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Hajek bloggt: Die Causa Zilk

Österreich ist in heller Aufruhr. War Helmut Zilk wirklich ein Spion? Wohl eher hat er den Geheimdienst an der Nase herumgeführt.

FOTO: GIANMARIA GAVA

Hajek
Österreich hat wieder einmal ein Thema, über das man trefflichst streiten kann. Nämlich darüber, ob ein verstorbener Bürgermeister Spionagedienste für den Geheimdienst der ehemaligen CSSR getätigt hat. Als ob es derzeit keine anderen Probleme gäbe.

Aber gut, betrachten wir die Sache mal näher. In der Diskussion gibt es zwei Fraktionen. Jene, die fassungslos ob der denkbaren Möglichkeit sind, und jene, die das Ganze als Verleumdung abtun.

Wahrscheinlich war es aber eine schöne, österreichische Operette. Helmut Zilk wird wohl Kontakte gehabt und Geld genommen haben. Zumindest deuten die Unterlage, die dem Magazin profil vorliegen, darauf hin.

Und wahrscheinlich war er überzeugt, dass er ob seiner Persönlichkeit den Reformprozess in der CSSR unterstützen kann. Das würde zu Helmut Zilk durchaus passen.

Aber vielleicht hat er den Geheimdienst auch nur an der Nase herumgeführt und Geld kassiert für Nullmeldungen.

Und diese Eulenspiegelei würde allemal zu Helmut Zilk passen.



Peter Hajek ist Geschäftsführer der Peter Hajek Public Opinion Strategies und schreibt exklusiv auf www.datum.at jeden Dienstag und Donnerstag Kommentare zum innenpolitischen Geschehen.

Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie hier.



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