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Letzte Fragen an ... Niko Alm

„Es werden Märchen als Fakten verkauft“

Interview: Thomas Trescher
Fotografie: Florian Auer
Dokumentation: Cornelia Girardi
niko_almNiko Alm (33) ist Gründer und Geschäftsführer der Werbeagentur Super-Fi und Herausgeber des Österreich-Ablegers vonVice, einem amerikanischen Lifestyle-Magazin. Zuvor war der gebürtige Wiener Herausgeber des österreichischen Popkultur-Magazins The Gap. Die von ihm gegründete Laizismus-Initiative ist eine Gruppe von Säkularen, die die Trennung von Staat und Religion fordert. Sie ist nach Eigenangaben unabhängig von politischen Parteien und Religionsgemeinschaften. Derzeit sammelt die Laizismus-Initiative Stimmen für eine Unterstützungserklärung, die den Parlamentsparteien vorgelegt werden soll. Demnach soll der Staat keiner Religionsgemeinschaft oder Weltanschauung Sonderrechte einräumen und außerdem dafür sorgen, dass Religion keine staatliche oder öffentliche Funktion hat.

Die Laizismus-Initiative sieht als größten Widerspruch zwischen Staat und Religion, dass Staat und Demokratie durch das Volk legitimiert sind, während Religion sich durch das Jenseits legitimiert – etwas, das nicht beweisbar ist. Desweiteren kritisiert die Initiative die Trennung zwischen anerkannten und nicht anerkannten Religionen. Religion soll laut der Initiative kein Grund für Besserbehandlung sein, genausowenig wie Rasse oder Geschlecht. In Österreich wurden bei der jüngsten Volkszählung 2001 rund 5.900.000 Menschen mit römisch-katholischem Bekenntnis gezählt. Dem gegenüber stehen etwa 960.000 ohne Religionsbekenntnis.

Die von Ihnen ins Leben gerufene Laizismus-Initiative hat das Motto: „Wir trennen jetzt Staat und Religion“. Warum gerade jetzt?

Es reicht einfach. Wir haben keinen bestimmten Anlass. Das Problem besteht schon lange und es ist endlich an der Zeit, etwas zu tun.

knappen Million Österreicher ohne Glaubensbekenntnis stehen fast sechs Millionen römisch-katholischen Glaubens gegenüber. Ist ein gewisser Einfluss der Kirche da nicht gerechtfertigt?

Natürlich – genauso wie er das bei allen anderen Organisationen mit vielen Mitgliedern ist. Die Religionen sollen Gehör finden und es soll einen Diskurs mit ihnen geben. Das Problem ist aber, dass den anerkannten Religionen rechtliche Privilegien – Religionsunterricht, Schutz von religiösen Gefühlen – zugesprochen werden und damit der Gleichheitsgrundsatz gegenüber jenen verletzt wird, die nicht religiös sind oder keiner anerkannten Religion angehören.

Welche negativen Konsequenzen sehen Sie durch den Einfluss der Kirche?

Sie teilt die Bevölkerung. Nach Rasse und Herkunft darf niemand diskriminiert werden, aber der Staat unterscheidet zwischen anerkannten und nicht anerkannten Religionen und spricht denen Privilegien zu, die anerkannt sind.

Richtet sich Ihre Initiative primär gegen die katholische Kirche?

Überhaupt nicht. Sie richtet sich weder gegen eine Kirche noch gegen Gläubige, sondern einzig und allein gegen die rechtlichen Privilegien der anerkannten Religionsgemeinschaften.

Welche Ihrer Forderungen ist die dringlichste?

Die Abschaffung des Religionsunterrichts. Im Religionsunterricht werden Märchen als Fakten verkauft. In einem Alter, in dem die Kinder empfänglich dafür sind. Das kann bis zur Indoktrinierung führen. Daneben gibt es noch andere bedenkliche Sonderrechte, etwa die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer oder die Tatsache, dass Seelsorger vom Wehrdienst befreit sind. Aber das sind kleine Probleme im Vergleich zum Religionsunterricht an den Schulen.

Wie viele Unterschriften sind Ihr Ziel?

16.000 Unterschriften, das sind zwei Promille der Bevölkerung. So viele Menschen braucht es, um in Österreich eine Kirche zu gründen. Mit 10.000 Unterschriften sind wir aber auch glücklich.

Sie wollen ihre Erklärung den Parlamentsparteien vorlegen – was soll danach passieren?

Unser bescheidenes Ziel ist eine qualifizierte Antwort der Parlamentsparteien – und dass dadurch eine öffentliche Debatte losgetreten wird. Die Chancen, dass unsere Forderungen umgesetzt werden, sind äußerst gering.

Wie stehen Sie zum Kopftuch?

In erster Linie ist es ein Kleidungsstück wie ein Schal oder ein Pullover. Ich kann das Kopftuch meiner Oma nicht anders bewerten als das einer Muslimin. Erst in zweiter Linie ist es ein religiöses Symbol.

Sie haben den 666. Unterstützer mit einer „Vodka-statt-Messwein-Party“ gefeiert – wird damit nicht der Anschein erweckt, Sie würden Ihre eigene Initiative nicht ernst nehmen?

Damit bin ich selbst auch nicht sehr glücklich gewesen, aber ich mache diese Initiative nicht alleine. Allerdings: Mein Bedenken dabei ist nur, dass es Menschen gibt, die keinen Humor haben. Ich bin der Überzeugung, dass Religion durchaus etwas ist, mit dem man sich scherzhaft
befassen kann.

Michael Tfirst (Gast) - 6. Nov, 14:09

Zu viele katholische Priester in Österreich sind auch noch Kinderschänder

Als sexuelles Missbrauchsopfer von katholischen Kirchenleuten in meiner Kinder- und Jugendzeit zeige ich auf, wie die katholische Kirche in Österreich unzählige sexuelle Missbrauchsfälle ihrer pädophilen Priester vertuscht und das geschieht mit der Hilfe des Staates und der Justiz (aber es ist nicht nur in Österreich so schlimm, sondern auch in allen Ländern, mit denen der Staat Vatikan ein Konkordatsabkommen, eben wie mit Österreich, hat):

Tausende Priester sind Kinderschänder

http://www.michaeltfirst.blogspot.com/



Thousands of catholic priests are child abusers

http://www.sexualabusebychurchmen.blogspot.com/


MfG
Michael Tfirst

Siehe auch meine Homepage über das braune NAZI Österreich:

http://kunstvonmichaeltfirst.blogspot.com/



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