Inhalt

zur Navigation

Leserbriefe

Cover und Katastrophen

Ein großes Lob für die hervorragende Covergeschichte um die vermisste Frau, zeitweise hat es einen beim Lesen richtig gegruselt. Ich hoffe, dass Sie an dieser Art von Geschichten dranbleiben; wenn so etwas passiert wie in New Orleans, wo es um eine quasi-anonyme Masse geht, rückt der einzelne Mensch in den Hintergrund. Mich hat entsetzt, dass es in diversen Internetforen viele Reaktionen der Art: „Was soll’s, ist doch völlig egal, was mit der Frau passiert ist, im Irak sterben jeden Tag Leute“ gab. Wenn das Schicksal des Einzelnen nicht mehr zählt, ist die Grenze zur Barbarei überschritten. Ansonsten finde ich es gut, dass es jetzt mehr Meinungen im Blatt gibt, auch wenn ich als Katholik nur wenig mit dem kann, was Günter Brus und Johann Skocek schreiben. Sich mit anderen Standpunkten auseinander zu setzen, kann der in Österreich praktisch nicht vorhandenen Debattenkultur nur gut tun.

Günter Prebenstein, per E-Mail

Award und Anschein

Herzliche Gratulation zum „Fast Lane Media Award“ der Financial Times! Ich gehöre seit Anbeginn zu ihren Lesern und verfolge seitdem intensiv die Entwicklung des Blattes mit. Ich habe mich immer darüber gewundert, dass das Heft bei meinen Bekannten in Deutschland viel bekannter zu sein schien als hierzulande – aber anscheinend stimmt es, dass man in Österreich zuerst den Umweg übers Ausland machen muss, um auch hier etwas zu gelten. Weiter so!

Sigrid Tiefenthaler, per E-Mail

Tom und Klaus

Wo ist Tom Gärtner? Neulich bekomme ich mein Lieblingsmagazin in den Postkasten, packe es voller Vorfreude auf die beste Satireseite des Landes aus, und was muss ich da lesen? „Positive Geschichten am Anfang des dritten Jahrtausends“? Von Klaus Gärtner? Ist das der Bruder? Oder der Neffe? Oder gar der Vater??? Egal. Ich bin 30, habe keine Ahnung und will meinen Kolumnisten zurück!

Maximilian Löcker, per E-Mail

DATUM und ANERKENNUNG

Wer hätte das gedacht? Dass DATUM einmal ein Jahr alt wird? Dass die Österreicher offenbar doch nicht so dumm sind und Qualität am Magazinmarkt durchaus schätzen? Und dass das Ganze nicht nur in Österreich, sondern weltweit anerkannt wird? Ad multos annos!

Gisela Mörzenbacher, per E-Mail


Fußball und Verhältnisse

Die Reaktion auf den Fußballskandal von Weiden respektive Großhöflein (Heft 6–7/05) ist wider einmal typisch. Es wird gelogen und betrogen, aber im schönen Österreich ist das schlicht und einfach jedem egal – außer den Geschädigten natürlich, aber um die ist’s ja wurscht, nach dem Motto: Hätten sie halt selber betrogen, dann wären sie nicht da, wo sie jetzt sind. Man sehnt sich direkt nach deutschen Verhältnissen, wo so eine Sache umgehend eine Untersuchung nach sich gezogen hätte, mit allen Konsequenzen. Aber solange es „nur“ die kleinen Betrügereien sind, wen stört’s? Nichtsdestotrotz Danke für die Berichterstattung, ohne die dieser offensichtliche Skandal überhaupt nicht mehr thematisiert worden wäre.

Rainer Espöck, per E-Mail

Gähnen und Tiefpunkt

Was muss ich da im September-Datum lesen? Sciencefiction aus der Steiermark (lustig, aber nicht wirklich lehrreich), die Coverstory der „Verschwundenen“ (lustig, aber detto), ein Aufsatz über (jüdische?) Befindlichkeiten, ein Artikel mit Kreisky im Lead (gähn), eine kleine Bosheit über Salzburg (macht sich auch immer gut, auf der Festspielstadt herumzuhacken), dann Seltsames von Günter Brus (und der soll eine tolle Neuerwerbung sein?!?) über die aus katholischer Sicht recht einsichtigen Worte des Kardinals Schönborn (kopfschüttel). Und gleich daneben eine Gesamtanklage der heutigen Gesellschaft: Alle sind böse, dumm und unehrlich, Manager, Experten, Politiker, nur der unrasierte Mensch im mittigen Medaillon hat das verstanden und blickt durch?

Nächste Seite – Gejammer über Asylpolitik, verpackt in einem Aufsatz über den Flughafen, dann Kommentare, Personalia des ORF (doppel-gähn), ein ganz interessanter Artikel über Castrum Peregrini (ohne den ich aber auch überlebt hätte), ein lustiges Textlein über die Zeitungstaschen, und dann – endlich – etwas Interessantes? Leon de Winter. Ein Interview – wie einfach.

