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    <title>Datum 04/05 Seiten der Zeit</title>
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    <dc:publisher>kender</dc:publisher>
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    <title>Im Inneren des Schweinsbratens</title>
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    <description>Die überraschung geht über in leichte Enttäuschung beim Studium der Speisekarte von Martín Berasateguis Restaurant bei San Sebastián. Der Gourmet erwartet fürwahr Erregenderes als Melone mit Schinken. Oder Salat mit allem Möglichen, dazu Kräuter der Saison, und das nicht als Beiwerk, sondern als einen von zehn Gängen eines Degustationsmenüs. Doch weit gefehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;martín berasateguis&quot; height=&quot;275&quot; alt=&quot;martín berasateguis&quot; width=&quot;440&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/mart-n-berasateguis.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötzlich entpuppt sich Melone mit Schinken als der feinste Iberico unter der Sonne, umgeben von einem zartgrünen Gelee, in das einzelne rosa und grasgrüne Melonenwürfelchen eingelegt sind. Die Bestandteile des Salats  einer wilden Mischung aus Blüten, Blättrigem, Kräutern und Meeresgetier  sind auf einem viereckigen Teller in weißem Aspik aufgeklebt, das sich mit jeder Schiebebewegung der Gabel mehr verflüssigt. Und so zur Vinaigrette wird, die einem noch viele Monde später Freudentränen in die Augen treibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem, was einen Wiener Gabelbissen zusammenhält, haben die gelierten Kunstwerke von Berasategui maximal die Durchsichtigkeit gemeinsam. Ein höchst gekonntes Spiel mit Konsistenzen und Aromen, damit nicht nur Geschmacksknospen, sondern auch der Tastsinn beschäftigt ist. Genau der Kick, den man sich in einem Restaurant dieser Klasse erwarten darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Kochkunst beschränkt sich heute längst nicht mehr nur auf das fantasievolle Kombinieren verschiedener Zutaten, den gekonnten Umgang mit Fonds oder die À-point-Zubereitung eines gut abgehangenen Stücks eines Tiers mit glücklicher Kindheit. Das neue Zauberwort heißt molekulare Gastronomie. Das Ausloten der Grenzen des Möglichen passiert in laborgleichen Küchen, in denen Köche und Wissenschaftler gleichermaßen am Werken sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Ziel ist, die Verarbeitungsmöglichkeiten von Lebensmitteln auszuloten und den chemischen und physikalischen Abläufen rund um Schmecken, Riechen, Kochen und Erhitzen in Körper und Kochtopf die letzten Geheimnisse zu entlocken. Molekulare Gastronomie versucht im Experiment zu ergründen, weshalb es manchmal leichter, manchmal schwieriger ist, dass zwei Dinge eine Verbindung eingehen  Stichwort: Emulsion. Wie wirkt sich die Art der Herstellung auf Konsistenz und Geschmack einzelner Komponenten aus? Gibt es neue Kochtechnologien, die verbesserten Geschmack hervorbringen? Wie interpretiert unser Hirn die Signale unserer Sinne und setzt sie in Aromen um? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heston Blumenthal ist 38 Jahre alt und einer jener Spitzenköche, die sich sowohl auf praktischer wie auf wissenschaftlicher Ebene mit Kochphysik befassen. In seinem Restaurant The Fat Duck im rund 35 Kilometer westlich von London gelegenen Bray-on-Thames, das er vor zehn Jahren eröffnet hat, hat er sich mittlerweile die höchsten Weihen erkocht  darunter drei Michelin-Sterne im Jahr 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenthal ist, eher ungewöhnlich für einen britischen Chefkoch, Autodidakt. Er sieht aus wie Wayne Rooneys älterer Bruder und kann sich ausdauernd mit der Frage befassen, weshalb Erbsen beim Kochen grün bleiben. Blumenthal entwickelt hemmungslos Kombinationen, an die Otto Normalesser nicht einmal im Traum denken würde; und er verändert deren Konsistenz: Schneckenbrei, Sardinen auf Toast als Sorbet oder Eiscreme aus Ei und Speck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast einfallslos mutet es an, wenn er Rosmarin und Vanille in einer Velouté aus Bohnen als Beilage zu pochiertem Fisch reicht. Oder Kaviar mit weißer Schokolade. Blumenthal gart vakuumverpackte Steaks bei 60 Grad, um ihnen dann mit dem Bunsenbrenner eine attraktive Kruste zu verpassen, weil er scharfes Anbraten grundsätzlich ablehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;heston blumenthal (rechts)&quot; height=&quot;275&quot; alt=&quot;heston blumenthal (rechts)&quot; width=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/blumenthal.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird im Normalfall eine so genannte Maillard-Reaktion ausgelöst, die den charakteristischen Fleischgeschmack hervorbringt. Ein Schaum aus grünem Tee, Wodka und Zitrone wird bei minus 196 Grad in flüssigen Stickstoff getaucht; das Äußere der Kugel erhärtet, das Innere bleibt flüssig. Beim Reinbeißen wird einem so ein köstlicher Knalleffekt beschert. Und er serviert Eis bei 80 Grad  plus, wohlgemerkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist kein Wunder, dass sich Blumenthal mit solchen Kreationen nicht nur Freunde macht. Der deutsche Gourmetpapst Wolfram Siebeck zeigt wenig Verständnis für das experimentelle Kochen. Einen wie Blumenthal nennt Siebeck in der Zeit schon mal einen Wüstling, der sich mit Sonntagsbraten wie Doktor Frankenstein mit Boris Karloff befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günther Maier, Küchenchef im Wiener Restaurant Bauer, hat 2001 drei Monate bei Blumenthal eine Art Praktikum absolviert. Eine Arbeit, die ihm eine neue Perspektive eröffnete, wie er heute sagt: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, gewisse Dinge zusammenzusetzen. Die Speisen bei Blumenthal seien unglaublich zeitaufwändig, sagt Maier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alleine das Garen bei niedrigsten Temperaturen von 40, 50 Grad dauert von Grund auf länger, manchmal bis zu fünfzig Stunden. Man braucht auch mehr Personal, um die Dinge zu kontrollieren. Und dennoch ist das Risiko hoch, als Ergebnis verdorbenes Fleisch zu bekommen. Im klassischen Restaurantbetrieb, in dem Zeit und Wareneinsatz wichtige Faktoren sind, ist das beinahe unmöglich umzusetzen. Trotzdem: Ich habe schon einige Dinge aus England mitgenommen, sagt Maier. Wie etwa das Garen bei niedrigen Temperaturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen der ersten Entwicklungsschritte in der wissenschaftlichen Disziplin der molekularen Gastronomie setzte Harold McGee, Literaturprofessor an der Universität Yale, vor etwas mehr als zwanzig Jahren. In wissenschaftlichen Zeitschriften fand er regelmäßig Gefallen an der Beantwortung von Fragen à la: Warum werden Eier hart, wenn man sie kocht? Welche Bohnen haben welche Auswirkungen auf die Eingeweide, und wie wirkt man diesen entgegen? Fragen, die er mit den Erkenntnissen der Physik und der Chemie beantwortete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schlüsse fasste er in einem Werk über Alltagsphysik zusammen: Food &amp; Cooking: The Science and Lore of the Kitchen, das 1984 veröffentlicht wurde und bis heute als Standardwerk der molekularen Gastronomie gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicholas Kurti, einer der Väter der molekularen Gastronomie in Europa, befasste sich als Wissenschaftler speziell mit Niedrigtemperaturphysik. In späteren Jahren legte er seine Erkenntnisse auf das Kochen um. 1992 initiierte er den International Workshop on Molecular and Physical Gastronomy in Erice, einem sizilianischen Dorf. Seitdem kommen dort alle zwei Jahre Spitzenköche, Chemiker, Nano- und Molekularphysiker zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Teilnehmern geht es weniger um geheime Rezepturen oder um ausgeklügelte Techniken. Sondern darum, physikalische und chemische Vorgänge rund um die Zubereitung von Speisen zu erhellen  und im Idealfall Erkenntnisse für das eigene Schaffen daraus zu ziehen. Immer das Ziel vor Augen, die Speisen zu perfektionieren und die Grenzen von Konsistenz und Geschmack auszudehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blumenthal ist ein eifriger Teilnehmer an den Treffen in Erice, ebenso Peter Barham, Molekularphysiker an der Universität Bristol, der eng mit ihm zusammenarbeitet. Barham befasst sich nicht nur mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen im Bereich der Lebensmittelwissenschaft. Seine Homepage weist ihn auch als Pinguinforscher und als Kolumnist des britischen Guardian aus. Vor vier Jahren veröffentlichte er das Buch The Science of Cooking, das auch auf Deutsch (Die letzten Geheimnisse der Kochkunst, Springer Verlag 2003) erschienen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;318&quot; alt=&quot;koeche&quot; width=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/koeche.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Kreis der Kulinarikforscher gehört auch Hervé This, Autor mehrfach übersetzter Bestseller zum Thema Kochphysik. Ihm wurden am Institut für agronomische Studien des Pariser Collège de France gar ein Forschungslabor und ein wissenschaftlicher Lehrstuhl zum Thema eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor zwei Jahren startete die EU das Projekt Inicon, in dessen Rahmen Partner aus vier Ländern an der Einführung innovativer Technologien in die moderne Gastronomie zur Modernisierung des Kochens arbeiten. Budget: 1,1 Millionen Euro, 500.000 davon aus EU-Töpfen. Das Ziel lautet, von den negativen Auswirkungen der modernen Lebensmittelproduktion wegzukommen und ein besseres Verständnis von Zutaten und Kochtechniken zu erhalten  nicht zuletzt, um die Entwicklung von Technologien, die in der Gastronomie und in der Food-Industrie praktisch einsetzbar sind, voranzutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Ferran Adrià, jener Chefkoch, der die Dekonstruktion von Speisen zur Perfektion gebracht hat, ist Partner bei Inicon. Von der französischen Tageszeitung Le Monde wurde der 42-Jährige Ende letztes Jahres zum besten Koch der Welt ausgerufen. Das US-Fachmagazin Winespectator würdigte ihn im Dezember letzten Jahres mit einer Coverstory. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Zeit lang verwandelte Adrià Lebensmittel vorzugsweise in Schäume. Er würzte mit Holzkohle oder quetschte Mandeln, bis sie Saft ließen, aus dem er dann Sorbet machte, das er wiederum mit Knoblauchöl veredelte. Er stellte Algenkrokant aus Nori, den grünen japanischen Algenplatten, her. Die sommerliche Hälfte des Jahres über kocht er im Restaurant El Bulli in Rosas, etwa 90 Kilometer nördlich von Barcelona. Ein elitäres Unternehmen: Plätze dort sind erst 2006 wieder zu haben. Den Rest des Jahres über experimentiert er in seinem Labor in der katalanischen Hauptstadt mit Lebensmitteln, deren Konsistenz und deren Bearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Physik der weichen Materie, zu der auch die Lebensmittel gehören, hat erst in letzter Zeit ihren Stellenwert gefunden, sagt Thoma Vilgis, Physiker am Max-Planck-Institut für Polymerforschung der Universität Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung von Lebensmitteln stehe erst am Anfang. Weil das ein greifbares Thema ist, ist es auch modern geworden, sich mit diesem Bereich populärwissenschaftlich zu befassen, sagt Vilgis, der im Nebenberuf für Gourmetmagazine schreibt, die Namen tragen wie Häuptling eigener Herd.&lt;br /&gt;
