufstrich&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1116393/&quot;&gt;Kastaniensuppe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1006756/&quot;&gt;Haselnusskuchen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/1004307/&quot;&gt;Kalbsschulter, etwas anders&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/806020/&quot;&gt;Waidgerechte Bachforelle&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/783032/&quot;&gt;Wie man sich ein etwas anderes Jausenbrot zubereitet&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783188/&quot;&gt;Salat ist nicht gleich Salat oder warum eine Tiefkühlpizza gesünder sein kann&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/783943/&quot;&gt;Von Fischen und Fritten oder wie man sich ein Stück London nach Hause holt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0105/stories/783541/&quot;&gt;Wie man seinen Festtagsbauch schnell wieder los wird&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/7804/stories/802391/&quot;&gt;Unter Marmeladedingern oder wie man ein Weihnachtsgeschenk bastelt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0604/stories/787100/&quot;&gt;Ein Indian ist nichts für Menschen, die auf ihre Linie achten wollen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0504/stories/786945/&quot;&gt;Risotto coi mosh oder warum das Risotto immer noch die Lieblingsspeise der Italiener ist&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0404/stories/789210/&quot;&gt;Steinpilz a.k.a. Boletus a.ka. porcino a.k.a. Dobernigl a.k.a. Schweinepilz a.k.a. Herrenpilz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/2304/stories/802560/&quot;&gt;Pasta va bene oder warum mein ignoranter Vermieter ein allgemeines Grillverbot aussprach&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0104/stories/786813/&quot;&gt;Wie man aus einem gemeinen Ei ganz leicht eine Frühstücksdelikatesse macht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://0004datum.twoday.net/stories/2120801/&quot;&gt;Von der Kunst, eine gute Suppe zu kochen. Zum Beispiel eine von Kraut und Rüben&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784259/">
    <title>Praxis Dr. Langer</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784259/</link>
    <description>Der Mann an meiner Seite wünscht sich eine Frau, die über AC/DC und Slayer schreibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls hat er das anderen unvorsichtigerweise anvertraut. Gut. Kann er haben. Da mein Wissen in Sachen Heavy Metal eher begrenzt ist, wende ich mich der Kehrseite dieser Bands zu. Nein, wenn man Slayer rückwärts abspielt, hört man nicht Satan sprechen. Aber wenn man es zu laut tut, ist es für die Ohren gar nicht gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer kennt das nicht: Nach einem Konzert stehen die Besucher im Freien und schreien sich gegenseitig an, weil es in den Ohren nach wie vor klingelt und rauscht. Später, im Bett, fühlt es sich an, als wäre Watte in den Gehörgängen. Zum Glück ist tags darauf meist wieder alles in Ordnung. Was wir hören, sind Schallwellen, die sich in der Luft ausbreiten und auf unsere Ohren treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trommelfell, das von diesen Schallwellen in Schwingungen versetzt wird, hängt an der Innenseite mit den kleinen Gehörknöchelchen  Hammer, Amboss und Steigbügel  zusammen. Diese Knochen übertragen die Schwingungen mechanisch weiter auf die Membran des ovalen Fensters. Diese Mechanik im Mittelohr ermöglicht eine verlustarme Weiterleitung von einem Medium mit niedrigem Wellenwiderstand (wie Luft) in eines mit hohem Widerstand (wie Flüssigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn hinter dem ovalen Fenster befindet sich das mit Flüssigkeit gefüllte Innenohr. Dort entsteht eine Welle, die am Punkt ihrer maximalen Ausdehnung die für diesen Klang charakteristischen Sinneszellen reizt und so die elektrische Übertragung ins Gehirn auslöst. Dann erst hören wir. Hören wir zu laut  die Schmerzgrenze liegt um die 130 Dezibel, Livekonzerte und Clubnächte finden von 100 Dezibel aufwärts statt , kommt es zu einem akustischen Trauma, und die Haarzellen degenerieren. Der akustische Stress verursacht bei den kleinen Zellen Stoffwechselstörungen, die in Sauerstoffmangel münden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder es führt so weit, dass sie direkt geschädigt werden. Lärm oder laute Musik verursachen zuerst einen Hochtonverlust, das ist jener Bereich, in dem wir am schärfsten hören und Klänge am besten auseinander filtern können. Je länger und öfter man sich einem hohen Lärmpegel aussetzt, umso mehr Sinneszellen werden geschädigt, und das Hörvermögen wird schlechter. Das passiert nicht durch regelmäßige Besuche von Punkgigs; aber kaputte Haarzellen können nicht repariert oder ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unsere Haarzellen am Leben erhält, sind Lärmpausen. Während des AC/DC-Konzerts ein paar Minuten an die frische Luft zur Entspannung des Gehörapparates wäre eine Streicheleinheit für das Innenohr, dann kann man getrost wieder zum Headbangen zurückkehren. Und Ohropax gelten vielleicht als uncool, sind gehörtechnisch aber Goldes wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem akuten Lärmtrauma kommt es nur in Ausnahmefällen. Entweder durch eine Lärmeinwirkung von mehr als 120 Dezibel (eine Explosion etwa) oder durch das Zusammenwirken von Lärm über 90 Dezibel  also praktisch bei jedem Konzert  und einer Minderdurchblutung des Ohres durch Verdrehen des Kopfes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Schmusen während eines Konzertes auch schön sein mag, heißt das: Immer schön locker bleiben und den Kopf nicht zu lange in einer Stellung halten, um die Ohrdurchblutung nicht abzuklemmen! Jetzt frage ich mich nur, ob es eine Frau gibt, die das Ohrenklingeln mit dem Mann an meiner Seite teilt. Ich bin es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Kolumnen von &lt;b&gt;Dr. med. Gudrun Langer&lt;/b&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1006/stories/2876942/&quot;&gt;Diagnose Krebs&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0906/stories/2755969/&quot;&gt;Animieren Sie die Kinder zum Trinken&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0806/stories/2601512/&quot;&gt;Webdoktor-Diagnosen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6706/stories/2268426/&quot;&gt;Zehenfehlstellungskorrektur&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0506/stories/2093921/&quot;&gt;Die Bildung und die medizinische Versorgung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0406/stories/1903769/&quot;&gt;Diagnose Schlaganfall&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0306/stories/1786556/&quot;&gt;Freizeitstress für Kindergartenkinder&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0206/stories/1637207/&quot;&gt;Unterernährung im Spital&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0106/stories/1471522/&quot;&gt;Horrorszenario&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196629/&quot;&gt;Zahnhygiene&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1116382/&quot;&gt;Was geschieht, wenn man stirbt?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1006744/&quot;&gt;Wassernixen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/1004304/&quot;&gt;Der Jahrhundertsommer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/806016/&quot;&gt;Geburtstroubles&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/783031/&quot;&gt;Tief unten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783183/&quot;&gt;Herzklopfen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/783940/&quot;&gt;Schlagoberssuppe und andere Gifte&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0105/stories/783536/&quot;&gt;Ich ess Blumen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/7804/stories/802388/&quot;&gt;Schnupfen gegen den Schnupfen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0604/stories/787099/&quot;&gt;Twinni-Rekorde&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0504/stories/786942/&quot;&gt;Wie gesund ist eigentlich die Sonne?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0404/stories/789209/&quot;&gt;Altersheimvorsorgefondsprojekt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/2304/stories/802557/&quot;&gt;Wer im Ausland helfen will, braucht oft selber Hilfe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0104/stories/786810/&quot;&gt;Die richtigen Fragen bei Schwangerschaft&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://0004datum.twoday.net/stories/2120767/&quot;&gt;Ferndiagnose oder was passieren kann, wenn ein Arzt vom Patienten wenig hält&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784255/">
    <title>Jungvater Köster</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784255/</link>