Dann Muslime (nein, nix Recherchiertes, ein Aufsatz, wohlwollend, ganz anders als die Bösartigkeit über Schönborns Worte), Kambodscha (traurig, aber bringt mich auch nicht weiter, passt zum pubertären Pessimismus des gesamten Heftes), ein Rückblick ins Jahr 1994 und Kultur, nein, kein Text, Bilder. Auf diesem Papier absolut versifft und grauschleirig (ich wollte übrigens lesen und nicht Bilder anschauen) – und schon geht’s weiter mit Meinungskolumnen und allerhand Geschreibsel, inklusive Schleichwerbung für twoday.net. Es reicht.

Ich lege das Heft aus der Hand, es kommt auch nichts Erbauliches mehr nach. Ich sehe Hakenkreuze und fühle mich angewidert. Die Autogeschichte ist sicher gut, die reiß ich raus, den Rest werf ich weg (Ich hab noch kein Datum weggeworfen).
Ich hoffe, damit ist der Tiefpunkt des DATUM erreicht und durchschritten, denn das ist kein Qualitätsjournalismus, das sind pubertäre Kommentare und teilweise links-linke Rülpser. Das muss ich nicht lesen und schon gar nicht abonnieren. Überzeugt mich bitte mit dem nächsten Heft davon, dass eure ursprüngliche Power noch da ist und nur eine Ausgabe lang ausgesetzt hat …

Elisabeth Schabus, per E-Mail

Arbeit und Verständnis

Wenn ich Ihre Geschichten lese, finde ich es immer wieder erstaunlich, wie gerade DATUM darauf kommt. Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Ich wundere mich nur, dass Ihr Blatt in mancher Hinsicht streckenweise heute jene Arbeit leistet, die man eigentlich im profil erwarten würde. Auch wenn DATUM nicht dem klassischen Verständnis von einem Nachrichtenmagazin entspricht: Ich finde es großartig, wie sie als David gegen die Goliaths der Branche auftreten. Auch wenn ich beruflich gezwungen bin, mich mit den diversen Erzeugnissen der herrschenden Magazinfabrik auseinander zu setzen: Ihr Blatt ist mit Abstand das beste, das es am österreichischen Markt für Geld zu kaufen gibt!

Petra Müller, per E-Mail

Blogs und Etablierte

Die Idee, Geschichten aus Weblogs abzudrucken, finde ich ganz und gar bezaubernd. Kein Wunder, dass es DATUM braucht, um diese Form auch in Print zu bekommen, nachdem sich die etablierten Medien bis heute nicht drübertrauen. Danke!

Bernhard Steiner, per E-Mail

Brus und Schönborn

Kindischer geht es wohl nicht mehr. Günter Brus mag für manche – für mich persönlich nicht, aber Kunst ist ja bekanntlich Geschmackssache – ein großer Künstler sein, das Schreiben ist jedenfalls nicht sein Metier. Kardinal Christoph Schönborn derart anzugreifen, obwohl der – legitimerweise – lediglich das darwinistische Dogma in Frage gestellt hat, ist unter der Gürtellinie. Von seinem Kollegen auf der rechten Seite fange ich lieber gar nicht erst an. Es ist nun einmal so, dass sich die Zeiten geändert haben und der Wohlfahrtsstaat, der von der Wiege bis zur Bahre für die Bürger gesorgt hat, ein für alle Mal perdù ist. Manche mögen das bedauern – ich gehöre nicht dazu. Ich sehe im Gegensatz zu ihrem Kommentator nicht ein, dass wir bis heute auslöffeln sollen, was uns Kreisky, Brandt und Co in den Siebzigern eingebrockt haben. Die heutige Politik leidet immer noch unter den Folgen dieser verfehlten Politik. Sich deshalb auf die beiden – überparteilichen – Experten Rürup und Marin einzuschießen, die lediglich konstatieren, was zu tun ist, um zumindest den Rest einer Vorsorge zu finanzieren, halte ich für billig und effektheischerisch.

Wolfram Ernst, per E-Mail

Morak und Musik

Die Idee, durch den neu aufgelegten Musikfonds von Kunststaatssekretär Franz Morak heimischer Musiker zu fördern, halte ich per se für sinnvoll.
Die Kritik ihres Autors Gerhard Stöger geht deshalb für mich ins Leere, Indie hin, Major her. Über die Auswahl der Juroren lässt sich sowieso immer trefflich streiten, aber daran darf dieses Projekt doch bitte nicht scheitern!

Karin Angelmahr, per E-Mail



Navigation

zum Inhalt

  • Aktuelle Ausgabe
  • Bisher erschienen
  • Über Datum
  • Events
  • Wo gibts Datum
  • Lesergalerie
  • Kontakt
  • Hajek Blog
  • Godany Blog
  • Best of Datum 50
  • Trotzdem

Abonnements

Abonnements

Podcast

Start Podcast-Player

MIT iTUNES ABONNIEREN

RSS 2.0 Feed

Suche

Credits

twoday.net
  • xml version of this page

zum Inhalt