In der molekularen Gastronomie greift die Universalität der Physik. Biophysik, physikalische Chemie und Nahrungsmittelchemie fließen dabei ineinander. Lebensmittel, etwa gekochte Nudeln, dienen als Testobjekte für die Erforschung des Bruchverhaltens in der Physik. Die Erforschung der Oberflächenstrukturen und Verbindungen unterschiedlicher Grundstoffe, die dann zu Emulsionen werden, gehört wiederum zur Nanophysik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnisse über Geschmack, schön und gut. Aber ist es wirklich ein Bringer, Eiscreme zu essen, die nach Eiern mit Speck schmeckt? Es geht darum, zu verstehen, wie Dinge funktionieren, um diese Prozesse dann in welcher Form und in welchem Ausmaß auch immer in der Industrie anwenden zu können, sagt Vilgis. Ketchup etwa muss ganz bestimmte Eigenschaften haben, um von den Konsumenten als solches wahrgenommen zu werden. In den Labors wird dazu ein mit bestimmter Geschwindigkeit rotierender Stab in die Tomatenmasse hineingehalten. Je nachdem, wie hoch die Masse kriecht, zeigt sich, ob es die ideale Konsistenz hat oder nicht. Vilgis: Wenn das Ketchup nicht ideal mit den Pommes aus der Tüte herausgeholt werden kann, lehnen es die Kunden ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wichtigen Einsatzbereich bildet auch die Küchentechnologie. Die extrem langsame Niedriggarmethode  etwa das Garen von Fleisch bei 70, 80 Grad  erfreut sich auch unter Hobbyköchen großer Beliebtheit und stellt quasi die zahme Variante von Blumenthals extremistischen Ansätzen dar. Sie verlangt, dass die Temperatur eines Herdes genau eingestellt und auch gehalten werden kann, was bei älteren Modellen oft nicht funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu komme auch, sagt Vilgis, dass das Interesse an Wissenschaft in letzter Zeit generell zugenommen hat. Die Wissenschaft verwende Steuergelder, weshalb sie eine Bringschuld habe: Kochphysik ist ein nachvollziehbares Beispiel, das für viele Leute greifbar ist und einen guten Link zwischen Alltag und Wissenschaft darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute ist es nicht gelungen, alle Vorgänge der Maillard-Reaktion lückenlos aufzuklären. Diese sind beispielsweise dafür verantwortlich, dass ein Schweinsbraten mit knackiger Kruste aus dem Rohr kommt. Der charakteristische Geschmack gebratenen Fleisches entsteht, wenn Aminosäuren mit Zucker reagieren. Dass man noch immer nicht hundertprozentig genau weiß, was sich da tut, liegt daran, dass es zahllose Aminosäuren und verschiedene Zucker gibt, die miteinander in Aktion treten können. Ob sie das tun, hängt wiederum vom Umfeld ab, von der vorhandenen Säure, der Temperatur, die mindestens 140 Grad betragen muss, um eine vernünftige Reaktion zu erzielen, et cetera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für jemanden, der einen perfekten Braten, ein ideales Steak oder Schnitzel auf den Teller zaubern möchte, ist es also nicht abwegig, sich dafür zu interessieren, bei welchen Temperaturen man Chancen auf ein optimales Ergebnis hat. Ironie der Geschichte: Der Namensgeber dieser Reaktion, Louis Camille Maillard (18781936), hatte mit Lebensmitteln nie viel am Hut. Er war Physiker und befasste sich mit der Biochemie der lebenden Zelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterführende Links zum Thema:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.curiouscook.com&quot;&gt;www.curiouscook.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.martinberasategui.com&quot;&gt;www.martinberasategui.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.inicon.net&quot;&gt;www.inicon.net&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.haeuptling-eigener-herd.de&quot;&gt;www.haeuptling-eigener-herd.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>lebensarten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-31T11:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/940256/">
    <title>AUTOREN</title>
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    <description>&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Blumenau.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;martin blumenau&quot; height=&quot;91&quot; alt=&quot;martin blumenau&quot; width=&quot;100&quot; align=&quot;left&quot; onclick=&quot;javascript:openPopup(&apos;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Blumenau.jpg&apos;,220,200);return false;&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Blumenau_small.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;MARTIN BLUMENAU&lt;/b&gt; ist Radiomoderator bei &lt;a href=&quot;http://fm4.orf.at&quot;&gt;FM4&lt;/a&gt; und füllt diesmal die Rubrik Was ich lese, die normalerweise &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783162&quot;&gt;Was ich lese und was nicht&lt;/a&gt; heißt. Das Problem: Trotz langen In-sich-Gehens kam Blumenau auf nichts, was er nicht liest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;CHRISTIAN HACKL&lt;/b&gt; ist Sportredakteur beim Standard. Für die Porträtreihe &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/782979&quot;&gt;Österreichische Wege&lt;/a&gt; kehrte Hackl, der in den Achtzigern mit sensiblen Porträts bekannter Athleten im Sportmagazin Furore machte, zu seinen Ursprüngen zurück: Er erklärt uns das Phänomen Toni Polster. Privat spielt Hackl übrigens lieber Tennis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Alf-Poier.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;alf poier&quot; height=&quot;91&quot; alt=&quot;alf poier&quot; width=&quot;100&quot; align=&quot;left&quot; onclick=&quot;javascript:openPopup(&apos;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Alf-Poier.jpg&apos;,220,200);return false;&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Alf-Poier_small.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;ALF POIER&lt;/b&gt; ist Kabarettist, Sänger (zuletzt: Lustige Lieder der Traurigkeit und Not, Renè Berto Musikverlag) und Buchautor (Mein Krampf  Ein geistiges Sterbebuch, Genie&amp;Wahnsinn Verlag). In seinem Kommentar in der Rubrik &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783107&quot;&gt;DATUM Lebensarten&lt;/a&gt; bekennt der Judenburger, so gut wie keine Ahnung vom US-amerikanischen Humor zu haben  dafür weiß er aber genau, was ihm am zeitgenössischen Frauenkabarett nicht gefällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ANGUS ROBERTSON&lt;/b&gt; lebt und arbeitet in London. Zuvor war er in Wien als Zentraleuropakorrespondent unter anderem für den Independent und die BBC journalistisch tätig. In der Rubrik &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783122&quot;&gt;DATUM Globus&lt;/a&gt; erklärt er uns die Hintergründe der britischen Parlamentswahlen, die am 5. dieses Monats stattgefunden haben. Gänzlich unvoreingenommen ist seine Analyse freilich nicht geraten: Seit vier Jahren vertritt Robertson als Abgeordneter der Scottish National Party (SNP) den Wahlkreis Moray im britischen Unterhaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/LuziaSchrampf.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;luzia schrampf&quot; height=&quot;91&quot; alt=&quot;luzia schrampf&quot; width=&quot;100&quot; align=&quot;left&quot; onclick=&quot;javascript:openPopup(&apos;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/LuziaSchrampf.jpg&apos;,235,215);return false;&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/LuziaSchrampf_small.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;LUZIA SCHRAMPF&lt;/b&gt; ist freie Journalistin und Weinakademikerin und schreibt beim Standard schwerpunktmäßig über Wein und Artverwandtes. Für die Wunder der Kochphysik (siehe ihre &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/940606&quot;&gt;Geschichte&lt;/a&gt;) begann sie sich zu interessieren, als ihr jemand nach dem elften zerfließenden Mousse au chocolat erklärte, dass man Schokolade nicht glühend heiß mit Eischnee in Berührung bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;GERHARD STÖGER&lt;/b&gt; ist Popjournalist bei der Wiener Stadtzeitung Falter und DATUM-Musikkolumnist der ersten Stunde. Für diese Ausgabe steuert er auch ein &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783055&quot;&gt;Interview&lt;/a&gt; mit dem derzeit ungewöhnlichsten Act der heimischen Popszene bei: dem Slow Club, der aus Hansi Lang, Thomas Rabitsch und Wolfgang Schlögl (I-Wolf) besteht und ein wunderbares Beispiel dafür gibt, was bei Genreüberschreitungen alles herauskommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/christian_ortner.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;christian ortner&quot; height=&quot;100&quot; alt=&quot;christian ortner&quot; width=&quot;91&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/christian_ortner_small.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;CHRISTIAN ORTNER&lt;/b&gt; schreibt unter anderem Kommentare für die Presse. Im diesmaligen &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783127&quot;&gt;DATUM Republik&lt;/a&gt; nimmt sich der ehemalige Herausgeber der österreichischen Wirtschaftswoche und des ehemaligen Nachrichtenmagazins Format der heutigen Bedeutung des NS-Verbotsgesetzes an, das am 8. Mai 1945 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ALEXANDER LIPA&lt;/b&gt; ist Dozent an der Medizinischen Universität Wien und Universitätslektor für Pastoraltheologie und Bioethik. In der Rubrik &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783098&quot;&gt;DATUM Wissenswelten&lt;/a&gt; weiht uns der Facharzt für medizinisch-chemische Labordiagnostik in die Funktionsweise des berühmtesten Medikaments der Welt ein: Aspirin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/michael_Freund.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;michael freund&quot; height=&quot;100&quot; alt=&quot;michael freund&quot; width=&quot;95&quot; align=&quot;left&quot; onclick=&quot;javascript:openPopup(&apos;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/michael_Freund.jpg&apos;,210,220);return false;&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/michael_Freund_small.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;MICHAEL FREUND&lt;/b&gt; ist Redakteur beim Standard und unterrichtet Media Communication an der Webster University Vienna. In der Rubrik &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0405/stories/783107&quot;&gt;DATUM Lebensarten&lt;/a&gt; schreibt der studierte Sozialwissenschaftler über Seinfeld, die erfolgreichste TV-Sitcom der Postmoderne. Für die Einführung ins Thema war Freund prädestiniert: Er ließ sich Anfang der Neunziger extra Videos der neuen Folgen aus den USA nach Wien schicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;b&gt;AUTOREN&lt;/b&gt; der bisherigen Ausgaben finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896966/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-31T09:33:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Leserbriefe</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/904284/</link>
    <description>&lt;b&gt;Sprosse und Zeitschriften&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Anm. d. Red.: Der folgende Leserbrief stammt von unserer Leserin Mirjam Harmtodt, die sich auch für das diesmalige Bild im Editorial verantwortlich zeichnet. Der Text wurde als Untermalung zu dem Bild auf Seite 3 geschrieben.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebes DATUM! Als ich neulich an einem beschaulichen Samstagnachmittag durch meinen erblühenden Garten wandelte, stach mir etwas ins Auge, das mich doch sehr überraschte. Bei näherem Hinsehen erkannte ich den zarten Spross einer Zeitschrift, der sich durch den noch gefrorenen Boden kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beschloss, dieses seltsame Phänomen weiterhin zu beobachten, und nach knapp einer Woche konnte ich bereits erkennen, dass dieser Spross sich zu einem stattlichen Bündel Papier entwickelt hatte, weiß, mit einem fröhlichen Lila akzentuiert. Eine Woche später war es schließlich an der Zeit, ein Foto zu machen für das Gartenpflanzenalbum, das ich seit Jahren mit großer Liebe und Hingabe betreue und jährlich, nein, monatlich erweitere. Aber eine derartige Pflanze hatte ich noch nicht in meiner Sammlung, und daher war meine Freude groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ernte meiner seltsamen Pflanze hatte ich das Vergnügen, endlich die Blätter genauer unter die Lupe zu nehmen, und siehe da  es handelt sich hierbei um eine äußerst gehaltvolle, heilsame und bewusstseinserweiternde Pflanze, für deren Verbreitung ich ab sofort Sorge tragen werde, damit auch viele andere in den Genuss ihrer vielfältigen Wirkstoffe kommen mögen. Das letzte Rätsel ist noch nicht geklärt. Woher kam die Zwiebel, aus der sie entwachsen ist? Oder war es eine frische Brise, die mir den Samen in den Garten trug?