    <description>Seit drei Monaten ist Konrad nun schon bei der Tagesmutter. Vier Mal in der Woche, von 9 bis 14 Uhr lungert der junge Mann bei Marina herum, einer etwas bizarr frisierten, gleichwohl sehr umgänglichen älteren Dame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad kennt sich in Marinas Wohnung schon prima aus. Kaum hat man den Sohn mühsam von Jacke und Mütze befreit, steuert er entfesselt und auf allen Vieren in Richtung Wohnzimmergardine. Und natürlich kümmert es den herzlosen Klotz nicht die Bohne, dass an der Wohnungstür noch der Vater wartet und auf einen tränenreichen Abschied hofft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hätte ich melodramatische Sätze parat, die jede Hollywoodkomödie veredeln würden. Weine nicht, Sohn, wir sehen uns bald wieder oder Halte durch, Konrad, dein Papa ist immer für dich da. Aber so was sagt man natürlich nicht, wenn der Sohn gerade an der Gardine herumfummelt und für den Abschiedsschmerz des Vaters nicht einmal einen scheelen Seitenblick übrig hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt verlieren wir ganz langsam die operative Kontrolle über unseren Sohn. Was wir schon daran merken, dass die gute Marina überhaupt nichts dabei findet, den edlen und mit viel Bedacht ausgewählten Kaisernamen Konrad in den aus der Neuköllner Unterschicht stammenden Rufnamen Konni umzuwandeln. Widerstand zwecklos. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls nicht verhindern konnten wir, dass Marina dem Sohn gerne mal als Ergänzungsmahlzeit ein Überbleibsel aus der ostdeutschen Mangelwirtschaft, die so genannte Fruchtbombe, kredenzt: ein hochexplosives Gemisch aus Frucht und Zucker und Fruchtzucker, das jeden Kinderarzt an den Rande eines Herzinfarkts bringen würde. Nun futtert Konrad die Fruchtbombe allerdings mit derartiger Wonne, dass wir rein argumentativ in der Defensive sind und uns auf mahnendes Gemurmel an der Wohnungstür beschränken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass wir die läppische Fruchtbombe allerdings beim abendlichen Tischgespräch überhaupt erwähnen, lässt Schlimmes für die Zukunft ahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bereits anfängt, kleine Fruchtcocktails zu verbieten, wird sicher mal ein ganz schlimmes Elternteil, überfürsorglich bis zur Schmerzgrenze. Schon sehen wir uns mitten in die Mathestunde der dritten Klasse stürmen, um unserem Sohn das daheim vergessene Pausenbrot nachzureichen; völlig außer Acht lassend, dass Konrad das Pausenbrot womöglich mit Absicht vergessen hat und nun vor den Mitschülern unsterblich blamiert wird. Auch sehe ich mich schon den Sohn von der Schule abholen, mit Katzengesicht-Sonnenschutz im Fenster und schwer ulkigem Konrad an Bord-Aufkleber auf der Rückklappe. Konrad wird sich bedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schließlich werden wir natürlich den Elternsprechtag nutzen, um auch noch beim völlig unbedeutenden Handarbeitslehrer besorgt nach Konrads schulischer Entwicklung zu forschen und selbst bei eher harmlosen Befunden wie Ihr Sohn hat noch leichte Schwierigkeiten beim Kreuzstich schwerste Panik zu schieben und dem Nachwuchs ausgiebige Nachhilfestunden bei einer privat engagierten Handarbeitslehrerin zu verordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich werden wir sehr viel später, wenn Konrad so etwa 30 Jahre alt ist, behaupten, unserem Kind alle, aber wirklich alle Freiheiten gelassen zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uns war es wichtig, unserem Kind seine Freiheiten zu lassen, werden wir dann bedeutungsvoll sagen. Unsere wöchentlichen Besuche in der Schule werden wir natürlich nicht erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konrad wird dabeisitzen und die Augen verdrehen, aber so viel Takt besitzen, die Fruchtbombe aus dem Jahr 2005 nicht zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor ist Chefredakteur des Fußballmagazins &lt;a href=&quot;http://www.11freunde.de&quot;&gt;11 Freunde&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienene Kolumnen von &lt;b&gt;Philipp Köster&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896991/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784245/">
    <title>Müllers Rektoskopie</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784245/</link>
    <description>Ich bin schön, intelligent und reich (zumindest sagen wir uns das in der Selbsthilfegruppe konsequent so vor). Zusätzlich hab ich aber noch eine verlockende Eigenschaft anzubieten, werte Damen zwischen 20 und nachobenoffen mit Interesse an Literatur, Jazz und Handarbeiten, Idealmaßen und Tagesfreizeit: Ich bin 100-prozentig superfaul. Wobei ich das Wort nicht wirklich schön finde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faul erinnert an Fallobst mit fleißigen Wespen drin, an Vorwürfe verhaltensgestörter Volksschullehrer mit an Körperbehinderung grenzenden Metallbrillen und an das Faultier, das mit allen Vieren an einem Ast hängt und dadurch keine Hand für Bier und Zigarren frei hat. Ich spreche eher von produktivem Müßiggang. Ich bin der Welt größter Faulpelz, und dies ist mein Manifest. Lest es aufmerksam, ich rühr danach wieder längere Zeit keinen Finger mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Faulheit makes the world go around, denn wie Sie leicht im Selbstversuch feststellen können, dreht sich die Welt total schön weiter, wenn man einfach nur dasitzt. Die Menschen allerdings, die in ihrer Eigenschaft als Nuklearwaffendesigner und Dasbösebekämpfer darauf hinwirken, dass irgendwann nichts mehr zum Drehen da ist oder keiner mehr, der es wahrnehmen könnte (was für eine aufwändige Konstruktion!), die sind ununterbrochen am Werkeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: Arbeit ist ein knappes Gut, und ich bin bei dessen Aufteilung extrem bescheiden. Gebt mir nur so viel, wie ich maximal zum Überleben brauche, und ich verspreche dafür, alles immer exakt und pünktlich zum letztmöglichen Termin abzuliefern (Fußnote: saures Lächeln der DATUM-Redaktion). Drittens und wichtigstens: Alle wirklich brauchbaren Lebensratschläge laufen aufs Däumchendrehen hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Gewicht reduzieren will, braucht keine Bibliotheken an GU-Ratgebern oder Gänge und Vorzimmer verstellende Fitnessgfraster. Es genügen dazu ein gemütlicher Liegestuhl, ein Strohhut und ein leerer Kühlschrank. Erleuchtet werden beispielsweise, eine etwas aus der Mode gekommene Beschäftigung, tut man ebenso am allerbesten unter einem kühlenden Bäumchen bei größtmöglicher Regungslosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warten und die Kraft des Gegners gegen ihn lenken ist die zentrale Regel des schönsten asiatischen Kampfsports Aikido, noch schöner ist nur gar keinen Kampfsport machen. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, daher hör ich lieber gleich auf. Lediglich den Machern der Rechtschreibreform sei gesagt, dass einfach nur beim Heurigen sitzen durchaus eine Lösung gewesen wäre. Wir hätten eure Spesen auch so beglichen. Dass dem Tüchtigen die Welt gehört, ist leider wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenigstens darf ich heute beobachten, wie die Tüchtigen dieser Welt immer mehr in Verruf geraten, diese selbstgefälligen Treibaufs mit ihren 1,7 Autos pro leerem Kopf. Warum bitte ist jemand, der sein ganzes Leben nur für sich und die seinen molocht, mit sauber gefegter Fertigteilphilosophie, Altersabsicherung und nie einem Vormittagsbierrausch, tüchtig und folglich gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei gibt es doch ganze Berufsgruppen, wie etwa die Börsenmakler, mythische Wesen mit zwei Mobiltelefonen statt Händen, oder die mit ihnen verwandte Spezies der Immobilienmakler, die einzig und allein dazu da sind, das Leben ihrer Mitmenschen zu verteuern. Sogar unser ansonsten für seine Sanftmütigkeit bekannter Herr hat sie schon vor 2.000 Jahren mit der Knute aus dem Tempel vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne: frohe Feiertage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ludwig W. Müller ist Kabarettist und freier Autor in Wien&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ludwig-mueller.at&quot;&gt;http://www.ludwig-mueller.at&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Rektoskopien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1006/stories/2876882/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0906/stories/2754899/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXIV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0806/stories/2601480/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6706/stories/2268339/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0506/stories/2093904/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0406/stories/1903735/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XX&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0306/stories/1786536/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XIX&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0206/stories/1637029/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XVIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0106/stories/1471432/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XVII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196614/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XVI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1116361/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1006727/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XIV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/1004298/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/805995/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/783027/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783167/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil X&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/783930/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil VIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0105/stories/783525/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil VII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/7804/stories/802384/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil VI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0604/stories/787097/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil V&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0504/stories/786940/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil IV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0404/stories/789206/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil III&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/2304/stories/802539/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil II&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0104/stories/786807/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil I&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784240/">
