Andrea Kdolsky: CliniClown oder Pausenclown?
Willkommen bei Peter Hajeks Blog! Selten hat eine politische Neueinsteigerin wie Andrea Kdolsky so Furore gemacht. Sie hat einen ungezwungen Zugang zu Sachthemen und einen erfrischenden Kommunikationsstil. Dieser könnte aber bald zu ihrer Achillessehne werden.
Fotografie: Gianmaria Gava

Als ÖVP-Parteichef Willi Molterer sein Team präsentierte, dachte man beim Name Kdolsky an: nichts. Großes Schulterzucken war angesagt. Aber gleich mit Ihrem Sager zu Schweinsbraten und dem Genusszigaretterl sprach sie den Leuten aus der Seele und belegte für einige Tage die Seiten der Printmedien. ÖVP-Strategen frohlockten bereits: Kdolsky verleihe der Partei neuen Schwung.
Kdolsky legte nach und sich mit Herbert Haupt wegen dem Kindergeld an, der sie daraufhin gleich klagen wollte. Sie hatte ihm grobe Fahrlässigkeit wegen seiner Ministerweisung, die Überprüfung der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld einzustellen, vorgeworfen. In Fragen der Homoehe stellte sie sich gegen ihre Partei. Resultat: Kdolskys Vertrauenswerte bei der Bevölkerung stiegen. So weit, so ausgezeichnet der Start.
Die Gesundheitsministerin liess aber nicht locker, machte in einer Schule Aufklärung zu Safer Sex. Man lies nette Fotos mit 15-Jährigen Schülerinnen machen, was die Eltern aber nicht so rasend toll fanden. Dann ein NEWS -Cover mit einer Ministerin, die mehr wie eine britische Arbeiterin als eine Gesundheitsministerin im Parlament aussieht.
Zwar für eine gute Sache wie die CliniClowns, aber wer liest das schon.
Merke: Willst Du gelten, mach Dich selten. Natürlich kann man das in der Mediendemokratie von heute nicht mehr voll durchziehen, aber man sollte alles mit Maß und Ziel betreiben. Und wichtig ist die Metabotschaft, die bei Andrea Kdolsky komplett fehlt. Wofür steht die Ministerin außer für ungewöhnlich?
Die größte Gefahr aber sind die Medien selbst. Andrea Kdolsky läuft Gefahr zu ihrem Spielball zu werden. Schnell kann einem das Heft entgleiten und übrig bleiben vom politischen Leben ein Sager und ein Tanzbein. Schlag nach bei Sinowatz.
Peter Hajek ist Geschäftsführer der Peter Hajek Public Opinion Strategies und schreibt exklusiv auf www.datum.at jeden Dienstag und Donnerstag Kommentare zum innenpolitischen Geschehen.
Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie hier.
Kdolsky legte nach und sich mit Herbert Haupt wegen dem Kindergeld an, der sie daraufhin gleich klagen wollte. Sie hatte ihm grobe Fahrlässigkeit wegen seiner Ministerweisung, die Überprüfung der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld einzustellen, vorgeworfen. In Fragen der Homoehe stellte sie sich gegen ihre Partei. Resultat: Kdolskys Vertrauenswerte bei der Bevölkerung stiegen. So weit, so ausgezeichnet der Start.
Die Gesundheitsministerin liess aber nicht locker, machte in einer Schule Aufklärung zu Safer Sex. Man lies nette Fotos mit 15-Jährigen Schülerinnen machen, was die Eltern aber nicht so rasend toll fanden. Dann ein NEWS -Cover mit einer Ministerin, die mehr wie eine britische Arbeiterin als eine Gesundheitsministerin im Parlament aussieht.
Zwar für eine gute Sache wie die CliniClowns, aber wer liest das schon.
Merke: Willst Du gelten, mach Dich selten. Natürlich kann man das in der Mediendemokratie von heute nicht mehr voll durchziehen, aber man sollte alles mit Maß und Ziel betreiben. Und wichtig ist die Metabotschaft, die bei Andrea Kdolsky komplett fehlt. Wofür steht die Ministerin außer für ungewöhnlich?
Die größte Gefahr aber sind die Medien selbst. Andrea Kdolsky läuft Gefahr zu ihrem Spielball zu werden. Schnell kann einem das Heft entgleiten und übrig bleiben vom politischen Leben ein Sager und ein Tanzbein. Schlag nach bei Sinowatz.
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