&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Mirjam Harmtodt, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gusenbauer und Potenzial&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Lektüre Ihres  äußerst gehaltvollen  Interviews mit Alfred Gusenbauer fielen mir seine Parlamentsreden aus dem Jahr 2000 ein, als er noch als Bundesgeschäftsführer seiner Partei amtierte. Diese Reden waren leidenschaftlicher und mitreißender als alle anderen zu jener Zeit. Als es damals in der SPÖ hieß: Schlögl oder Einem, dachte ich mir: Bitte, nehmt doch den Gusenbauer! Trotz allem: Meine grundsätzliche Sympathie ihm gegenüber stammt genau aus jener Zeit, weil damals keiner so rhetorisch geschickt und pointiert wie er diese absurde Wende kritisiert hat. Seitdem bin ich jedenfalls davon überzeugt, dass Gusenbauer das Potenzial für höhere Aufgaben hat. Das Fernsehduell mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel vor der letzten Nationalratswahl hat mich darin nur bestärkt. Wenn Spontanität und Witz gefragt sind, ist Alfred Gusenbauer unschlagbar, und Schüssel weiß das.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ernst Binder, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gusenbauer und Stronach&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Ihr Interview mit Alfred Gusenbauer einmal mehr gezeigt hat, ist der Mann schlicht und einfach überfordert und sollte deshalb so schnell wie möglich dorthin, wo er wirklich etwas beizutragen hat: in die zweite Reihe. An der Spitze der SPÖ hat er ungefähr so viel verloren wie Frank Stronach bei der Wiener Austria. Dort gibt es nur einen Unterschied: In Favoriten regiert der Mann mit dem Geld einen Verein. Bei der SPÖ regiert ein Mann ohne Geld eine Partei, die er ständig verunsichert und dadurch beschädigt. Fällt ihm in Sachen Zukunftsfähigkeit wirklich nicht mehr ein als eine Erhöhung der Entwicklungshilfe (die zugebenermaßen eine ehrenwerte Sache wäre)?&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Richard Watzinger, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Erträgliches und Ausrufungen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Beiträge waren zwar sehr an der Grenze des Erträglichen und meines politischen Verständnisses, doch führe ich dies auf die Suche nach einer Blattlinie als Ursache zurück. Der mehrheitliche Rest der Beiträge ist erfrischend unkonventionell und lenkt die Sicht auf bisher Unbeachtetes. Kontroverse ist durchaus etwas,  was ich begrüße, und erst die Auseinandersetzung mit verschiedenen Standpunkten bringt einen Lerneffekt mit sich, doch Stellungnahme vom rechten Rand (wenn auch parteilos) halte ich in Ihrem Blatt nicht für angemessen und notwendig. Dem wäre entgegenzuhalten, dass es sich bei DATUM um kein politisch motiviertes Blatt handelt, doch gibt alleine schon die Auswahl der Autoren dem Blatt seine politische Linie. Weiter so!, bleibt auszurufen, und Obacht!, sich nicht im Mainstream zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Armin Brunner, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Trafik und Win-Win-Situation&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erlauben Sie mir kurz eine Anekdote, die Sie ebenso erfreuen wird wie mich: Ich hatte am Dienstag, den 10. Mai 2005, einen weiteren Anlass zum Jubeln im Jahr der peinlichen Feierlichkeiten. Als ich an besagtem Dienstag in meine Trafik kam und nach der neuen Ausgabe von DATUM fragte, hieß es: Ja, Sie finden sie drüben, vierte von links, unterste Reihe. Das gabs noch nie! Mir blieb mein Mund offen stehen! Als ich mich wieder fasste, drehte ich mich in die besagte Richtung, trat zum Regal, fand tatsächlich das weiße Cover mit Gusi und ging zur Budel retour. Ich habe wohl gestrahlt wie ein Luster, denn mein Trafikant sah mich an, und ich tat es auch, wobei sein Strahlen eher was Stolzes im Kern hatte. Ich bezahlte, sagte danke und ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückblick: Das erste Mal, als ich meinen Trafikanten fragte, bekam ich ein Heute haben wir den 7., glaub ich, Mittwoch. Und beim vorletzten Mal durchstöberte ich gemeinsam mit dem Trafikanten UND seiner Frau die Regale und den Computer nach besagter Zeitschrift. (Allerdings NACHDEM ich brav erklärt hatte, dass es eine Lieferung von Morawa sein müsse, und man schreibe es wie das Datum.) Also: Was für ein schönes Beispiel vom pädagogischen Takt; von Didaktik, die eine Bedürfnisbefriedigung für beide Seiten bringt, oder auch anders und begrifflich ausgelutschter zusammengefasst: die Win-Win-Situation!&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Bettina Klinger, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Weibersleut und Satire&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst die Türken und Muslime, dann die Serben und Kroaten, weiters die Pensionisten und jetzt die Weiberleut! Tatsache ist, dass man in diesem Land die Wahrheit ned sagen darf! Und die Satire ist anscheinend auch bereits gestorben!&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Renè Berto (Manager von Alf Poier), per E-Mail&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Pizzas und Vitamine&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Vitamingehalt einer Pizza mit dem eines Salates zu vergleichen und danach als gesund oder ungesund einzustufen, ist einfach Schwachsinn. Ich vergleiche ja auch nicht den Calciumgehalt eines Joghurts mit dem einer Kiwi!&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wolfgang Grünbart, per E-Mail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schmitz und Qualität&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betreffend die seltsamen Umgangsformen von Herrn Schmitz, dem Manager von Markus Rogan: Das ist noch gar nix. Wir wollten einmal ein Markus-Rogan-Interview für den Standard machen. Mir hat der gute Herr Schmitz am Telefon ein Referat darüber gehalten, dass er bei den Medien, denen er seinen Sohn vorwirft, auf ein gewisses journalistisches Mindestniveau und Qualität setze  weil schon garantiert sein müsse, dass Redaktion und Anzeigenabteilung deutlich genug getrennt seien und überhaupt. Beim Standard, so Papa Schmitz, könne er diese Trennung aber nicht sehen, nirgendwo. Deshalb spreche Sohnemann nicht mit uns. Aber bevor er auflegte, erklärte er sich gerne bereit, der Standard-Redaktion einmal einen Vortrag über Qualitätsjournalismus zu halten. In der Woche darauf wurde dann österreichweit das News-Plakat mit dem daraus heraushüpfenden Rogan-Buben affichiert. Noch Fragen?&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Thomas Rottenberg, per E-Mail&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-16T10:28:33Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/827487/">
    <title>Musik aus Österreich</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/827487/</link>
    <description>wenn Bekannte Musik machen, ist das so eine Sache. Bekannte erwarten sich nämlich gerne etwas. Und zwar nichts Negatives, zumal in gedruckter Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekommen sie es doch, kann sich die Intensität der Bekanntschaft schnell relativieren. Das wiederum ist einzig und allein das Problem der musizierenden Bekannten. Handelt es sich aber um Freunde, die Musik machen, wird es ungleich schwieriger. Freunde erwarten sich zuerst einmal gar nichts, man selbst steht aber plötzlich unter Druck. Weil man schon Stellung beziehen will, ganz persönlich zuerst, und weil man immer fürchtet, dass einer positiven Kritik sofort ein totschlägerisches Eh klar, Freunderlwirtschaft! derer entgegenschallen wird, die um die Freundschaft wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Horwath hat mit We Are All Gold eine schlichtweg sensationelle Platte gemacht. Und er ist ein Freund von mir. Keiner, den ich regelmäßig sehe. Keiner, mit dem ich regelmäßig telefoniere, der meinen Kindern Geschenke macht. Aber einer, mit dem ich nicht nur eine gute Hand voll gemeinsamer Erlebnisse teile, sondern bei dem ich auch dann sofort eine selbstverständliche Verbundenheit spüre, wenn ich ihn längere Zeit nicht gesehen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Horwath längere Zeit nicht zu sehen, ist kein Kunststück, lebt er doch seit einigen Jahren in Berlin. Das letzte Mal sind wir einander letzten Herbst begegnet. Zufällig, am Flohmarkt, bei einer Kiste abgenudelter Achtzigerjahreplatten. Da erzählte er mir dann auch von seiner fertig aufgenommenen Soloplatte. Kein Label noch, aber großes Glück. Eingespielt bei Freunden in Schweden, englischsprachig, keine Elektronik. Ich war gleichermaßen erfreut wie irritiert. Erfreut, weil ich um seine Leidenschaft für den klassischen, gitarrenbasierten Song, seine Begeisterung für Typen wie Jonathan Richman, Roky Erickson oder den einstigen Pavement-Vorstand Stephen Malkmus weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und irritiert, weil es ja doch auch das scheinbar ganz andere öffentliche Bild des Florian Horwath gibt: Radio- und Printjournalist, der sich mit hippem Pop ebenso auskennt wie mit allerlei Lifestyleschnickschnack. Model auch bisweilen. Vor allem aber: Elektropopmusiker mit dem Duo Grom und ebenso unpuristischer wie für eine gute Partynacht garantierender Schallplattenunterhalter (Tschamba Fii nennt er sich da). Es ist sich aber alles ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mehr als das: Gänzlich unbeeindruckt vom Bausatzkasten aktueller Indiepopmusik und überhaupt frei von gängigen Sounds und Songstrukturen sucht Florian Horwath ohne jegliches Image-, Ironie- oder Handwerkerschutzmäntelchen nach den ganz großen Glücksmomenten, vor allem aber auch schonungslos, ja bisweilen erschütternd offen nach den Punkten, an denen es wirklich wehtut. Musikalisch gleicht kein Stück dem anderen, und doch wird das Album, von der Idee her am ehesten an individuell-freisinnig gehaltenen Songwriterentwürfen der Sechziger und frühen Siebziger ausgerichtet, von einem geheimen roten (goldenen?) Faden zusammengehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We Are All Gold ist nicht einfach nur ein schönes Album. Es ist eine kleine Schatztruhe. Und wer an dieser Stelle jetzt trotzdem Freunderlwirtschaft! sagt, hat selbst ein Problem. Versäumt er doch die ungewöhnlichste und anregendste heimische Popplatte seit Rettet die Wale, dem CD-Debüt der Wiener Ausnahmekünstlerin Gustav.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienene Kolumnen von &lt;b&gt;Gerhard Stöger&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896985/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-10T16:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/827305/">
    <title>Ungers Land</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/827305/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;100&quot; alt=&quot;ungers_land&quot; width=&quot;65&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/ungers_land.jpg&quot; /&gt;Wenn nur die Salzach nicht wäre. Dann hätte der bayerische König Max I. 1816 nicht auf die Idee kommen können, den Teil westlich des Flusses für sich zu behalten, als er das Land Salzburg an Österreich abtreten musste. So liegt jetzt auf der einen Seite die deutsche Stadt Laufen und auf der anderen die österreichische Stadt Oberndorf. Getrennt nach einer mehr als 1000-jährigen gemeinsamen Geschichte. Junge Leute aus der Region ziehen gern hierher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zwischenstation vor Salzburg oder um ein bisschen Stadt zu erleben. 