    <title>Was ich lese und was nicht</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784240/</link>
    <description>&lt;b&gt;Was ich lese ...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum habe ich die Boardingkontrolle hinter mich gebracht, stürze ich mich in den Buchladen des Athener Flughafens, um nur noch ein letztes Mal zu überprüfen, ob ich nichts übersehen habe. Zu diesem Zeitpunkt ist mein Koffer bereits mit allen Neuerscheinungen voll, die ich bei meinen Stammbuchhändlern und den mobilen Ständen am Straßenrand zusammengerafft habe. Hamsterkäufe sind für mich der einzige Weg, mit dem State of the Art der neugriechischen Prosa Schritt zu halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei fasziniert mich besonders jene neue Generation von Autoren  allen voran Amanda Michalopoulou, Maro Douka und Yannis Xanthoulis , die sich dem Grenzgängertum verschrieben hat: spannende Handlungen und teils internationale Schauplätze als Kulissen für bitterböse Ironie, unverschämtes Aufgreifen von Tabus, bedingungslos zeitgenössische Lebensstile und elegante Übergänge zum fantastischen Realismus, alles in einer herrlich lebendigen und kunstvollen Sprache. Geht der griechische Stoff aus, findet sich immer was zwischen T.C. Boyle, Houellebecq und Paasilinna. Und nicht mehr ganz so zeitgenössische Werke von spanischen und lateinamerikanischen Autoren. Aber Achtung! Der Übersetzer ist hier fast so wichtig wie der Autor. In dieser unseren Welt habe ich in den letzten Jahren eine Vorliebe für Fachbücher über Werbung, Kampagnenplanung und politische Kommunikation entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Nachteil: Man muss mindestens zwei Stunden am Stück dafür finden. Noch mehr Zeit fehlt mir für Castoriadis, Foucault oder Keynes. Die sollte man sich aber nehmen! Geistige Wellness ist in blau-schwarzen Zeiten angesagt. Für Trost und Rat eignen sich auch Dahrendorf und Robert Menasse: selbst im Tullner Strandbad gut lesbar und immer brillant. Neben der Lektüre österreichischer Medien  Zeitung muss sein  gibts am sonntäglichen Frühstückstisch außerdem eine Auswahl von Beiträgen aus der Zeit, der Süddeutschen, Spiegel oder Economist, die mir spätestens Freitagabend vom Pressesprecher in die Hand gedrückt werden. Die tägliche Straßenbahnstrecke zwischen Dornbach und Rathaus ist vorwiegend für den parteiinternen Schriftverkehr reserviert. Programmentwürfe, Sitzungsprotokolle et cetera sind wie Zahnarztbesuche: Es muss sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Maria Vassilakou&quot; height=&quot;280&quot; alt=&quot;Maria Vassilakou&quot; width=&quot;440&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/Vassilakou2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;... und was nicht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese definitiv nichts Längeres am Schirm. Was ich nicht in Händen halte, will mir nicht sinnstiftend in den Kopf. Mein persönliches PISA-Debakel erstreckt sich weiters auf Bedienungsanleitungen für Video- und DVD-Anlagen sowie auf Do-it-yourself-Bücher aller Art. Ob Segeln oder Motorrad reparieren Lernen, Tango Argentino oder Türkisch für Anfänger: Diese Bücher treiben mich in den Wahnsinn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese auch nicht den National Geographic. Schon als Kind habe ich nicht verstanden, was alle anderen in meiner Familie dazu bringt. Lange, verschachtelte Sätze treiben mich ebenso an den Rand der Leidensfähigkeit  Martin-Walser-&amp;-Co-Fans mögen ein Nachsehen haben. Handke schaff ich auch nicht  habs selbst in griechischer Übersetzung erfolglos probiert. Habermas hab ich zu Unizeiten abgeschworen (obwohl: Habermas-Zitate in Landtagsreden, das hat was). Chomskys politisch-philosophische Werke finden sich ebenso nicht auf meiner Liste: Er wurde von mir im Studium als Linguistikgott derart verehrt, dass ich ihm den Genrewechsel nie verziehen habe. Und wenn wir schon dabei sind: Ich verweigere auch die Kommentare der Hausphilosophen Wolfgang Schüssels. Sie haben die Wachteln aus jenem legendären Mittagessen im Bundeskanzleramt längst verdaut; aber mir liegen sie immer noch schwer im Magen. Wohl mehr wegen der genussvollen Beschreibungen der sizilianischen Fressgelage des Commissario Montalbano und weniger wegen der Spannung lese ich ab und an mal einen Krimi von Camilleri. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon abgesehen sind Krimis nicht meins  wohl, weil ich nie die Geduld aufbringen kann, mich durch endlose Seiten voller Verwirrung zu quälen. Ich spring gleich nach den ersten 30 Seiten zum Schluss. Und selbst Camilleri enttäuscht mich zunehmend: Seine Frauenrollen sind so was von überholt! Außerdem lese ich keine Thriller, keine US-Bestseller und keinen Irving. Letzterer ist zwar schräg, aber vorhersehbar. Zudem lese ich keine Romane, die sich schon ab der ersten Seite wie Möchtegernskripts für Soaps lesen. Leider gibts immer mehr davon, auch in meiner Hausbibliothek; aber wo steht, dass man alles lesen muss, was man aus Gier erstanden hat? Und ein Letztes noch: Ich lese NICHT die Protokolle aus dem Österreich-Konvent  ich weigere mich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Autoren der Reihe &lt;b&gt;Was ich lese und was nicht&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896956/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>lebensarten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784233/">
    <title>Musik aus Österreich</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784233/</link>
    <description>Es kann nach hinten losgehen, wenn sich eine vierköpfige Band Trio Exklusiv nennt. Wer schon bei der Besetzung so schamlos schwindelt, könnte es schließlich auch mit dem zweiten Teil des Bandnamens nicht so genau nehmen. Tatsächlich ist die Sache mit der Exklusivität beim Ende der Neunziger gegründeten Wiener Quartett aber ernst gemeint  so wie ursprünglich auch das mit dem Trio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Originalbesetzung nach kurzer Zeit um einen vierten Musiker erweitert wurde, hat man den klingenden Namen kurzerhand beibehalten. Glücklicherweise; die Umbenennungsalternative Quartett Adrett hätte doch etwas gar lächerlich geklungen. Die Grundidee war, den Namen einer Tanzkapelle zu wählen, da wir uns von Beginn an als Unterhaltungscombo gesehen haben, sagt Schlagzeuger Mex Wolfsteiner. Als Teenager hatte Wolfsteiner für kurze Zeit selbst eine klassische, ausschließlich auf Coverversionen spezialisierte Tanzband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eine Bandhälfte wollte sich allerdings bald an eigenem Material versuchen, die andere tingelt bis heute in grauenhaftesten Ledermonturen durch oberösterreichische Kaschemmen, um zu mitternächtlicher Stunde Smoke On The Water zu intonieren. Wolfsteiner hat indessen gleich an mehreren Kapiteln alternativer heimischer Musikgeschichte mitgeschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wäre etwa der ambitionierte Gitarrenrock von M.G. Firebug, der gediegene Avantgardepop der More Extended Versions, der von Hand gespielte Clubmusikentwurf von Planet E oder das Big-Band-Jazz und Neue Elektronik verknüpfende Orchester 33 1/3. Die Biografien seiner Trio-Exklusiv-Kollegen Richard Klammer, Martin Zrost und Franz Reisecker sind kaum weniger illuster; zwischen Gitarrenmusik, Jazz, Avantgardegefrickel und Elektronischer Musik geht da mehr als nur einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits mit ihrem 2002 veröffentlichten CD-Debüt Trio Exklusiv sorgte die als beste Liveband des Landes geltende Tanzkapelle für Aufsehen an der Schnittstelle zwischen Pop, Jazz und Clubmusik. Der Nachfolger International Standards geriet jetzt zum erhofften großen Wurf; einer Partyplatte, die auch ohne ausgelassene Stimmung bestens funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Produktionsbudget einer großen Plattenfirma im Rücken arbeitete die Band gemeinsam mit dem Wiener Technostar Patrick Pulsinger und ausgewählten Gästen wie dem US-Soulsänger Terry Callier monatelang an der Feinabstimmung ihrer stets um die Grundkonstante Groove zentrierten Musik. Produziert wurde im Stil der Siebziger: Die Elektronik blieb weithin außen vor, stattdessen hat man alles von Hand gespielt, auf den human groove großen Wert gelegt. Wir wollten, dass die Nummern von vorne bis hinten leben und die Instrumente keinesfalls nur kleine, durchgängige Loops sind, sagt Wolfsteiner. Insofern war das Raue das Aufwändige: Dass es roh und live klingt, ist oft schwieriger, als etwas sauber zusammenzuschnipseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine puristische Maschinenstürmermentalität sucht man dennoch vergeblich. Gemacht wird, was die Nummer erfordert; und gerade live greift das Trio Exklusiv nicht ungern auf die Möglichkeiten eines Laptops zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder, wie Martin Zrost es schön lakonisch und abgeklärt formuliert: Die Elektronik ist bei uns ein Puzzlestück  wie eben auch der Funk, der Rock, der Jazz, der Flohwalzer und was weiß ich was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienene Kolumnen von &lt;b&gt;Gerhard Stöger&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896985/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784227/">
    <title>30 und keine Ahnung</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784227/</link>