5.700 Einwohner hat Oberndorf, 6.600 sind es drüben in Laufen. Die Oberndorfer gehen gern auf ein Bier hinüber in die hübsche Altstadt, dafür kommen die Bayern seit 1999 zum Tanken, um der Ökosteuer auszuweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Salzach macht hier eine Kurve, bei der sie sich fast selbst zuwinken könnte, stünde nicht Laufen auf dem schmalen Streifen dazwischen im Weg. Oberndorf dagegen liegt außen herum, also dort, wo die Salzach immer dann hintrieb, wenn sie zu viel Wasser führte. Große Wohnburgen fehlen, die Menschen wohnen in Reihenhäusern. Bei den beiden Ausgehtempeln &lt;a href=&quot;http://www.johnnys.at&quot;&gt;Johnnys Disco &lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.tiki-bar.at&quot;&gt;Tiki-Bar&lt;/a&gt; an der nördlichen Ortseinfahrt stehen noch Reste des alten Oberndorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmale, niedrige Schifferhäuser lagen hier aufgefädelt an der Salzach. Eine geile Strandpromenade wäre das heute. Aber 1900 war es den Oberndorfern genug mit den ewigen Hochwässern der Salzach, und sie verlegten ihren Ort mehrere hundert Meter flussaufwärts nach Süden. Weil auch noch ein Damm gebaut wurde, sieht man aus dem neuen Oberndorf fast nicht mehr nach Laufen hinüber. Die Touristen kommen trotzdem. Aber das, was sie besuchen, steht eigentlich auch nicht mehr. 1907 wurde jene Kirche in Alt-Oberndorf abgetragen, in der zu Weihnachten 1818 erstmals das Lied Stille Nacht gesungen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;oberndorfer kapelle&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;oberndorfer kapelle&quot; width=&quot;170&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Oberndorf.jpg&quot; /&gt;Jetzt steht an dem Fleck die kleine Stille-Nacht-Kapelle, auch wenn sich das niemand erwarten würde. Auf den vielen Postkarten und Fotos, die von der Kapelle im Umlauf sind, vermutet man sie hübsch verschneit und von Nadelbäumen umgeben auf einem Hügel. Geschickte Fotografie zaubert konsequent die Häuser weg, die rundherum stehen. Das &lt;a href=&quot;http://www.oberndorf.co.at/museum&quot;&gt;Heimatmuseum&lt;/a&gt; zum Beispiel, in dem sich Christine Deutinger rührig um die Gäste kümmert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer beruflichen Tour durch österreichische Kleinstädte ist die gebürtige Schladmingerin vor zwei Jahren hier gelandet. So lang wie Sie ist noch nie jemand im Museum gewesen, sagt sie mit ehrlicher Freude. Die gut 100.000 Besucher pro Jahr machen sich lieber einen Spaß daraus, sich völkerverständigend ins Gästebuch einzutragen. Meiner Tante aus Istanbul, schreibt einer, hat unser Glaube sehr gut gefallen. Wem Oberndorf zu weit ist, der kann auch Bronners Christmas Wonderland in Frankenmuth, Michigan (USA), besuchen. Dort steht eine 1:1-Nachbildung der Kapelle. Josef Mohr und Franz Xaver Gruber hatten das Lied für die Schiffer verfasst, die bis ins 19. Jahrhundert das Gros der Bevölkerung stellten. Bis die Eisenbahn aufkam und die Schifffahrt ruinierte. Nach Oberndorf tuckert seither nur die einspurige Lokalbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute pendeln die meisten Oberndorfer  und mittlerweile auch viele Bayern  nach Salzburg. Eine hat es, nach einem gescheiterten Anlauf auf die Hofburg, sogar bis in die Europäische Kommission geschafft. Die Mischung aus Härte und theatralischem Gehabe hat die Oberndorfer Zahnarzttochter Benita Ferrero-Waldner mit jenen rauen Schiffern gemein, die einst im Herbst und Winter in Theatergruppen durchs bayerische Land tingelten, um sich ein Zubrot zu verdienen. Nur finanziell siehts anders aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dirndl heirat koan Schöffmann, du heiratst in dNot! Hast im Summa koan Mann und im Winter koan Brot!, wurden die Oberndorferinnen einst vor den armen Schiffern gewarnt. Bier gibt es dafür im Überfluss. Die letzte Oberndorfer Brauerei Noppinger hat zwar 1985 zusperren müssen, genauso wie viele Oberndorfer Gasthäuser, von denen vier zu Bankfilialen mutiert sind. Aber man kann sich immer noch einen Vollrausch zulegen, ohne zwei Mal dasselbe Bier trinken zu müssen; ob es nun aus dem Flachgau, dem nahen Innviertel oder aus Bayern kommt. Die Brauunion hat hier keine Chance, und auch eine regionale Größe wie Stiegl tut sich schwer. Dazu sind die lokalen Gastwirte zu sehr Experten und Liebhaber. Johann Scharinger, Altgastwirt im nahen Eggelsberg, holt sich sein Weißbier gar noch selbst aus der bayerischen Kleinbrauerei Müller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Regionale war auch einem anderen nicht auszutreiben. Leopold Kohr, 1938 vor den Nazis in die USA emigriert und mit der Parole small is beautiful zum Urvater der Grünbewegung geworden, hat in der Erinnerung an seinen Geburtsort sein Credo formuliert: Das Maß aller Entfernungen ist für mich die 22-Kilometer-Einheit, die Oberndorf von Salzburg trennt. 1983 erhielt er den Alternativen Nobelpreis, seit 1997 erinnert die Promenade am Ufer an den gebürtigen Oberndorfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offizielle Homepage von Oberndorf/Salzburg:  &lt;a href=&quot;http://www.oberndorf.salzburg.at&quot;&gt;www.oberndorf.salzburg.at&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196873/&quot;&gt;X. und letzter Teil: Favoriten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1112281/&quot;&gt;Teil IX: Wolfsberg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1006864/&quot;&gt;Teil VIII: Lienz/Osttirol&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/940647/&quot;&gt;Teil VII: Flughafen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/805588&quot;&gt;Teil VI: Feldkirch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/782896&quot;&gt;Teil V: Purbach/Neusiedlersee&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784134&quot;&gt;Teil III: Ried/Innkreis&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/777506&quot;&gt;Teil II: Kapfenberg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0105/stories/783323&quot;&gt;Teil I: Amstetten&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>republik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-10T13:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783225/">
    <title>Ökonometer</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783225/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;ingrid tschank&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;ingrid tschank&quot; width=&quot;250&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/ingrid_tschank.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Ingrid Tschank (44)&lt;/b&gt; arbeitet seit 1999 als evangelische Pfarrerin in der Pfarrgemeinde Gols im Burgenland. Zuvor war sie elf Jahre lang als kaufmännische Angestellte bei verschiedenen Firmen in Wien tätig. Tschank ist geschieden und hat keine Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie hoch ist Ihr monatliches Einkommen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verdiene im Monat rund 1.300 Euro netto. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie hoch sind Ihre Fixkosten?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 700 und 800 Euro im Monat. Meine Fixkosten bestehen aus dem Geld für Essen, Kleidung und die Erhaltung meines Autos. Ich lese sehr gerne, am Ende des Monats habe ich immer eine hohe Bücherrechnung.&lt;br /&gt;
Dazu kommen Versicherungen und Absicherungen für später, wenn ich nicht mehr in der Dienstwohnung leben werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor meinem Studium der evangelischen Theologie in Wien und München habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Ich habe erst mit 24 Jahren die Matura an der Abendschule nachgemacht und habe dann einige Jahre Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert. Mit 27 habe ich mich entschieden, das Wirtschaftsstudium aufzugeben, den Beruf zu wechseln und evangelische Theologie zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996, nach dem Abschluss, habe ich mit der dreijährigen praktischen Ausbildung, dem Vikariat, begonnen. Mit 39 Jahren war ich damit fertig, und seither bin ich evangelische Pfarrerin in Gols. Die Gemeinde hat 3.300 Mitglieder, 83 Prozent der Bevölkerung sind evangelisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich ist es der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann. Ich glaube, dort gelandet zu sein, wo ich mit meinen Begabungen am besten hinpasse. Man bekommt unglaublich viel Zuwendung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Was sind die nicht so schönen Seiten am Leben als Pfarrerin?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den unangenehmsten Dingen gehört es, wenn ich meine Tages- und Wochenplanung mehrmals umstellen muss. Das kommt in einer so großen Pfarrgemeinde oft vor. Das hat vor allem mit Beerdigungen zu tun. Wenn eine Beerdigung reinkommt, dann hat die immer Vorrang. Dann muss ich viel herumtelefonieren und andere vereinbarte Termine verschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Was machen Sie in Ihrer Freizeit?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einen kleinen Garten, der zu meiner neuen Lieblingsbeschäftigung geworden ist. Ich war früher ein völlig pflanzenunkundiger Mensch. Ich habe damals einfach nicht verstanden, warum Menschen Blumentöpfe in ihren Wohnungen aufstellen.&lt;br /&gt;
Aber seit ich entdeckt habe, dass Gartenarbeit, wenn sie körperlich nicht zu anstrengend ist, ein wunderschöner Ausgleich zu meiner geistigen Arbeit ist, mache ich sie mit Begeisterung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie oft im Jahr fahren Sie auf Urlaub?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe sechs Wochen Urlaub im Jahr. Davon fahre ich maximal zwei Wochen weg. Zuletzt war ich mit einer Freundin in Italien, wo wir mit dem Auto herumgereist sind. Den Rest verbringe ich fast immer zu Hause. Ich brauche das Gefühl, hier nicht nur zu arbeiten, sondern auch zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher, bevor ich ins Pfarramt gegangen bin, habe ich immer wieder mal eine intensive Reisezeit eingelegt. Da habe ich mehrere Wochen in Griechenland und in Amerika verbracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zahlen und Fakten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich leben 354.559 evangelische Christinnen und Christen A.B. und 19.463 evangelische Christinnen und Christen H.B. (Stand jeweils Volkszählung 2001). A.B. steht für Augsburger Bekenntnis (Lutherische Kirche), H.B. für Helvetisches Bekenntnis (Reformierte Kirche). Dabei gibt es 193 Pfarrgemeinden A.B. und neun Pfarrgemeinden H.B. Beide Kirchen arbeiten eng zusammen und haben zur Wahrung ihrer gemeinsamen Belange (§ 5 Kirchenverfassung) die evangelische Kirche A. u. H.B. gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Angaben der evangelischen Superintendenturen in den Bundesländern ist der Personalstand im April 2005 wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Pfarrer gesamt   männl.  weibl.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wien		               48	 27	21&lt;br /&gt;
Oberösterreich	      46	 41	 5&lt;br /&gt;
Kärnten/Osttirol        43	 36	 7&lt;br /&gt;
Steiermark	               35	 28	 7&lt;br /&gt;
Salzburg/Tirol           32	 25	 7&lt;br /&gt;
Niederösterreich	      30	 25	 5&lt;br /&gt;
Burgenland	               24	 20	 4&lt;br /&gt;
Vorarlberg	               15	 13	 2&lt;br /&gt;
Gesamt:		    273	215	58&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gehaltstabelle evangelischer Pfarrer verläuft in abgewandelten Biennalsprüngen ähnlich dem Beamtendienstrecht von Stufe 1 bis Stufe 18. Die letzte Stufe erreicht man nach 37 Dienstjahren. Der Bruttogehalt beläuft sich in Stufe 1 auf 1.886 Euro brutto. In der 18. Stufe erhalten evangelische Pfarrer 3.534 Euro monatlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienene &lt;b&gt;Ökonometer&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896973/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783191/">
    <title>Ortsbeschau</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783191/</link>
    <description>Es ist laut im Bus. Muss es auch sein. Schließlich ist er bis auf den letzten Platz mit Fußballfans bestückt. Hier regiert der &lt;a href=&quot;http://www.fak.at&quot;&gt;FAK&lt;/a&gt;, tönt es. Daran besteht kein Zweifel. Der Reisebus steht auf violettem Hoheitsgebiet. Hinter der Osttribüne des Franz-Horr-Stadions in Wien-Favoriten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist einer von rund 20 Bussen, deren Fahrgäste sich anschicken, den violetten Machtanspruch auf Italien auszudehnen. Reiseziel: Parma. Der Chauffeur startet den Motor und schließt die Türen. Rund 50 Männer und drei Frauen sitzen in engen Reihen aufgefädelt. Job, Beziehung und andere Probleme lassen sie draußen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die nächsten 40 Stunden gibt es nur das eine: die Austria, die Veilchen aus Favoriten. Wegen ihr sind sie hier. Das Studentenpärchen im Hilfiger-Outfit genauso wie der Straßenbahnfahrlehrer Mitte 30. Im Heck sitzen die jungen Fans, die Vorsänger: Nur mehr, nur mehr &lt;a href=&quot;http://www.fk-austria.at&quot;&gt;Austria Wien&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Busse werden von den Fanclubs organisiert, aber vom Verein bezahlt. Für 50 Euro Selbstbehalt ist der Veilchen-Anhänger bei der Traumreise nach Parma dabei. Dort findet in 24 Stunden das UEFA-Cup-Viertelfinale &lt;a href=&quot;http://www.fcparma.it&quot;&gt;AC Parma&lt;/a&gt; gegen Austria Wien statt. Das Hinspiel im Ernst-Happel-Stadion hatte eins zu eins geendet. Der Aufstieg liegt im Bereich des Möglichen. Das reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;austria-wien-fans in parma&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;austria-wien-fans in parma&quot; width=&quot;440&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/viola1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forza Viola, allez, allez, allez! Der Schlachtgesang der Stunde wird angestimmt. Das ist einfach, melodiös und vor allem: Die Tifosi werden es verstehen. Der Weg ist das Ziel, der Bus das Stadion. Singen, feiern, saufen, den Augenblick genießen. Das bildet den Grundkonsens, auf den sich der Bodybuilder, der die Liebe zu seiner Mannschaft mit Tätowierungen dokumentiert, und der 11-jährige Sohn des Fanclubpräsidenten einigen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plastikbecher mit heftigem Rum-Cola-Misch vibriert an der Lippe, wenn 30 Kehlen losgrölen. Es ist die Aufwärmphase. Schlaf ist keine Option. Selbst der junge Mann, der sich mit Kotztüte unterm Arm und zahllosen Jägermeistern im Blut in die letzte Reihe gesetzt hat, erwacht zu neuem Leben und singt: Wir haben euch was mitgebracht: Hass, Hass, Hass. Sein Sitznachbar, der aussieht, wie man sich einen Hooligan vorstellt   groß, schlaksig, Stoppelglatze  schaut irritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit und Raum bilden nach drei Stunden Fahrt keine Kategorien mehr. Irgendwann taucht neben der Autobahn eine hell beleuchtete &lt;a href=&quot;http://www.magnaaustria.com&quot;&gt;Magna&lt;/a&gt;-Fabrik auf. Magna, das ist Frank Stronach, der Eigentümer der Austria. Mit seinem Geld wurden jene Spieler gekauft, die sich bis ins Viertelfinale gekickt haben. Die Jungen lachen, der ältere Herr hinten rechts stöhnt auf. Er war schon Austrianer, da wusch Stronach noch Teller in Kanada. Magna ist schnell vergessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diskutiert wird, dann über Gesänge. Die Austria-Hymne mit dem Titel Wir sind die Jungs aus Favoriten erregt die Gemüter. Darf im Takt geklatscht werden oder nicht? Der vermeintliche Hooligan entpuppt sich als einfacher Traditionalist. In der Sache bleibt er hart. Das Klatschen hat ein Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehr als zwölf Stunden Fahrt ist Parma erreicht. Die Enge des Busses verlassen die Fans nur körperlich. Eine seltsame Mischung aus Urlaubsstimmung und Zwischenkriegszeit liegt über der Stadt, die kleiner ist als Graz. Forza Viola, heißt es an jeder Straßenecke. Als die Sonne sich langsam verabschiedet, dämmert es der Menge: Fußball wird heute auch noch gespielt. Unter Getöse zieht die Masse Richtung Stadion, wo alles zusammenläuft. Alle Fans aus allen Bussen grölen alle Gesänge. Der Auswärtssektor ist proppenvoll. 2.500 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 90 Minuten geben die Veilchen-Fans alles. Am Schluss geht der Plan nicht auf. Ein torloses Unentschieden reicht nicht zum Aufstieg. Depression macht sich breit. Es ist das eigene Versagen, die Mannschaft nicht zum Sieg gepeitscht zu haben, das die Anhänger still werden lässt. Sie kennen das Gefühl, haben es oft genug erlebt. Die Busfahrt nachhause ist nicht mehr zu retten. Zwölf Stunden Totenstille. Der junge Jägermeister-Freund ist ausgenüchtert und still. Der Hooligan, der keiner ist, schläft. Bis die letzte Reihe sich erinnert: Wir werden Meister!</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783188/">
    <title>Brot für die Armen</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783188/</link>
    <description>Die Zutaten für das folgende Rezept kann man sich sehr einfach besorgen. Ein nächtlicher Besuch in Nachbars Garten oder ein Steinwurf und rein ins Glashaus. Wenn Sie sich das nicht trauen  auch kein Problem, man kann ja auch an einem Gemüsestand zuschlagen. Auf alle Fälle verwenden wir keine Plastikbomber, soll heißen: in Plastikhüllen gefangenen Salat. Das Grünzeug sollte frisch, knackig und nicht welk sein.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
Salat ist nicht gleich Salat&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1 Kopf Friséesalat&lt;br /&gt;
1 Bund Rucola&lt;br /&gt;
1 Bund Nussblattsalat&lt;br /&gt;
2 Salatherzen&lt;br /&gt;
12 Eier- oder Kirschtomaten&lt;br /&gt;
6 Scheiben Prosciutto&lt;br /&gt;
1 Bund frischer grüner Spargel&lt;br /&gt;
Meersalz&lt;br /&gt;
Pfeffer&lt;br /&gt;
Top-Olivenöl (alles andere können Sie vergessen)&lt;br /&gt;
1 Zitrone&lt;br /&gt;
gehobelter Parmesan&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Blätter gründlich putzen, unter fließendem kaltem Wasser waschen und trocknen oder trocken schleudern. Die Blätter in Stücke zupfen. Die Tomaten und den Prosciutto auf ein Backblech geben und mit einem Schuss Olivenöl und Salz in ein vorgeheiztes Backrohr (rund 150 Grad) geben. Das Ganze nun 15 Minuten backen, bis der Prosciutto knusprig ist und die Tomaten Farbe angenommen haben und leicht ausgetrocknet sind. Danach beiseite stellen und auskühlen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun zum Spargel. Wenn er schon altersschwach ist, holzig und unten runzlig, dann Finger weg. Spargel sollte von oben bis unten zart und die Spitzen nicht aufgeblüht sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spargel muss sorgfältig vorbereitet und gekocht werden. Am besten dämpft man ihn, dabei bleiben die zarten Spitzen heil und behalten ihren Geschmack. Wenn er schon gekocht wird, dann nur aufrecht und in einem kleinen Topf. Wichtig ist, dass die Spargelspitzen aus dem Wasser ragen, sonst würden sie vorzeitig gegart werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach fünf Minuten den Spargel herausnehmen und in ein Eisbad geben. Nach dem Erkalten herausnehmen und beiseite stellen. Für das Dressing verwenden wir nur bestes, goldfarbenes Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Das Ganze in einer kleinen Schlüssel gut durchmischen. Es ist dies die einfachste, aber schmackhafteste Art von Dressing. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Salat, Spargel, Prosciutto, Tomaten und Parmesanspäne, die wir mit einem Kartoffelschäler gehobelt haben, auf einem Teller verteilen und mit dem Dressing beträufeln. Zuletzt mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Salat erst kurz vor dem Servieren anrichten und mit der Vinaigrette abmischen. Denn das Ganze bricht nach ein bis zwei Stunden zusammen, und Sie wollen ja nicht einen schlaffen, jämmerlichen Salat verzehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur: Gesund leben lässt sichs mit dem Salat nicht wirklich. Bei einer Vitaminanalyse im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus schnitt eine Tiefkühlpizza besser ab als ein gemischter Salat. Der Test ergab, dass ein gemischter Salat mit Tomate, Karotte, Gurke und Kopfsalat nur mit relativ viel Beta-Carotin aufwarten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine durchschnittliche Tiefkühlpizza dagegen liefert dem Bericht zufolge 50 Prozent des Tagesbedarfs an den Vitaminen B6, B12 und E sowie 20 Prozent des Tagesbedarfs an Folsäure und Biotin.&lt;br /&gt;
Da haben wir den Salat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1006/stories/2876951/&quot;&gt;Das letzte Ma(h)l&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0906/stories/2756355/&quot;&gt;Graukassuppe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0806/stories/2601526/&quot;&gt;Herzliche Völlerei&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6706/stories/2268470/&quot;&gt;Türkischer Breselfetzen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0506/stories/2093934/&quot;&gt;Orangenfussball&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0406/stories/1903793/&quot;&gt;Götterspeise&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0306/stories/1786567/&quot;&gt;Gefüllter Darm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0206/stories/1637327/&quot;&gt;Borschtsch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0106/stories/1471536/&quot;&gt;Gefüllte Fische&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196639/&quot;&gt;Fleischaufstrich&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1116393/&quot;&gt;Kastaniensuppe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1006756/&quot;&gt;Haselnusskuchen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/1004307/&quot;&gt;Kalbsschulter, etwas anders&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/806020/&quot;&gt;Waidgerechte Bachforelle&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/783032/&quot;&gt;Wie man sich ein etwas anderes Jausenbrot zubereitet&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784264/&quot;&gt;Zuppa di Tenerume oder wie man Suppenkaspars Los vermieden hätte&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/783943/&quot;&gt;Von Fischen und Fritten oder wie man sich ein Stück London nach Hause holt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0105/stories/783541/&quot;&gt;Wie man seinen Festtagsbauch schnell wieder los wird&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/7804/stories/802391/&quot;&gt;Unter Marmeladedingern oder wie man ein Weihnachtsgeschenk bastelt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0604/stories/787100/&quot;&gt;Ein Indian ist nichts für Menschen, die auf ihre Linie achten wollen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0504/stories/786945/&quot;&gt;Risotto coi mosh oder warum das Risotto immer noch die Lieblingsspeise der Italiener ist&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0404/stories/789210/&quot;&gt;Steinpilz a.k.a. Boletus a.ka. porcino a.k.a. Dobernigl a.k.a. Schweinepilz a.k.a. Herrenpilz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/2304/stories/802560/&quot;&gt;Pasta va bene oder warum mein ignoranter Vermieter ein allgemeines Grillverbot aussprach&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0104/stories/786813/&quot;&gt;Wie man aus einem gemeinen Ei ganz leicht eine Frühstücksdelikatesse macht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://0004datum.twoday.net/stories/2120801/&quot;&gt;Von der Kunst, eine gute Suppe zu kochen. Zum Beispiel eine von Kraut und Rüben&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783183/">
    <title>Praxis Dr. Langer</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783183/</link>
    <description>&quot;Manchmal fühl ich mich echt mies, erzählte vor nicht allzu langer Zeit ein Bekannter beim Kinderauslüften im Wienerwald. Da wurden dann Witze gemacht über die Midlifecrisis und die Wechseljahre beim Mann, aber keiner dachte ernsthaft an etwas Schlimmes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Woche kam der Anruf seiner Freundin. Herzinfarkt, zum Glück kein schwerer, aber doch eine Fahrt im Notarztwagen, eine Nacht auf der Intensivstation und vor allem ein großer Schock. Wundern sollten wir uns ja nicht, denn koronare Herzkrankheiten sind in Industrieländern die häufigste Todesursache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 42 Jahren daran zu erkranken wie mein Bekannter, ist etwas früher als der Durchschnitt, aber keineswegs außergewöhnlich. Besonders, wenn einige der Risikofaktoren passen: ungesunder Lebensstil, erhöhter Blutdruck, hohe Gesamtcholesterinwerte, familiäre Vorbelastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor es im Herzmuskel zu einem Infarkt kommt, ist dort schon vieles passiert. Die innerste Zellschicht der Herzkranzgefäße, die den Muskel selbst mit Blut versorgen, wird geschädigt, und es kommt zu einer Immunreaktion, zu einer Einlagerung von Fetten, die im Blut zirkulieren, und einer Umwandlung von gesundem Gewebe in Plaques, die das Gefäß immer mehr einengen. Die Folge: Sauerstoffmangel in dem Bereich, der dieses Gefäß versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entwicklung macht sich bemerkbar, etwa durch kurz auftretende brennende, drückende oder krampfartige Schmerzen, zumeist hinter dem Brustbein, die aber nicht zwingend in die linke Körperhälfte ausstrahlen müssen. Es gibt auch Patienten, die nur über ein Ziehen hinter dem rechten Schulterblatt klagen oder über Übelkeit und Kurzatmigkeit. Dieser Schmerz kann über Jahre wiederkommen, gleich bleiben oder stärker werden, nur bei Belastung oder aber auch in Ruhemomenten auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase vor einem Infarkt  