    <description>Kürzlich habe ich meine Verlobte betrogen, und ich muss sagen, es hat ihr gut getan. Für ein Wochenende war ich nach Paris geflogen, hatte dort eine alte Bekannte getroffen, und mit der Stadt der Liebe hatten wir nicht viel am Hut, denn was heißt das schon, Liebe?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir also gleich zu ihr, Tür zu, Licht an, Hose runter, Programm ab. Es war gut, danke der Nachfrage, vor allem, weil sie gut war, und das ist insofern erstaunlich, als sie mit ihren 40 schließlich auch nicht mehr die Jüngste ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, dass sie mich am nächsten Tag noch unbedingt zum Flughafen bringen musste, war mir schon ein bisschen unangenehm; dass sie sich beim Warten im Bistro noch auf meinen Schoß setzen und mir ihre zurechtoperierten Titten ins Gesicht pressen musste, war sogar schon peinlich; und dass sie mir auch noch zum Abschied ihre Zunge ins Ohr stecken wollte, war kaum zu ertragen. Gott sei Dank hatte ich trinkbaren Rotwein im Glas, schließlich war ich in Frankreich. Anschließend aß ich noch etwas Käse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherlich hat meine Verlobte von meinem Abstecher Wind bekommen, und am Anfang nahm sie es mir übel, temperamentvoll wie sie ist, die kleine Schlampe. Genau das mag ich an ihr. Doch mittlerweile hat sie sich wieder beruhigt, und schließlich hat sie dabei was gelernt. Ich spendierte ihr ein nettes Abendessen und ein paar Flaschen französischen Wein im Fabios, wir redeten uns aus, und nun weiß sie noch mehr, was sie an mir hat. Ich meine, schließlich will sie doch mit mir zusammen sein, will dabei sein und das Leben genießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer könnte ihr das besser ermöglichen als ich? Ja, so läuft das bei mir, und es läuft gut. Denn ich bins. Ich  der Unberührbare. Niemand kann mir mehr etwas an. Auch dann nicht, wenn er mich nicht mehr abkann. Regeln? Gibt es nicht für mich, weil ich gelernt habe, sie außer Kraft zu setzen, weil ich gelernt habe, über den Dingen zu stehen. Ich fahre die tollsten Autos und muss nicht mal dafür bezahlen, weil es immer irgendjemand gibt, der für meine Rechnung aufkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich esse gut, ich wohne toll, ich fliege nur noch Business, auch wenn ich gar keine Geschäfte mache, und Steuern zahle ich nur, wenn ich es will. Und wofür ich will. Schon klar, das ist mir alles nicht leicht gefallen, ich musste hart arbeiten, um dort hinzukommen. An mir selbst. Und noch mehr: an den anderen. Es ist schließlich nicht gleich und leicht zu begreifen, was es heißt, einen Unberührbaren zu kennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch jetzt haben es alle verstanden: Ich bin sympathisch, ich bin locker, ich habe einen gewaltigen Witz und wenn ich in eine Kamera spreche, dann so, dass mich jeder versteht. Ich bin smart, apart, ein Mann der Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein Gewinnertyp, und wer sonst noch gewinnen will, sollte sich tunlichst an mich halten. Doch das verstehen wieder nur Gewinner  Menschen wie meine Verlobte oder die kleine Brillenschlange vom Ballhausplatz. Sie akzeptieren mich, und das wiederum stärkt die Unberührbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was soll nun noch schief gehen? Was passieren? Natürlich gibt es immer noch Menschen, die glauben, mich mit irdischem Kleinkram anpatzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mich kritisieren und einen Verschwender, einen Prasser nennen. Werden alle noch ihr rotes Wunder erleben. Ja, ich habe es gelernt, ein Unberührbarer zu sein, und Sie, Sie können das auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1)&lt;/b&gt; Besuchen Sie einen NLP-Kurs.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2)&lt;/b&gt; Lesen Sie das Standardwerk Das kleine Einmaleins des Neoliberalismus. (Das gibt es auf meiner Homepage übrigens auch als Audiofile zum Runterladen.)&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3)&lt;/b&gt; Abonnieren Sie GQ und schlendern Sie einmal im Monat zum Hilfiger-Shop.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4)&lt;/b&gt; Essen Sie öfter mit Walter Maischberger in einem Tankstellen-Shop.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5)&lt;/b&gt; Kaufen Sie Ihrer Affäre eine Swarovski-Kette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der nächsten Ausgabe lesen Sie, wie ich meiner Verlobten günstigst zu einem neuen Porsche Cayenne verhalf und ihr beibrachte, wozu das neckische schwarze Rädchen vor dem Fahrersitz gut ist.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:48:55Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784222/">
    <title>Letzte Fragen an &lt;b&gt;Ernest Kaltenegger&lt;/b&gt;</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784222/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Ernest Kaltenegger&quot; height=&quot;236&quot; alt=&quot;Ernest Kaltenegger&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/letztefragen.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Ernest Kaltenegger&lt;/b&gt; (55) ist Grazer Wohnbaustadtrat und Spitzen-&lt;br /&gt;
kandidat der &lt;a href=&quot;http://www.kpoe.at&quot;&gt;Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ)&lt;/a&gt; für die kommenden Landtagswahlen in der Steiermark. Kaltenegger wurde 1949 in Rötsch bei Obdach, Bezirk Judenburg, geboren. Vor seiner Zeit als Stadtrat beriet er in der KP-Parteizentrale in der Grazer Lagergasse als Gratis-Ombudsmann geplagte Mieter. Seit er 1998 erstmals einen Stadtratssitz erkämpfte, überlässt er Kommentare zum Klassenkampf oder zum Weltkapitalismus gern anderen in seiner Partei. Er kümmert sich lieber um die Sanierung einer Arbeitersiedlung oder um die Ausstattung von Substandardwohnungen mit Nasszellen. Mit dem Slogan Ein Bad für jede Gemeindewohnung errang die KPÖ bei der Grazer Gemeinderatswahl 2003 sensationelle 21 Prozent. Zuletzt stimmten 13.146 von 188.686 Grazern bei einer von Kaltenegger initiierten Volksbefragung gegen den Verkauf von Gemeindewohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sie haben sich für die kommenden Landtagswahlen vorgenommen, die steirische Eventpolitik zu bekämpfen. Was meinen Sie damit?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele steirische Politikerinnen und Politiker haben es in den letzten Jahren zu sehr in den Vordergrund gestellt, sich im Glanz irgendwelcher Stars zu zeigen. Das hat alles ein Heidengeld gekostet, aber für die Menschen ist nichts dabei herausgekommen. Und dann stöhnen die Politiker, dass sie von Ball zu Ball hecheln müssen, von der einen Eröffnung zum nächsten Spatenstich. Mir erscheint es wichtiger, dass man Zeit für Leute hat, die ein Problem haben. Wenn die versuchen, einen Termin bei einem Spitzenfunktionär zu bekommen, dann geht nix. Aber wenn dieser Spitzenfunktionär einen Anruf vom &lt;a href=&quot;http://www.orf.at&quot;&gt;ORF&lt;/a&gt; bekommt, nach dem Motto: Wir hätten da irgendwas, wo eine Kamera dabei ist, dann hat er sofort Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wenn Sie gewählt werden, wollen Sie Ihren Posten als Grazer Wohnbaustadtrat behalten. Füllt Sie der Job nicht aus? &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die diesbezügliche Kritik vonseiten der &lt;a href=&quot;http://www.spoe.at&quot;&gt;SPÖ&lt;/a&gt; und der Grünen halte ich für heuchlerisch. Sie tun so, als würden sie sich Sorgen machen, dass ich dann weniger Zeit für die Leute hätte. Wenn man solche Maßstäbe anlegt, ist der Landtag nicht mehr beschlussfähig. Dort sitzen auch jetzt Leute drinnen, die einen Fulltimejob haben, Bürgermeister, Schuldirektoren, Primarärzte. Dass diese Doppelfunktion für mich kein Problem wäre, liegt daran, dass ich Zeit habe, beide Funktionen unter einen Hut zu bekommen  nicht zuletzt deshalb, weil ich nicht zu den genannten Events gehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Warum ist es ausgerechnet in Graz möglich, als Kommunist so populär zu sein wie Sie?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grazerinnen und Grazer sind politisch immer sehr beweglich gewesen. Die Stadt war immer eine Hochburg der Wechselwähler und der Bürgerinitiativen. Das hat hier Tradition, dass sich die Leute nicht gern in irgendwelche Kastln reindrängen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber allein daran kann es ja wohl nicht liegen. Sie sind das Zugpferd.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Einer alleine kann gar nichts machen. Wesentlich ist immer nur das Kollektiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Trotzdem wählen die Leute heute eher Personen als Parteien. Was ist heute links?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, dass man heute links und rechts deutlich voneinander unterscheiden kann. Da gibt es einerseits Leute, die bestimmten Lobbys zuarbeiten und für bestimmte Interessengruppen Politik machen. Die Industriellenvereinigung etwa ist ungleich mächtiger, als es jede Bürgerinitiative jemals sein kann. Aber viele Menschen hegen den Wunsch nach einer Alternative zu einer Gesellschaft, in der solche Gruppen das Sagen haben. Die sagen: Bitte, was jetzt bei uns so läuft, kann ja wohl nicht die Endstation der Menschheitsentwicklung sein! Wenn wir so weitermachen, steuern wir auf eine Katastrophe zu! Das betrifft alle Bereiche, sei es die Arbeitszeitverlängerung, sei es der Sozialabbau, sei es die Umwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Was ist Kommunismus?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher nicht das, was viele noch im Hinterkopf haben. Was in Osteuropa geschehen ist, hatte mit Kommunismus nichts zu tun. Die führenden Leute haben sich ja fast nur bemüht, die eigene Macht zu sichern. Das hat man nach der Wende gesehen, dass es diese Leute spielend geschafft haben, die Seiten zu wechseln. Zuerst waren sie die Parteisoldaten, und plötzlich waren sie Kämpfer für die freie Marktwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Was ist Ihr Ziel für die Landtagswahl?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass wir den Einzug in den Landtag schaffen, damit die KPÖ eine politische Kraft in der ganzen Steiermark wird.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784208/">