kann viel getan werden, um ihn zu verhindern. Medikamentös, aber auch durch das Erweitern der verengten Gefäße mit Laser oder kleinen Bohrern, durch das Implantieren von Stents, die die Arterien offen halten, oder durch eine Bypassoperation, also das Verlegen eines zusätzlichen Gefäßes, das die verschlossene Stelle umgeht und so Blut in das minderversorgte Areal leitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt doch ein Infarkt ein, ist schnelles Handeln extrem wichtig. Wird einer unserer Mitmenschen blass, ängstlich und kaltschweißig, klagt er oder sie über die oben beschriebenen Schmerzen,  muss sofort der Notarzt gerufen werden: Die Dauer des Verschlusses bestimmt darüber, wie viele Zellen absterben. Wird ein Infarktgebiet nach einer Stunde wieder durchblutet, beträgt die Infarktausdehnung zehn Prozent des von diesem Gefäß versorgten Areals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Stunden sind es bereits fünfzig, nach fünf Stunden neunzig Prozent. Da diese abgestorbenen Gebiete später in kontraktionsunfähige Narbengewebe umgewandelt werden, ist es wichtig, sie so klein wie möglich zu halten, denn das Herz soll ja noch pumpen können, wenn der akute Infarkt überlebt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das alles überstanden, gilt es, einen neuerlichen Infarkt durch Prävention zu verhindern. Mein Bekannter hört jetzt auf zu rauchen und spricht auch schon von Wanderschuhen und regelmäßigen Schwimmbadbesuchen. Gut für mich: Er kann in Zukunft meine Kinder am Wochenende in die Berge mitnehmen, und ich bleibe zuhause auf der Couch und lese endlich wieder einmal ein Buch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Kolumnen von &lt;b&gt;Dr. med. Gudrun Langer&lt;/b&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1006/stories/2876942/&quot;&gt;Diagnose Krebs&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0906/stories/2755969/&quot;&gt;Animieren Sie die Kinder zum Trinken&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0806/stories/2601512/&quot;&gt;Webdoktor-Diagnosen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6706/stories/2268426/&quot;&gt;Zehenfehlstellungskorrektur&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0506/stories/2093921/&quot;&gt;Die Bildung und die medizinische Versorgung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0406/stories/1903769/&quot;&gt;Diagnose Schlaganfall&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0306/stories/1786556/&quot;&gt;Freizeitstress für Kindergartenkinder&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0206/stories/1637207/&quot;&gt;Unterernährung im Spital&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0106/stories/1471522/&quot;&gt;Horrorszenario&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196629/&quot;&gt;Zahnhygiene&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1116382/&quot;&gt;Was geschieht, wenn man stirbt?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1006744/&quot;&gt;Wassernixen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/1004304/&quot;&gt;Der Jahrhundertsommer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/806016/&quot;&gt;Geburtstroubles&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/783031/&quot;&gt;Tief unten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784259/&quot;&gt;Gemeinsames Ohrensausen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/783940/&quot;&gt;Schlagoberssuppe und andere Gifte&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0105/stories/783536/&quot;&gt;Ich ess Blumen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/7804/stories/802388/&quot;&gt;Schnupfen gegen den Schnupfen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0604/stories/787099/&quot;&gt;Twinni-Rekorde&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0504/stories/786942/&quot;&gt;Wie gesund ist eigentlich die Sonne?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0404/stories/789209/&quot;&gt;Altersheimvorsorgefondsprojekt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/2304/stories/802557/&quot;&gt;Wer im Ausland helfen will, braucht oft selber Hilfe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0104/stories/786810/&quot;&gt;Die richtigen Fragen bei Schwangerschaft&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://0004datum.twoday.net/stories/2120767/&quot;&gt;Ferndiagnose oder was passieren kann, wenn ein Arzt vom Patienten wenig hält&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783174/">
    <title>Jungvater Köster</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783174/</link>
    <description>Die älteren Leser werden sich erinnern: Als die innerdeutsche Grenze noch keine in den Köpfen, sondern eine aus Beton und Stacheldraht war, gab es im westdeutschen Bundestag auch ein paar Abgeordnete aus Berlin. Als Zeichen, dass Berlin irgendwie doch Teil der BRD war, durften die Berliner zwar bei Reden von Bundeskanzler Helmut Kohl applaudieren und bei Gesetzentwürfen ein bisschen beraten, aber sie durften nicht mit abstimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Womit wir bei unserer Kleinfamilie wären. Denn mein Status im innerfamiliären Parlament ist: beratende Funktion, aber kein Stimmrecht. Anne hingegen ist Bundeskanzlerin, Bundespräsidentin, Oppositionsführerin und Vorsitzende des Verfassungsgerichts. Ihre Machtfülle ist vollkommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nordkoreaneskes Regime quasi. Das beginnt bei der Frage, ob Strumpfhose oder keine, kommt zur Anwendung bei der Entscheidung, ob Taufe evangelisch oder katholisch, und ist maßgeblich bei der Frage, ob das Kind auf dem Spielplatz kubikmeterweise Sand in sich hineinschaufeln darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stets darf ich zwar sorgenvoll nicken oder auf die Dringlichkeit einer katholisch-rechtgläubigen Taufe hinweisen. Hilft aber alles nichts, am Ende wird er doch übers protestantische Taufbecken gehalten und die Strumpfhose anbehalten. Ich habe mich inzwischen ganz gut eingerichtet in meinem Status des teilnehmenden Beobachters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Verantwortung, keine vorwurfsvollen Blicke, stattdessen ein herrliches Leben in selbst verschuldeter Unmündigkeit. Außerdem hat die Gattin in 99 Prozent aller strittigen Fälle so was von Recht. Sicher, anfangs gab es Schaukämpfe um die Richtlinienkompetenz. Schließlich will man als Vater auch mal zeigen, was man auf der Pfanne hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderlich geschickt habe ich mich dabei allerdings nicht angestellt. Eher unklug mein Vorstoß, im letzten Hochsommer bei leicht abklingenden 28 Grad im Schatten Konrad vor dem Schlafengehen noch einen Wollpullover überstreifen zu wollen (Das Kind friert sonst). Tölpelhaft auch das gut gemeinte Ansinnen, Konrad durch schnelles Schieben und Wackeln des Kinderwagens den Rausch der Geschwindigkeit in der Steilkurve von Le Mans zu vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird kein Rennfahrer, der Gute. Seither werden meine Vorschläge und Eingaben freundlich, aber bestimmt abgeschmettert. Anne pflegt solche Absagen gerne mit diplomatischen Standards wie Machen wir es doch lieber so  oder So ist es viel einfacher  einzuleiten. So machtlos müssen sich Petra Pau und die andere PDS-Abgeordnete im Bundestag vorkommen. Obwohl es noch zwei Orte gibt, an denen meine Stellung als oberster Bestimmer in Erziehungsfragen nicht angezweifelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen bei unserer gütigen Tagesmutter Marina in der Kopenhagener Straße. Die schürzt nicht verächtlich die Lippen und hebt kein bisschen die Augenbraue, sondern lauscht ehrfürchtig, wenn ich banale Dekrete der Preisklasse Bitte am Spielplatz die Strumpfhose anziehen! verkünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wünsche ich mir das. Womit wir beim zweiten Paradies für machtlose Väter wären: dem Spielplatz an der Gethsemanekirche. Wenn ich mich mit Konrad in Richtung Rutsche, Schaukel und Drehkreisel aufmache, genieße ich aristokratische Machtvollkommenheit. Mit gravitätischen Schritten marschiere ich durchs Areal wie einst Napoleon durch den Schlossgarten. Mit herrischen Gesten vertreibe ich andere Kinder und bringe meinem Sohn pädagogisch geschickt bei, dass Sand kein Grundnahrungsmittel ist. Hier bin ich Chef, hier darf ichs sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum sind wir zurück in der guten Stube, ist es vorbei mit der pädagogischen Pole Position. Als ich Konrad mal wieder verkehrt herum in den Schlafanzug zwänge, höre ich schon die lieb gewonnenen Worte: Machen wir es doch lieber so  Gut, dass ich kein Stimmrecht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor ist Chefredakteur des Fußballmagazins &lt;a href=&quot;http://www.11freunde.de&quot;&gt;11 Freunde&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher erschienene Kolumnen von &lt;b&gt;Philipp Köster&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896991/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783167/">
    <title>Müllers Rektoskopie</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783167/</link>
    <description>Ich habe mir den Arm gebrochen. Ein nicht übermäßig starker, aber permanent pulsierender Schmerz geht von meinem Ellbogen aus, und obwohl ich sehr viel zu tun hätte, verbringe ich meine Tage mit Warten. Vor Röntgenkammerln und Gipszimmern, auf Endlosrolltreppen und Taxiständen und auf das letzte Tropferl im Automatenkaffee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein so ein Holler, das mit den Treppen am Ende der Windmühlgasse, können die nicht auf Radfahrer Rücksicht nehmen, die auf dem Gehsteig gegen die Einbahn fahren? Wir sind doch auch nur Menschen und (noch) keine Crashtest-Dummies! Aber, Herr Müller, sag ich mir, so ein Unfall könnte doch auch Anlass für eine willkommene Auszeit sein. Eine Gelegenheit, Dutzende angefangener Bücher fertig zu lesen und mit den freien Fingern der versehrten Hand das Plüschnilpferd zu kraulen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuhause aber wartet eine Cheopspyramide an Zettelkram auf Abarbeitung, und nach einem vorletzten Achtel im Café Klinikum (= Restauration des Wiener Allgemeinen Krankenhauses gegenüber der Psychiatrie, nicht nur wegen des selbst für Gebisslose ausreichend zarten Gulaschs sehr zu empfehlen) schreit der dringende Bedarf nach einer Buchvorlage, einem Kabarettprogramm und einer Kolumne. Neben allen Sätzen, die mit Jo, wos muasst denn a  (für unsere Leser in Schleswig-Holstein: Ja, was musst du denn auch ) beginnen, gehört der Scheintrost zu den definitiv verzichtbarsten Bemerkungen in einer solchen Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher, Tante Hedwig: Du könntest auch beide Arme im Gips haben, was sautrankähnliche Nahrungsaufnahme auf Knien erlauben würde, wären da nicht auch noch der Jochbeinbruch und der eitrige Weisheitszahn. Gut, dann nimmst du wenigstens schön ab, könntest du sagen, aber du liegst vielleicht im Krankenhaus und wirst aus der dortigen Pappküche mit flüssigem Schweinsbauchfleisch zwangsernährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich könnte freilich in diesem Moment auch im amerikanischen Wellnesshotel Abu Ghraib an einen Heizkörper gekettet saunieren und danach stundenlang im Eisbad versenkt werden, im Sudan von Reitermilizen auf eine Entführung eingeladen werden, als österreichischer Menschenrechtsaktivist der nigerianischen Polizei in die Hände fallen oder gar als nigerianischer der österreichischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt schlimmere Schicksale als das eines freischaffenden Autors und Kabarettisten mit eingegipstem Arm, ich weiß. Schlecht-drauf-Sein rangiert im Unrechtskatalog unserer Happypeppigesellschaft ganz oben, irgendwo zwischen Haustiermissbrauch und Stefan-Raab-Scheiße-Finden. Wer schlecht drauf ist, wird deswegen so lange mit gut gemeinten Vorwürfen bombardiert, bis er eine fröhliche Fratze aufzieht oder mit zwei eingegipsten Armen ins Wasser geht. Erscheine miesepetrig im Büro, und du wirst schneller heimgeschickt als mit Windpocken und Hühnergrippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich aber sage euch: Das Recht auf Grant ist ein Menschenrecht! Lasst es euch nicht nehmen von den medikamentös aufgequirlten Comedyfutzis und auf Erwachsene abgerichteten Fernsehkindergärtnerinnen! Ich mach mich jetzt auf, Mund- und Augenwinkel konsequent nach unten, und geh nachhause, das mit der linken Hand Zusammengekrixelte mühsam mit ebendieser Linken abzutippen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr ver(s)ehrte Damen und Herren, die schon einmal in meiner Situation waren, Sie wissen es wohl: So einen Gips kann man auch als Waffe einsetzen. Und der Clinic-Clown mit der lustigen roten Nase, der da verschreckt zur Seite tritt, anstatt mich anzuschnorren, der weiß es wohl auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig W. Müller ist Kabarettist und freier Autor in Wien und München (&lt;a href=&quot;http://www.ludwig-mueller.at&quot;&gt;www.ludwig-mueller.at&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Rektoskopien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1006/stories/2876882/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0906/stories/2754899/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXIV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0806/stories/2601480/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6706/stories/2268339/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0506/stories/2093904/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XXI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0406/stories/1903735/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XX&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0306/stories/1786536/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XIX&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0206/stories/1637029/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XVIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0106/stories/1471432/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XVII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1105/stories/1196614/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XVI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/1005/stories/1116361/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0905/stories/1006727/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XIV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0805/stories/1004298/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/6705/stories/805995/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0505/stories/783027/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil XI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0305/stories/784245/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil IX&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0205/stories/783930/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil VIII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0105/stories/783525/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil VII&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/7804/stories/802384/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil VI&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0604/stories/787097/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil V&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0504/stories/786940/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil IV&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0404/stories/789206/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil III&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/2304/stories/802539/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil II&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.datum.at/0104/stories/786807/&quot;&gt;Müllers Rektoskopie, Teil I&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783162/">
    <title>Was ich lese und was nicht</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783162/</link>
    <description>&lt;b&gt;Was ich lese&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Moment, in dem ich Stimeders Anruf (der zu einer einstelligen morgendlichen Uhrzeit auf der Mailbox landen musste) abhörte, stand ich auf einer Rolltreppe im Umsteigemodus U-Bahn-Station Stephansplatz. Um seinem Auftrag (Was liest du und was nicht?) wahrheitsgetreu zu entsprechen, hätte ein Blick ins mitgeführte, am Kiosk Wien-West erstandene und prall gefüllte Zeitungssackerl gereicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl es nicht repräsentativ ist  es handelte sich um einen Montag, und der ist für den geneigten Fußballfreund in erster Linie sportnachberichterstattungsmäßig konnotiert. Es waren also einige peinliche Sportmagazine und auch die mit fetten Sportteilen gesegneten Montagsausgaben diverser Bundesländerzeitungen dabei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Minuten vor Stimeders Anruf hatte ich noch im kicker geblättert, dem steifen deutschen Fachblatt, das ich auch wegen seiner peniblen (und faden) Unerbittlichkeit schätze. Aber: Was ich lese, sollte eher kein Spiegel sein, in dem ich meine eigenen Plattitüden dann noch mal bewundern kann, sondern etwas Ergänzendes. Ich stelle fest, dass ich die Frage Was liest du und was nicht? nicht ohne Tools beantworten kann, weil ich ständig lese; und befrage also mein Weblog (fm4.orf.at/blumenau), das mir zumindest Auskunft darüber geben kann, welche Publikationen oder Websites ich als Ausgangspunkte für einen weiter führenden Gedankengang genommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde vor: die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Wirtschaftswoche, ein Kriegsende-Special der taz, die NZZ am Sonntag (das einzige Abo, weil man dieses wunderbar verkrampfte Ding in Österreich nicht bekommt), den Observer, die Kleine Zeitung, das gap, die Financial Times, die Tollsten Geschichten von Donald Duck, den Freund, die Gazette, die Presse, den New Yorker, den ballesterer, den Falter, die Süddeutsche  Außerdem waren Bücher dabei, umfangreiche Schriftwerke, die ich früher kistenweise verschlungen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;martin blumenau&quot; height=&quot;290&quot; alt=&quot;martin blumenau&quot; width=&quot;440&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/Blumenau1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt waren das Autorinnen wie Linda Stift, Eva Menasse, Clarissa Stadler oder Paula Köhlmeier. Noch kaum gelesen liegt das Büchlein von Markus Binder (von Attwenger) herum, noch weniger angeblättert hab ich ein Johnny-Cash-Bilderbuch, und noch originalverpackt ist das Roman-Debüt von Götz Schrage. Wahrscheinlich, weil ich mich davor ein bissl fürcht. Lesen ist für mich immer noch hauptsächlich Papier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lesen im Web, na ja  Meine paar Favoriten-Links nütze ich schleißig, ich war lange nicht mehr auf der Standard-Homepage, das Passwort für den New York Times-Link vergesse ich regelmäßig, so selten verirre ich mich dorthin. Meine ersten fünf Links sind allesamt ORF-related: FM4, ORF.at, Sport, Science, Futurezone. Darüber hinaus geht wenig; zu wenig haptisch, zu sehr bildschirmabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag neue Zeitschriften, ich schätze es, sie quasi jungfräulich durchzublättern, nicht zu wissen, was mich bei der nächsten Seite erwartet. Und ich schätze die Redundanz, das schöne Ewiggleiche, die Sicher- und Gewissheit des starren Blattformats, vor allem, wenn ich mich drauf verlassen will, dass ich hier wöchentlich oder täglich das Gleiche bekomme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verstehe jeden konservativen Leser (gleichwie Hörer), der einen volljammert, wenn er etwas Gewohntes nicht mehr an gewohnter Stelle vorgesetzt bekommt, sehr gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich lese, muss nicht toll oder weltbewegend sein. Die Phasen, wo ich nur Stoff zugelassen habe, der mich emotional oder intellektuell hundertprozentig berühren konnte, hab ich unter jugendliches Ungestüm abgehakt; schätze es bei anderen aber immer noch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich brauche frischen Lesestoff wie Wasser. Ich hol mir dort die Anlassfall-Vitamine raus, die ich zum Weiterdenken brauche. Und da ist es egal, ob ich etwas lese und drüber lächeln muss, weil ich weiß, wie es wirklich war und die schelmische Absicht hinter der Publikation erkenne respektive Diesbezügliches aus Erfahrungswerten filtern kann. Oder ob ich im positivsten aller Fälle etwas lese und dann was draus zusammenkneten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lesen ist Sammeln von Rohmaterial, nichts Fertiges. Und die Wahrheit übers Universum kann sich (sehr frei nach einem Dichter aus New Jersey) durchaus auch in einer Motorzeitschrift befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisherige Autoren der Reihe &lt;b&gt;Was ich lese und was nicht&lt;/b&gt; finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.datum.at/stories/5896956/&quot;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>lebensarten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783144/">
    <title>30 und keine Ahnung</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783144/</link>
    <description>Neulich habe ich meinen Meister getroffen, und das kam so: Ich saß in der Fernseh-Pressestunde, versuchte, der bekannt gute Selbstvermarkter zu sein und dabei meine zynische Intelligenz zu verbergen. Doch das gelang mir gar nicht, denn mir gegenüber saß: ER. Er machte mich auf, ich muss das in dieser Deutlichkeit sagen, denn er war einfach brillant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Schnöselfrisur konnte ich noch mithalten, doch beim nassforschen Formulieren war er einfach besser. Er war cool, schlagfertig, er öffnete mit seinen messerscharfen Sätzen meine Sprachhülsen so lange, bis meine Satz gewordenen Luftblasen nach oben schwammen wie Fürze in der Badewanne. Nach der einen, zumindest für ihn und die Zuschauer befriedigenden Stunde österreichischen Fernsehens war ich so ermattet, dass ich nicht mehr konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All meine Selbstironie war verflogen, ich war auf keine Konversationsebene mehr zu bringen, nicht einmal mehr zu einem volkswirtschaftlichen Diskurs, meinem Steckenpferd, war ich beim Bier danach noch fähig. Ich konnte nur noch an meinem Tee nippen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch hier war er lässiger  denn er trank, obwohl erst zwölf Uhr mittags, gleich zwei Krügerl. Ja, er ist einfach der Meister, ich muss das so feststellen. &lt;br /&gt;
Oberösterreichische Wertarbeit statt Südkärntner Leichtmetallfelgen. Maßanzüge statt Hilfiger-Konfektion. Gel statt Föhn. Natürliches statt Salzburger Flügerlsaft. Kuba statt Corrales. Seit unserer Begegnung in der Pressestunde ist unser Verhältnis merklich abgekühlt, ich grüße ihn nur mehr verhalten, freundlich wie ein Stacheldrahtzaun, mit dem Lächeln eines Parkverbotsschildes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sollte ich auch sonst tun, um meiner Unterlegenheit Herr zu werden? Ich brauchte lange, um einen Weg aus meiner Misere zu finden und probierte vieles aus. Ich demütigte die Öffentlichkeit, indem ich Berufliches mit Privatem verquickte, bis niemand mehr davon hören konnte und wollte. Ich ließ mir eine Homepage basteln, für die meine Industriellen-Freunde blechten, weil ich beweisen wollte, was ich mir alles erlauben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich ließ mich für berufliche Vorträge als Privatperson bezahlen, meine Luxusurlaube upgraden und nahm auch einen geschenkten Porsche an, nur weil gerade kein Bentley zu haben war. Nichts passierte, und das tat mir gut. Doch dann war da immer noch er. Um ihn zu schlagen, musste ich mir etwas Besonderes einfallen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das tat ich dann auch: Ich fand den Sex. Der Plot war kaum zu überbieten: ich; die Milliardärin mit Österreichs nunmehr bekanntesten Beinen; zuhause die Verlobte (ein politisches Flüchtlingskind); Trennung; Porsche; Unfall; Versöhnung vor Krone-Fotografen; Dann wieder die Milliardärin; New York; endgültige Trennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand empörte sich, weil ich mir auch im Bett alles erlauben kann. Diese Amour fou war präzise geplant, und sie hat es allen gezeigt. Denn ich habe Chuzpe, das hat er mittlerweile anerkannt. Für mich ist Selbstreflexion ein Badezimmerspiegel. Doch das Wichtigste daran: Ich weiß, dass er mich darum beneidet. Um meine Autos. Um meinen formidablen Charakter. Und sicher auch um meine Weiber. Obwohl er beim nassforschen Formulieren besser ist. Ich habe gelernt, meine Minderwertigkeit zu bekämpfen und große Rivalen in den Schatten zu stellen, und Sie, Sie können das auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1)&lt;/b&gt; Schmeißen Sie Ihren Ferrari weg und lassen Sie sich einen Porsche schenken.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2)&lt;/b&gt; Kaufen Sie sich, jetzt aber wirklich, ein Swarovski-Gehänge.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3)&lt;/b&gt; Hängen Sie sich einen neuen Badezimmerspiegel auf. Beim Bauhaus gibt es jetzt das Sondermodell Selbstreflexion mit rosa schimmerndem Rand.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4)&lt;/b&gt; Abonnieren Sie den trend.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5)&lt;/b&gt; Lernen Sie Christian Rainers trend-Leitartikel aus der April-Ausgabe auswendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der nächsten Ausgabe lesen Sie, wie ich es geschafft habe, aus einer griesgrämigen Politikjournalistin mit ein paar kosmetischen Korrekturen eine Lichtgestalt der Innenpolitik zu machen. Ich habe Ihr einfach ein Buch geschrieben.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:10:30Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783135/">