    <title>Die Liebe der anderen</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784208/</link>
    <description>Bevor Herr K. ins Bordell gehen konnte, bedurfte es einiger Organisation. Prostituierte arbeiten in der Regel in Studios oder Clubs, die für ihn nicht erreichbar sind. Die ersten Barrieren hatte er per E-Mail überwunden. Aber das Hauptproblem war damit noch nicht gelöst. Herr K. suchte eine Sexarbeiterin, die mit ihm umzugehen wusste. Die mit ihm konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über seinen Erstversuch sagt Herr K.: Beim ersten Mal war es eine Buchung bei einem Escort-Service und ein Treffen in einem Hotel. Die junge Dame wusste nicht so recht, was sie tun sollte, und es kam auch nicht zum Verkehr. Dann habe ich eine nette Prostituierte gefunden, die sehr aufgeschlossen ist und für die auch die Behinderung kein Thema ist. Trotzdem besuche ich sie nicht regelmäßig, weil ich mich nicht damit zufrieden geben werde, dies als Alternative zu einer Partnerschaft zu akzeptieren, in der es um sehr viel mehr als Sex geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150 Euro hat Herr K. für sein erstes Mal bezahlt. Die Begegnung passierte im Elektro-Rollstuhl. Aufs Bett konnte er sich selbst nicht wuchten. Seine Assistenten wollte er nicht ins Rotlichtmilieu bitten, und die Hure konnte ihm beim Umsteigen nicht helfen. Herr K. ist mutig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;420&quot; alt=&quot;strumpf&quot; width=&quot;150&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/strumpf.jpg&quot; /&gt;Obwohl er kein Einzelfall ist, ist er der einzige körperbehinderte Mann, der über seine Bordellbesuche per E-Mail reden will. Wenn auch nur anonym. Was Daten zur Person angeht, verrät er nur, dass er zwischen 20 und 30 Jahre alt und Österreicher ist und seit der Geburt an Muskelschwund leidet. Die Pubertät erlebte er wie eine Blue Box. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunschprojektionen, aber nichts dahinter. Es gab keine erotischen Kontakte zu Mädchen. Das Konkreteste war Händchenhalten in der Hauptschule. Herr K., der sich im Internet auf Seiten wie &lt;a href=&quot;http://www.wiend.at&quot;&gt;www.wiend.at&lt;/a&gt; umtut, wo sich Behinderte der Beantwortung der Frage, wie man vom Rest der Gesellschaft mit seiner Sexualität akzeptiert wird oder wie, wo und mit wem man den Koitus erleben kann, widmen, wünscht sich eine nicht behinderte Partnerin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war für ihn auch der auslösende Moment, vor zwei Jahren erstmals ins Bordell zu gehen: Ich wollte einfach wissen, wie ,es ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Behinderte im Bordell haben im alten Europa Tradition. Schon der französische Aristokrat und Maler Henri de Toulouse-Lautrec suchte und fand um die Jahrhundertwende Inspiration in den rot ausgeleuchteten Hinterzimmern im Pariser Künstlerviertel Montmartre. Mit seinen Werbeplakaten für das Moulin Rouge prägte Toulouse-Lautrec die Belle Epoque entscheidend mit. Toulouse-Lautrec war kleinwüchsig. Als Kind hatte er sich beide Beine gebrochen. Durch einen angeborenen Kalziummangel  seine Eltern waren Cousin und Cousine  verheilte der Bruch schlecht und beeinträchtigte sein weiteres Wachstum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien nahm sich ein halbes Jahrhundert später Helmut Qualtinger des Themas an. Sein im Jahr 1963 aufgenommenes Krüppellied geriet zu einer bösen Satire auf den Umgang der Landsleute mit behinderten Menschen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich mal trüber Laune bin, dann geh ich zu den Blinden, und lache mir den Buckel krumm, wenn sie die Tür nicht finden. Dann geh ich zu den Lahmen auch, wohl in ein dunkles Gangerl, schnall ihnen die Prothesen ab und spiel mit ihnen Fangerl. Krüppel ham so was Rührendes, Krüppel ham was Verführendes. Wenn ich so einen Krüppel seh, wird mir ums goldne Wienerherz soooo warm und weh. Ich sprach zu einem Mägdelein: ,Du hast nur einen Haxen! Mach dir nichts draus, sei trotzdem mein! Er wird dir doch nicht wachsen. Da bracht sich mir das Mägdlein dar, im weißen Bettgehege. Der abgehackte Haxen war mir durchaus nicht im Wege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr K. pflegt auch Kontakt zu Frauen, die keine Prostituierten sind. Aber Selbstzweifel und Unerfahrenheit halten ihn zurück, ihnen seine sexuellen Wünsche zu offenbaren. Es hat unter anderem deshalb nicht funktioniert, weil ich zu wenig Erfahrung im Umgang damit hatte und es mir vielleicht nicht zugetraut habe. Außerdem wusste ich manchmal nicht, ob es mir wirklich um diese Frau ging oder darum, einfach irgendeine Freundin zu bekommen. Den Hauptgrund für sein bisheriges Scheitern glaubt Herr K. erkannt zu haben: Einige Frauen sehen einen Rollstuhlfahrer und nicht den Mann im Rollstuhl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Lena, einer Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen in Linz, weiß man von einer hohen Besuchsfrequenz körperbehinderter Männer zu berichten. Lena-Mitarbeiterin Regina Bachmaier sagt: Die Frauen erzählen uns von Rollstuhlfahrern, die von ihren Betreuern in die Bordelle gebracht werden. An der Bundesstraße 1 zwischen Linz und Wels befindet sich im Nachtclub Royal ein barrierefreier Raum, der eigens für Männer mit Körperbehinderung eingerichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien erzählt Gina, eine 35-jährige Frau aus Osteuropa, bei einem Piccolo über ihre sieben Stammkunden im Rollstuhl. Sie arbeitet im Haus Jacqueline am Währinger Gürtel, einer alteingesessenen Institution der Rotlichtszene der Hauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;rollstuhlfahrer&quot; width=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/rollstuhlfahrer.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria hat zehn Jahre im Gewerbe hinter sich. In Bars in Oberösterreich und Deutschland bot die heute 47-Jährige ihren Körper für Geld an. Vor drei Jahren hatte sie genug. Eine neue Liebe und der Wunsch, zu heiraten, verleideten ihr den Job. In der Slowakei, ihrem Heimatland, hatte sie vor dem Sexgeschäft Sonder- und Heilpädagogik für Behinderte studiert und als Lehrerin mit behinderten Jugendlichen gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldsorgen trieben sie nach Linz und ins Gewerbe, wo Maria mit körperbehinderten Männern aufs Zimmer ging. Meinen ersten behinderten Gast werde ich nie vergessen, sagt sie. Es war ein Rollstuhlfahrer, querschnittgelähmt, etwas über 30 Jahre alt. Der Kellner und der Taxifahrer hoben ihn über die Eingangsschwelle. Ihr erster Gedanke, wenn Maria sich heute an die Begegnung zurückerinnert, war: Abstand. Ich wusste nicht, wie ich mit ihm in Kontakt kommen sollte. Das Eis brach, als der Gast im Rollstuhl eine Flasche Sekt für die Mädchen spendierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf folgte eine zweite. Trotzdem, erinnert sich Maria, wollte keines der Mädchen dem Gast Gesellschaft leisten. Schließlich war es Maria, die aufstand. Es folgte ein zweistündiges Gespräch. Maria war geschult, hatte professionelle Erfahrung im Umgang mit behinderten Menschen. Ich habe ihn nicht als Behinderten behandelt, sondern als ganz normalen Menschen wie andere auch. Nur eine Frage wollte Maria nicht über die Lippen: Ob er mit ihr ins Zimmer gehen will? Ich habe nicht gewusst, ob ihn das beleidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich fragte er. Mit Hilfe des Kellners, der ihn über die Treppen in den ersten Stock trug, landete Maria mit ihrem Gast im Bett. Dorthin konnte sich der Mann selbst aus dem Rollstuhl stemmen. Sie half beim Ausziehen. Aufgrund der Querschnittlähmung gab es keinen Geschlechtsverkehr. Es war schwierig. Zwar nicht zum Kotzen schwierig. Aber dafür braucht man Training und Übung. Trotzdem schien der Mann zufrieden gewesen zu sein. Sie verbrachten sechs Stunden am Zimmer. Nach jeder Stunde hat er um eine weitere verlängert. 14.000 Schilling zahlte der Gast am Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fehlende Erfahrung der Frauen im Umgang mit Behinderten beschäftigt auch Luzenir Caixeta, eine von vier Leiterinnen des Linzer Migrantinnenvereins Maiz. Caixeta, die auch Sexarbeiterinnen berät, hat die Auseinandersetzung mit Behinderung zum Arbeitsschwerpunkt für 2005 erklärt. 22 ihrer Klientinnen hat sie in einer persönlichen Befragung um ihre Erfahrungen dazu gebeten. Es ist keine wissenschaftliche Studie, aber es gibt offensichtlich eine große Zahl von Frauen, die mit körperbehinderten Männern als Gästen konfrontiert sind, sagt Caixeta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich gilt sexuelle Assistenz für behinderte Menschen bis heute als Tabu. Ansprechpartner in öffentlichen Stellen gibt es dafür nicht. Die ARGE Wohnplätze  Initiative Arbeit, eine Koordinationsstelle für Trägerorganisationen der Behindertenhilfe in Wien, schrieb fünf Beratungs- und Assistenzstellen sowie Trägerorganisationen in der Behindertenhilfe an, um Betroffene für ein Interview zu finden. Rückmeldungen: null. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;125&quot; alt=&quot;zitat&quot; width=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/zitat.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht überall so. In Dänemark gilt die gesetzliche Regelung, dass ein Betreuer mitverantwortlich ist für das Wohlbefinden seiner Klienten  wozu auch das sexuelle Wohlbefinden zählt. Dänische Behindertenassistenten helfen, Besuche bei Prostituierten zu organisieren und Kontakte zu knüpfen. Auch in den Niederlanden gibt es das Angebot von Sexualbegleitung, teilweise wird diese sogar von den Gemeinden oder Krankenkassen finanziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Anspruch auf das Copyright für den Begriff Sexualbegleitung erhebt die Niederländerin Nina de Vries. Die 44-Jährige leistet seit Jahren Pionierarbeit in der sexuellen Begleitung von behinderten Menschen, vor allem geistig behinderten Männern. Ihre sexuellen Dienstleistungen polarisieren. Sie wird angefeindet, aber auch geschätzt, und vor allem eines: dringend gebraucht. Im vergangenen November lud die Caritas Wien die Frau, die in Potsdam bei Berlin lebt, zu einem Vortrag nach Wien ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den mutmaßlichen Anstoß zur Einladung gab jene Misere, die die deutsche Heimpsychologin Christine Wittig von der Berliner &lt;a href=&quot;http://www.stephanus-stiftung.de&quot;&gt;Stephanus-Stiftung&lt;/a&gt; in einem Brief an de Vries so formulierte: Die Grenze, an die wir alle miteinander immer wieder stießen: Wie leiten wir Menschen an, die aufgrund ihrer Behinderung weder verbale Erklärungen noch Bildmaterial oder Filme verstehen? () Klar war für mich immer, dass sexuelle Bedürfnisse auch bei Menschen mit geistiger Behinderung von den Mitarbeiterinnen als menschliches Bedürfnis, wie Essen, Trinken, Schlafen usw., individuelle Berücksichtigung und Erfüllung finden müssen. In den vielen Jahren sind die Mitarbeiterinnen offener geworden, und auch Einrichtungsleitungen haben umgedacht. Aber vom ,Handanlegen durch WohngruppenmitarbeiterInnen ist aus unterschiedlichsten Gründen abzuraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist Ihre Arbeit als Sexualbegleiterin mit Ihrem Wissen und Ihrer Sensibilität für einige unserer BewohnerInnen genau das richtige Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nina de Vries bietet in ihren einstündigen Sitzungen zu 80 Euro Körperkontakt, Streicheln, Umarmungen und Hand-Masturbation an. Oralverkehr, Küssen, oder Geschlechtsverkehr schließt de Vries aus. Die esoterisch angehauchten Grundthesen ihrer Arbeit (Die Welt ist ein Spiegel. Der andere ist mir so nah, wie ich mir nah bin) gibt sie in Vorträgen, Workshops, Interviews und seit kurzem auch in Ausbildungen weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zürich hat Nina de Vries von Jänner bis Juni 2004 vier Männer und sechs Frauen zu SexualassistentInnen für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Über ihre Azubis sagt sie: Das mussten Leute mit einer gewissen Reife sein. Ich habe nur Leute genommen, die schon eine große Arbeit an sich gemacht hatten. Man darf sich nicht vorstellen, dass das völlige Anfänger waren. Die zehn Schweizer sind mittlerweile ausgebildet, haben erste praktische Erfahrungen hinter sich und freuen sich in ihrem Diskussionsforum &lt;a href=&quot;http://www.sexualassistenz.ch&quot;&gt;www.sexualassistenz.ch&lt;/a&gt; über Kommentare wie: Gestern hatte ich eine Sitzung mit Yannika. Ich bin ein MS-Patient, der, als die Diagnose feststand, von seiner Partnerin verlassen wurde. Danach glaubte ich, den Rest meines Lebens ohne körperliche Streicheleinheiten auskommen zu müssen. Aber Yannika hat mich eines Besseren belehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte Andrea Mielke von diesem Angebot gewusst, sie hätte sich viel Mühe, Zeit und Geld erspart. Auch körperbehinderte Frauen haben Lust auf Sex. Die Performancekünstlerin und Sexualberaterin Elisabeth Löffler, eine Spastikerin, erinnerte sich in einem Artikel für die Mitgliederzeitung des &lt;a href=&quot;http://www.bizeps.or.at&quot;&gt;Behindertenvereins Bizeps&lt;/a&gt; an ihre Pubertät so: Die Burschen wollen nur reden. Die Mädchen sehen in uns keine wirkliche Gefahr. Die Erwachsenen bemühen sich, dir zu versichern, dass es auf die inneren Werte ankommt. Scheiße, denkst du, ich will ficken!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, war Andrea Mielke auch bereit, zu bezahlen. Sie machte sich auf die Suche nach einem potenten, aufgeschlossenen und psychisch stabilen Callboy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mielke, die Wert darauf legt, nicht anonym zu bleiben, lebt in einer modernen Reihenhaussiedlung am Stadtrand  von Salzburg. Durch die penibel aufgeräumte Neubauwohnung weht der Geruch von zahllosen Räucherstäbchen, in den Bücherregalen stapeln sich Werke zu Feng-Shui und Esoterik, die sich allesamt mit Themen wie Trennung und Tod beschäftigen. Eingehüllt in einen schwarzen Schal und in eine feuerwehrrote Wolldecke, die sich mit der dunkelroten Couch schlägt, serviert sie grünen Tee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mielke wirkt frech, aufgeräumt, attraktiv. Die kurzen, blond gebleichten Haare mit der rosa Strähne und die großen, dunkelbraunen Augen verleihen ihr eine distinguierte Weiblichkeit. Die Zigarette und das Feuerzeug, die wie die Teetassen und die Raucherstäbchen von einer ihrer acht Assistentinnen vorbereitet wurden, nimmt sie wie selbstverständlich entgegen. Das Feuerzeug zum Zünden bringen kann sie nicht. Mielke ist schwer behindert und kann sich nicht alleine fortbewegen. Seit ihrer Geburt lebt sie mit einer fortschreitenden spinalen Muskelathropie, einer seltenen, vererbten Muskelneuronenerkrankung. &lt;br /&gt;
Als Kinder erhielten sie und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Heinz, der dieselbe Behinderung hatte, die ärztliche Diagnose, dass sie eine Lebenserwartung von maximal 18 bis 20 Jahren hätten. Heinz starb mit 14. Andrea Mielke ist heute 40.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sie von ihrem Vater, der ebenfalls Heinz hieß, erzählt, beginnt sie mit ihrem Yin-Yang-Ring am rechten Mittelfinger zu spielen. Er verließ die Familie ein paar Jahre nach Andreas Geburt, nicht ohne die Kinder mit dem Satz Unterm Hitler gäbe es euch sowieso nicht ins Leben zu stoßen. Ich habe damals noch nicht gewusst, wer der Hitler ist. Ich habe mir nur gedacht, dass muss ein arger Typ sein, erzählt die pensionierte Sozialarbeiterin. Auch die Mutter war keine große Hilfe. Ich habe nie von meiner Mutter einen BH bekommen. Meinen ersten BH habe ich mir selber kaufen müssen, als ich schon von zuhause ausgezogen und 18 Jahre alt war. Mielke wuchs in die Pubertät mit dem Credo ihrer Mutter: Der Mann, der dich als Frau sieht, muss erst geboren werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Sätze fielen im Bekannten- und Verwandtenkreis, aber auch bei Lehrern. Ich war sehr einsam und habe mich alleine auf den Weg gemacht. Mein Glück war, dass ich es den Erwachsenen nie geglaubt habe. Ich habe nie geglaubt, dass meine Behinderung der einzige Grund sein kann, warum Sexualität für mich nicht lebbar ist. Der Rollstuhl war mir als Argument zu wenig. Mielke setzte ihren Weg fort, erlebte ihren ersten Kuss beim Zeltlager der Roten Falken in Döbriach,  das erste Mal Sex hatte sie während ihrer ersten festen Beziehung mit 19. Nach den ersten Übungseinheiten in tatsächlicher Sexualität bin ich auch gleich schwanger geworden. Nicht gewollt. Aber das hat zack-bum eingeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz zuvor hatte sie bei ihrem ersten Besuch bei einem Frauenarzt erfahren, dass sie aufgrund ihrer Behinderung zu 99 Prozent unfruchtbar sei. Ihr damaliger Gynäkologe Christian Menzel, heute Primar in der Landesklinik für spezielle Gynäkologie in Salzburg, beschied ihr, Verhütung sei nicht nötig. Sieben Wochen später war ich in der siebenten Woche. Da hat er dann geschaut. Mutter wurde Mielke nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;350&quot; alt=&quot;Bild1&quot; width=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/Bild1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee, einen Callboy zu bestellen, kam ihr etwa zu derselben Zeit, als sie mit dem Fotografen Andreas Hauch an einer Fotoausstellung arbeitete, für die sie und sechs weitere körperbehinderte Frauen sich vor der Kamera in sinnlichen Posen präsentierten. Bei der Vernissage von Ein Hauch von Gefühl. Weiblich, behindert, sinnlich in der Rotunde der &lt;a href=&quot;http://www.salzburg-ag.at&quot;&gt;Salzburg AG &lt;/a&gt;Ende 2003 war auch die heutige &lt;a href=&quot;http://www.spoe.at&quot;&gt;SPÖ&lt;/a&gt;-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller zu Gast (der Katalog zur Ausstellung ist unter andrea.mielke@surfeu.at erhältlich). Aber Mielke wollte mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hieß nach eineinhalb Jahren ohne Beziehung und ohne Lust auf dumpfe One-Night-Stands: Sex mit einem Profi. Nach erfolglosen Recherchen in Zeitungen und zahllosen Telefonaten landeten schließlich acht Salzburger Callboys auf der dunkelroten Couch. Bevor sie zur Tat schritt, fragte sie die Männer aus. Ich habe mir gedacht, das sehe ich jetzt genauso wie ein Bewerbungsgespräch, wie wenn ich eine Assistentin einstellen würde. Es ist auch eine Dienstleistung, es geht halt nicht um Putzen, Kochen, Abwaschen und Assistieren beim Anziehen, sondern um Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst am siebten Bewerber fand sie Gefallen. Ein Termin wurde fixiert, eine Freundin half in die rote Unterwäsche und zündete Kerzen im Schlafzimmer an.  