    <title>Letzte Fragen an &lt;b&gt;Michael Schmitz&lt;/b&gt;</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783135/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;michael schmitz&quot; height=&quot;200&quot; alt=&quot;michael schmitz&quot; width=&quot;220&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.datum.at/0405/static/0405datum/images/schmitz.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;&quot;Ich habe die Freiheit, zu entscheiden, mit wem ich rede und mit wem nicht.&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Schmitz (50) ist seit 1999 Redaktionsleiter des Zweiten Deutschen Fernsehens &lt;a href=&quot;http://www.zdf.de&quot;&gt;(ZDF)&lt;/a&gt; in Wien, wo er schon Anfang der Neunziger tätig war. Seine Karriere beim ZDF begann er 1984 als Reporter und Redakteur des Nachrichtenmagazins Kennzeichen D, bis zur Wiedervereinigung berichtete Schmitz aus Ostberlin. Von 1995 bis 1999 war der mehrfach ausgezeichnete Journalist Auslandskorrespondent des ZDF im Studio Washington.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit für das ZDF ist Schmitz Manager von Schwimmstar Markus Rogan, dessen Stiefvater er auch ist, sowie Mitarbeiter des psychosomatischen Instituts seiner Frau Margot und Buchautor (letzte Veröffentlichung: Seelenfraß. Wie Sie den inneren Terror der Angst besiegen, gemeinsam mit Margot Schmitz, Ueberreuter 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich wollte DATUM ein Telefoninterview mit Michael Schmitz führen.&lt;br /&gt;
Schmitz, der Manager und Stiefvater von Schwimmstar Markus Rogan, sorgte jüngst mit seinem Schützling in der ORF-Sendung Vera für Aufregung, in der beide die Vorgangsweise des &lt;a href=&quot;http://www.voes.or.at&quot;&gt;Österreichischen Schwimmverbandes (OSV)&lt;/a&gt; und von dessen Präsident Paul Schauer in Sachen persönliche Vermarktungsrechte der Sportler scharf kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Schmitz und Rogan nutze der OSV die Gunst der Stunde, um den Aktiven für internationale Bewerbe vertraglich ihre Persönlichkeitsrechte weitgehend abzuerkennen und Namens-, Bild- und Vermarktungsrechte für Großveranstaltungen wie WM und EM in Beschlag zu nehmen.&lt;br /&gt;
Das Gespräch geriet leider etwas kurz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Guten Tag, Herr Schmitz.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guten Tag. Ich finde es nicht in Ordnung, dass Sie beim ZDF anfragen, ob das alles genehmigt sei, was ich nebenher tue und was nicht. Es ist genehmigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Nichts anderes wurde DATUM von Ihrem Arbeitgeber beschieden. Es ist bei uns Usus, uns zuerst über unsere Interviewpartner zu informieren und zu recherchieren, bevor wir mit ihnen sprechen. Für Sie als Journalisten dürfte das nichts Neues sein. Das nennt man journalistische Freiheit. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich habe die Freiheit, zu entscheiden, mit wem ich rede und mit wem nicht. Ich wünsche Ihnen einen guten Tag. &lt;br /&gt;
(Legt auf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;u&gt;Die Fragen, die wir Herrn Schmitz gerne gestellt hätten, lauteten folgendermaßen:&lt;/u&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Alexander Wrabetz, der kaufmännische Direktor des &lt;a href=&quot;http://www.orf.at&quot;&gt;ORF&lt;/a&gt;, nannte Ihren Auftritt in Vera in der Branchenzeitschrift Extradienst wörtlich unsäglich. Wie finden Sie das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was haben Sie gegen Paul Schauer?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Gesprächsbasis mit Herrn Schauer nach dieser Sendung, in der Markus Rogan ihn der mangelnden Handschlagqualität bezichtigte, noch aufrecht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wrabetz kritisierte auch den Umstand, dass Herr Schauer in der Sendung nur mit einem Zitat kurz zu Wort kam, als unfair und nicht den üblichen ORF-Standards entsprechend. Sie sind selbst Journalist bei einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Wie beurteilen Sie diese Kritik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich die Tätigkeit als Redaktionsleiter des ZDF mit jener als Manager und Promoter eines österreichischen Sportlers vereinbaren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat die Ihrer Meinung nach verfehlte Politik des Schwimmverbandes in Sachen Persönlichkeitsrechte mit dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. und mit der polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc zu tun, deren Situation Ende der Siebziger Herr Rogan in Vera mit seiner eigenen heute verglichen hat?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Herrn Schmitz im Sinne der journalistischen Fairness die Möglichkeit zu geben, unsere Fragen doch noch zu beantworten, haben wir ihn drei Tage vor Drucklegung darauf hingewiesen  telefonisch über das Wiener ZDF-Büro und mit mehreren persönlichen E-Mails, welche die oben angeführten  Fragen enthielt , bei Nichtbeantwortung diesen Beitrag in der jetzt vorliegenden Form zu bringen. Eine Reaktion blieb bis zur Drucklegung aus.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
    <dc:subject>columnae</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T20:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.datum.at/0405/stories/783127/">
    <title>DATUM Republik</title>
    <link>http://www.datum.at/0405/stories/783127/</link>
    <description>&lt;b&gt;Einführung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht erließ die provisorische Regierung Österreichs das Verbotsgesetz. Nationalsozialistische Wiederbetätigung wurde damit unter Strafe gestellt. Alle österreichischen NSDAP-Mitglieder sollten sich registrieren lassen und waren vom Wahlrecht bei den Nationalratswahlen 1945 ausgeschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Mal erfuhr das Gesetz eine Novelle: 1947 und 1992. In der jetzigen Fassung macht sich zum Beispiel einer gerichtlich strafbaren Handlung schuldig, wer versucht, eine gesetzlich aufgelöste nationalsozialistische Organisation wiederherzustellen; wer eine Verbindung gründet, deren Zweck es ist, die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Republik zu untergraben; wer in einem Medium den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet. Der Strafrahmen: Zehn bis zwanzig Jahre, bei besonderer Gefährlichkeit des Täters und entsprechenden Handlungen droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1945 und 1955 wurden in 136.829 Fällen gerichtliche Voruntersuchungen eingeleitet. 23.477 Urteile wurden gefällt, davon 13.607 Schuldsprüche. Die Zahl der wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen verurteilten Personen lag bei rund 2.000 Personen. Von ihnen wurden 43 Angeklagte zum Tode, 29 zu lebenslänglichem Kerker und 269 zu Kerkerstrafen zwischen zehn und zwanzig Jahren verurteilt. 30 Todesurteile wurden vollstreckt, zwei Verurteilte begingen vor der Vollstreckung Selbstmord. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine durchgehende Statistik der Verurteilungen nach dem Verbotsgesetz existiert laut Auskunft des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes nicht. Anhaltspunkte über die Entwicklung liefern jedoch die Anzeigenstatistiken. So gab es von 1980 bis 1992 insgesamt 1.147 Anzeigen. Tendenz: steigend (1980: 25, 1992: 249). Ein besonders signifikanter Anstieg war im ersten Halbjahr 2000  mit Regierungsantritt von Schwarz-Blau I  zu verzeichnen: Von Jänner bis Juni gab es mit 232 Anzeigen ein Plus von 48 Prozent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aktuellsten Daten liefert der Verfassungsschutzbericht 2004 des Innenministeriums: Im Zusammenhang mit rechtsextremen Tathandlungen wurden 2003 insgesamt 436 Anzeigen erstattet. Das aktuellste Urteil: Am 12. April 2005 wurde ein 31-jähriger Jurist aus Oberösterreich zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er in Zeitschriften sowie auf Internetseiten die Veröffentlichung von Publikationen veranlasst hatte, die laut Staatsanwaltschaft nationalsozialistisches Gedankengut zum Inhalt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kommentar &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinungsfreiheit ist entweder unteilbar oder gar nicht. Es gibt im Grunde nur einen einzigen triftigen Grund, die österreichischen Gesetze gegen nationalsozialistische Wiederbetätigung so zu lassen, wie sie sind, anstatt sie einfach abzuschaffen: die Symbolik, die von einem derartigen Schritt des Gesetzgebers ausgehen würde (okay, und die dann dreist feixenden Visagen der Zielgruppe dieses Gesetzes wollen wir uns eigentlich auch nicht unbedingt anschauen müssen). Ansonsten spräche aber, auch wenn das zu schreiben in Österreich nicht ganz leicht fällt, durchaus wesentlich mehr dafür, diese Gesetze endlich zu entsorgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn das gesetzliche Verbot, eine bestimmte politische Meinung öffentlich zu vertreten  und sei diese Meinung noch so zum Kotzen , widerspricht diametral einem ganz zentralen Wert der liberalen Demokratie, dem Recht auf Meinungsfreiheit. Nun mag es in den ersten Jahren, vielleicht gar Jahrzehnten nach der Befreiung 1945 berechtigt gewesen sein, im Zuge einer Güterabwägung die Abwehr der Gefahr eines Wiederaufflackerns des Nazismus für das wichtigere Rechtsgut als die völlige Meinungsfreiheit zu halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon aber kann heute freilich wirklich keine Rede mehr sein, weshalb es nahe liegend wäre, die historisch bedingte und argumentierbare Beschneidung der Meinungsfreiheit zu beenden und eine Rechtslage herzustellen, wie sie in Großbritannien oder den USA herrscht, wo jeder jede politische Meinung vertreten kann, und sei sie noch so krude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies umso mehr, als die Verbotsgesetze ja auch regelmäßig in der Verwirklichung der zwei zentralen Zielsetzungen jeglichen Strafrechts versagen, der Spezialprävention und der Generalprävention. Dass ein Nazi seine Meinung geändert (oder auch nur das Maul gehalten) hätte, Spezialprävention eben, nur weil er ein paar Monate bedingt ausgefasst hat, ist nicht dokumentiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wenig wie eine abschreckende (generalpräventive) Wirkung derartiger Urteile. Meistens führen sie höchstens dazu, dass Nazis halt ihre Formulierungen so ändern, dass sie nicht unter das Verbotsgesetz fallen, aber trotzdem jeder weiß, was gemeint ist. Und das ist als Nutzen einfach zu wenig, um eine Beschränkung der Meinungsfreiheit zu rechtfertigen  die ja, um diesen Namen zu verdienen, immer die Freiheit sein muss, auch die widerwärtigste Meinung zu vertreten.</description>
    <dc:creator>Klaus Stimeder</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Klaus Stimeder</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-21T19:59:38Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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