Plötzlich stand der Zweisamkeit aber ein unerwartetes Problem im Weg. Der angebliche Sexprofi konnte nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mielke erinnert sich: Das war ordentlich frustrierend. Was heißt das für mich, wenn nicht einmal der, der vorgibt, ein Profi zu sein, kann? Für zwei schlappe Stunden bezahlte sie trotzdem 300 Euro. Die Escort-Agentur, geführt von einem Paar, war bemüht, das rufschädigende Dilemma zu lösen, und bot den Chef, der sich Heinz nannte, als sexuelle Entschädigung an. Wieder gab es einen Anschauungstermin, Heinz Freundin, gleichzeitig Agenturchefin, servierte mir alle seine sexuellen Vorzüge auf dem Silbertablett. Mielke gefiel der Typ, sie sagte zu, zahlte für zwei Stunden ermäßigte 250 Euro, und siehe da: Der Mann war sein Geld wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endete die Geschichte nicht im Guten. Heinz fühlte sich nach dieser Nacht zu Mielke mehr hingezogen, als es in seinem Beruf erlaubt ist. Und schlüpfte noch zwei Mal privat unter ihre Bettdecke. Was Mielke interessant fand: Heinz erreichte nicht mehr die sexuellen Qualitäten vom ersten Mal. Dieser gute, professionelle Mann war bei den privaten Terminen in der Qualität des Sex anders. Das war nicht mehr das, was ich vom ersten Termin gewohnt war. Er war müde und ist zu schnell gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agenturchefin beendete das Techtelmechtel mit einem bösen Anruf. Heute kann Andrea Mielke über die Episode lachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sie überhaupt viel und gern lacht. Sie wählte nicht den schmerzhaften, zornigen Weg zu ihrem Körper wie andere in ihrer Situation. Ich habe meinen Körper nie verachtet oder als schlecht empfunden. Weil ich einfach so eine Grundliebe zu mir selber habe und so ein Grundannehmen meiner Person. Wenn ich mich im Bikini oder nackt im Spiegel betrachte, habe ich mir gegenüber ein wohlwollendes Gefühl.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;100&quot; alt=&quot;maus&quot; width=&quot;150&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/maus.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Frage an die Maus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie viele Behinderte gibt es in Österreich?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1997 wurde der Artikel 7 der österreichischen Bundesverfassung um folgende Passage ergänzt: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder, Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut den aktuellen Mikrozensus-Daten der Statistik Austria sind in Österreich 476.000 Menschen, rund 6,7 Prozent der Bevölkerung, in ihrer Bewegungsfreiheit beeinträchtigt. 24.000 Menschen sitzen in Österreich im Rollstuhl. Die Zahl der Personen mit Querschnittlähmung beträgt rund 4.000, 14.000 sind halbseitig gelähmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
456.000 Personen, rund 6,4 Prozent, sind hörbeeinträchtigt, Schwerhörigkeit an beiden Ohren ist die häufigste Form. 9.100 Personen sind an beiden Ohren taub. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.087.000 Österreicher (43,4 Prozent) sind von einer Sehbeeinträchtigung betroffen. Allerdings geben davon 86,9 Prozent an, dass diese Beeinträchtigung durch eine Brille, Kontaktlinsen oder operativ behoben werden konnte. 4.600 Menschen sind auf beiden Augen blind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben der &lt;a href=&quot;http://www.statistik.at&quot;&gt;Statistik Austria&lt;/a&gt; lebt jede fünfte körperlich beeinträchtigte Person allein. Frauen sind davon mit 27,2 Prozent stärker betroffen als Männer (11,6 Prozent). Der Hauptgrund liegt in der höheren Lebenserwartung von Frauen. Die Zahl der Menschen mit psychischer Behinderung schätzt Johannes Wancata von der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie am AKH auf rund 80.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Studie Zur Lebenssituation behinderter Menschen in Österreich von Christoph Badelt, Rektor der &lt;a href=&quot;http://www.wu-wien.ac.at&quot;&gt;Wirtschaftsuniversität Wien&lt;/a&gt;, und seinem Mitarbeiter August Österle wird dieser Zahl widersprochen. Die Wissenschaftler von der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftsuniversität rechnen mit 48.000 geistig behinderten Menschen in Österreich (0,6 Prozent der Bevölkerung).</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>republik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:44:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.datum.at/0305/stories/784192/">
    <title>Die Freiheit, die sie meint</title>
    <link>http://www.datum.at/0305/stories/784192/</link>
    <description>Sie hat wirklich abgeschlossen. Der Satz In die aktive Politik will ich mich nicht mehr einbringen geht ihr heute zu leicht über die Lippen für jemanden, den man irgendwo immer noch in Verdacht hatte, mit einer Rückkehr zu kokettieren. Ich habe einen langen Segeltörn vor mir, das hätte ich damals nie machen können. Persönliche Freiheit. Heide Schmidt lebt heute das aus, was sie den Österreichern nicht so recht verkaufen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mehr als bemerkenswert, wenn Wiener Taxler auf ihr Fahrgeld verzichten. Als Heide Schmidt noch Chefin des Liberalen Forums war, ist sie oft gratis gefahren. Vorausgesetzt, es saß ein Ausländer am Steuer. Das war ihr Dank für unseren Einsatz rund um die Rechte von Minderheiten, sagt sie. Vor fünf Jahren ist Schmidt mit ihrer Partei aus dem Parlament geflogen. Seitdem ist es ruhig um sie geworden. Da und dort hält sie Vorträge, nimmt an diesen und jenen Diskussionsrunden teil. Hauptberuflich leitet sie das Institut für eine offene Gesellschaft, eine Art liberalen Think-Tank. Sie wirkt zufrieden, den Mühlen der Tagespolitik kann sie nichts mehr abgewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Heide Schmidt&lt;br /&gt;
&quot; height=&quot;328&quot; alt=&quot;Heide Schmidt&lt;br /&gt;
&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/schmidt2.jpg&quot; /&gt;Der zentrale Punkt des Liberalismus ist die größtmögliche Freiheit des Individuums. Heide Schmidt hat sich ihre Freiheit immer gegönnt. Die Freiheit, anders zu denken, anders zu handeln, anders zu sein. Es ist das Jahr 1967. Josef Klaus und seine ÖVP regieren mit absoluter Mehrheit, Bruno Kreisky hat gerade die Führung der Sozialisten übernommen. Wer in Österreich etwas werden will, geht zu Rot oder Schwarz. Heide Schmidt geht zu Blau.&lt;br /&gt;
Eher zufällig gerät sie in den Ring Freiheitlicher Studenten (RFS). Es ist nicht die Politik, was sie reizt. Dort sind einfach Personen gewesen, für die ich Sympathie und Freundschaft empfunden habe. Eine dieser Personen war Friedhelm Frischenschlager. Sie hatte schon damals einen sehr pragmatischen Zugang zur Politik, sagt er. Manchmal redet sie mit, meistens hört sie zu. Unipolitik, gar eine Kandidatur interessiert Heide Schmidt nicht. Mir ging es um Diskussionen, um Gedankenaustausch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund um Frischenschlager und Norbert Steger entsteht 1970 der so genannte Atterseekreis. Heute würde man Attersee-Think-Tank dazu sagen. Das Ziel der jungen Mitglieder, die ihre Diskussionen bevorzugt  an den Ufern des Salzkammergutsees abhalten, lautet, die &lt;a href=&quot;http://www.fpoe.at&quot;&gt;FPÖ&lt;/a&gt; zu einer liberalen Partei westeuropäischen Zuschnitts zu machen. Alles andere als ein leichtes Unterfangen in einer Partei, die einst aus dem Verband der Unabhängigen, einem Sammelbecken für ehemalige Nazis, hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heide Schmidt redet mit, aber was die klassische Parteiarbeit angeht, hält sie sich zurück. 1971 holt sie sich ihren Doktor der Rechtswissenschaften. Steger, Frischenschlager und Co steigen indessen in der Partei auf. Schmidt geht einen anderen Weg.&lt;br /&gt;
1973 tritt sie zwar der FPÖ offiziell bei, bringt sich aber weiterhin nur wenig ein. Stattdessen heuert sie in der Legistikabteilung des Unterrichtsministeriums an und studiert nebenbei Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 landet sie als persönliche Assistentin im Büro des blauen Volksanwalts Gustav Zeilinger, wo sie zum ersten Mal mit den Funktionsweisen der Parteipolitik in Berührung kommt. Und mit dem Fernsehen. Ab 1979 tritt die Juristin regelmäßig in der populären Sendung Ein Fall für den Volksanwalt auf. Ihr Gerechtigkeitssinn und ihre argumentativen Qualitäten bringen Heide Schmidt ersten Respekt in der Öffentlichkeit. 1980 wird Norbert Steger FP-Parteichef und drei Jahre später Vizekanzler unter Fred Sinowatz. Frischenschlager wird Verteidigungsminister. Während die Attersee-Kollegen ihren Marsch durch die Institutionen vollendet haben, sitzt Heide Schmidt beim Volksanwalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem deutschnationalen Flügel glauben sich die blauen Liberalen arrangiert zu haben. Aber sie unterschätzen den harten Kern der Partei. Dem Versuch, die FPÖ in eine liberale Partei zu verwandeln, wird 1986 ein jähes Ende gesetzt. Am Innsbrucker Parteitag wird Steger von Jörg Haider als Parteiobmann abgelöst. Die rot-blaue Koalition ist Geschichte, der liberale Flügel in der FPÖ auch. Heide Schmidt will das nicht glauben. Sie denkt anders, und sie handelt anders. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Haider beginnt ihr Aufstieg in die Spitzenpolitik. 1988, nach einem Jahr im Bundesrat, macht er die damals 40-Jährige zur FP-Generalsekretärin. Wir hatten ein Agreement. Er sagte: Du willst doch immer was für die Liberalen tun, also tu was, erzählt Schmidt. Ich glaube immer noch, dass das ein ernsthaftes Angebot war. Nach dem Motto: Gangats oder gangats net?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im persönlichen Gespräch wechselt die ansonsten stets bedächtige Schmidt schon mal in Mundart. Wenn sie heute ihre Geschichte erzählt, wirkt sie selbst verwundert: Rückblickend muss ich sagen, eigentlich hat mein Weltbild nie in diese FPÖ gepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Medien gilt Schmidt ab der ersten Stunde in ihrem neuen Job als das liberale Feigenblatt der Freiheitlichen. Es stört sie nicht. Sie setzt dort an, wo ihre ehemaligen Mitstreiter aufgegeben hatten. Sie lässt sich auf Jörg Haider ein. Auch als der seinen Sager von der ordentlichen Beschäftigungspolitik im Dritten Reich tut und die angeblich drohende Gefahr einer Ausländerflut beschwört. Noch überstrahlen die Erfolge der Partei jedes schlechte Gewissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt klettert die Karriereleiter hinauf. 1990 kürt Haider sie zu seiner Stellvertreterin, im Nationalrat wird sie dritte Präsidentin. Es war eine Zwei-Firmen-Theorie, die wir gelebt haben, sagt Schmidt, die Liberale, über Haider, den rechten Mentor. Aus seiner Sicht aber bewusster als aus meiner. Als stellvertretende Chefin einer immer mehr nach rechts driftenden Partei lebt Schmidt täglich im Widerspruch. Natürlich kann man sagen, mein Ausstieg hätte viel früher kommen müssen. Aber das ist ein Weg, den jeder für sich selbst gehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen eigenen Weg gehen  das hat Heide Schmidt schon als Mädchen gelernt. Sie und ihre ältere Schwester wuchsen als Kinder einer allein erziehenden Mutter im Wien der Fünfziger auf. Sie hat mir ein sehr selbstbewusstes Frauenbild vermittelt  durch das Leben und nicht durch irgendwelche Begrifflichkeiten, sagt Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite führte die Mutter ein strenges Regiment: Noch als Halbwüchsige musste ich um halb neun daheim sein. Wir hatten ständig Auseinandersetzungen. Ihre Bereitschaft, die Meinung des Gegenübers zu respektieren, führt Schmidt heute auf diesen ständigen Konflikt zurück, mit dem sie als Mädchen leben musste: Der hat sich auch in der FPÖ fortgesetzt. 1992 nominiert die FPÖ Schmidt zur Präsidentschaftskandidatin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Wahlkampfs demontiert Haider den ebenfalls als liberal geltenden Klubobmann Norbert Gugerbauer. Schmidt schluckt kurz, macht aber weiter. Dann murmelt Parteikollege Andreas Mölzer, heute Herausgeber der stramm rechten Wochenschrift Zur Zeit und bei der aktuellen Parteispitze in Ungnade gefallener EU-Parlamentsabgeordneter, vor dem Freiheitlichen Akademikerverband etwas von Umvolkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Heide Schmidt&quot; height=&quot;310&quot; alt=&quot;Heide Schmidt&quot; width=&quot;220&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0305/static/0305datum/images/SCHMIDT.jpg&quot; /&gt;Die Präsidentschaftskandidatin protestiert öffentlich. Jörg Haider entzieht ihr die Unterstützung. Trotzdem gelingt Schmidt mit mehr als 16 Prozent ein beachtlicher Wahlerfolg. Es wurde immer enger für mich in der FPÖ, sagt sie. Im November 1992 kündigt Haider sein so genanntes Ausländervolksbegehren an. Österreich zuerst, ist in großen rot-weiß-roten Lettern im ganzen Land zu lesen. Schmidts Ideen für die Partei dreht das Volksbegehren endgültig die Luft ab. Im Bundesvorstand stimmt sie dagegen  als Einzige. Der Bruch mit Jörg Haider ist vollzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Februar 1993 um 10 Uhr 26 meldet die Austria Presse Agentur: Schmidt aus FPÖ ausgetreten, weitere vier Abgeordnete folgen. Exakt drei Stunden später antwortet Haider: Ich fordere die FP-Dissidenten auf, dass sie die moralische Größe haben, ihre Mandate zurückzulegen. Die Auslegung von moralischer Größe liegt zu diesem Zeitpunkt im Auge des Betrachters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heide Schmidt, Friedhelm Frischenschlager, Klara Motter, Thomas Barmüller und Hans Helmut Moser befolgen Haiders Forderung nicht. Die fünf Abgeordneten formieren sich zu einem eigenen Parlamentsklub. Sie gründen eine Partei, die sie &lt;a href=&quot;http://www.liberale.at&quot;&gt;Liberales Forum (LIF)&lt;/a&gt; nennen. Walter Maischberger, Schmidts Nachfolger als Generalsekretär, übt sich in der Presse in Zynismus: Wenn ich mich noch so anstrenge, ich kann angesichts der fünf Parteiaustritte nur noch lächeln. Erstmals in der Zweiten Republik sitzen fünf Parteien im österreichischen Nationalrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt das, was Schmidt heute meine politisch befriedigendste Zeit nennt: Die Arbeit am liberalen Programm gab mir endlich die Möglichkeit, alles konsequent durchzudenken. Ihre neue Rolle als Parteichefin behagt ihr weniger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generalsekretärin hin, Präsidentschaftskandidatin her  jetzt steht sie wirklich an vorderster Front, muss die Nähe zum Volk suchen, sich in die Menge mischen. Dabei hat sich Heide Schmidt nie als klassische Politikerin gesehen. Politiker passen in der Regel ihr Verhalten und ihre Wortwahl an gegebene Situationen an. Im Fernsehen reden sie anders als im Bierzelt oder im persönlichen Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt machte in der Wahl ihrer Rhetorik nie einen Unterschied, egal, ob sie am Marktplatz von St. Pölten stand oder im Großen Festsaal der Wiener Universität. Diese Art von Öffentlichkeitsarbeit habe ich nie gern gemacht, aber es gehört zum Rüstzeug dazu, sagt sie. Es war keine Überwindung, aber auch kein Baden in der Menge. Im Fernsehen erscheint so etwas leicht einmal als abgehoben. Und Abgehobenheit schätzen die Österreicher gar nicht. Das LIF war eine Top-down-Parteigründung, sagt der Klagenfurter Politologe Peter Filzmaier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst kamen die Mandate, dann Basis und Strukturen. In der Öffentlichkeit werden Heide Schmidt und ihre Partei in erster Linie mit ihren für österreichische Verhältnisse radikalen Positionen wahrgenommen: Homo-Ehe, Ausländerrechte und Kruzifix-Streit bescheren den Liberalen Schlagzeilen. Aber die Fixierung auf Randthemen birgt den Kern der Niederlage in sich. Es gab nie ein Alleinstellungsmerkmal für das LIF. Wenn ich wegen der Homo-Ehe eine Wahlentscheidung treffe, kann ich die Grünen genauso wählen, sagt Filzmaier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Heide Schmidt als Parteiobfrau polarisiert hat, sei aber kein Nachteil gewesen: Das hat eher genutzt. Drei Monate nach der Gründung schaffen es die Liberalen in den niederösterreichischen Landtag. Bei der Nationalratswahl 1995 verliert das LIF ein Mandat, kann aber die Grünen überholen. Heide Schmidt wird Vizepräsidentin der Liberalen Internationale. Doch neben der Frontfrau haben es die Parteikollegen nicht einfach. Nur der Industrielle Hans Peter Haselsteiner und Volker Kier, der auch schon im Atterseekreis mit dabei war, schaffen es, ein wenig aus dem Schatten der Chefin zu treten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich wird Schmidt ein autoritärer Führungsstil vorgeworfen. In inhaltlichen Fragen hat sie sich nur schwer umstimmen lassen, das ging bis zur Fixiertheit. Gleichzeitig wäre oft sogar eine stärkere Hand notwendig gewesen sagt Friedhelm Frischenschlager, einst zweiter Mann in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine richtige Partei mit breiter Basis und gewachsenen Strukturen ist aus dem Liberalen Forum nie geworden. Nach Erfolgen in Wien und bei den EU-Wahlen 1996 fliegt Schmidts Partei 1999 aus dem Parlament. Ausgerechnet. Schwarz-Blau hätte einer liberalen Partei ganz neue Möglichkeiten eröffnet, sagt Schmidt. Sie fasst die Wahlschlappe sehr stark als persönliches Scheitern auf. Obwohl ich mir heute nicht mehr so sicher bin, ob mein Rücktritt strategisch das Richtige war. Ihre Partei, heute geführt von dem Wiener Alexander Zach, der sich immer noch alle paar Monate mit Schmidt zum Gedankenaustausch trifft, hat angekündigt, bei den kommenden Wiener Gemeinderatswahlen wieder anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wird Heide Schmidt von ihrem Segeltörn wieder zurück sein. Und ihre Stimme abgeben für die Partei, die den Österreichern jene Freiheit bringen will, die sie bis heute nicht vermissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher in der Reihe &quot;Österreichische Wege&quot; erschienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Lang&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0906/stories/2756865/&quot;&gt;Der lange Atem&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Fiala&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0806/stories/2601949/&quot;&gt;Der Missionar&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Langthaler&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6706/stories/2272628/&quot;&gt;Freier Radikaler&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Brezina&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0406/stories/1907909/&quot;&gt;Kinderarbeiter&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig Scharinger&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0306/stories/1790405/&quot;&gt;Bauernkönig&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus Rogan&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0206/stories/1639888/&quot;&gt;Schwimmstar&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elke Krystufek&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0106/stories/1476542/&quot;&gt;Freikörperkünstlerin&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Zellhofer&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196857/&quot;&gt;Lichtgestalt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz Prenner&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1112723/&quot;&gt;Der Fernsehbauer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Mahr&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1007315/&quot;&gt;Die Nummer zwei&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Rosam&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/777586/&quot;&gt;Der Wolfgang, der nicht schweigt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Polster&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/782979/&quot;&gt;Polstergeist&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joe Kalina&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/782932/&quot;&gt;Der Verkäufer Joe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Sporschill&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/805718/&quot;&gt;Menschenfischer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Margit Schmidt&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/940395&quot;&gt;Die Denkmalpflegerin&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>republik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-22T08:40:00Z</dc:date>
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