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Alles leiwand

In seinen 35 Dienstjahren im Bildungsministerium hat Sigurd Höllinger viele Regierungen kommen und gehen sehen. Jetzt geht er selbst.
Mit der Überzeugung, dass im Bildungswesen alles okay ist.

Text: Anneliese Rohrer
Sigurd HöllingerEs gibt ihn also doch noch. Diese Art von Sektionschefgang in einem Wiener Ministerium, in dem man nicht einmal überrascht wäre, Jörg Mauthes geheimnisvollem Legationsrat Heinz Tuzzi heute noch zu begegnen. Die hohen Türen, bräunlich-rot und dick gepolstert. Unterrichtsminister der Zwanziger und Dreißiger des letzten Jahrhunderts blicken streng in den leeren Gang. Heinrich Srbik, Emil Schneider, Otto Glöckl, Emmerich Czermak. Unter den Fenstern, gegenüber den Polstertüren mit den Sektionschef-Schildern, stehen unbequem niedrige Stühle für Wartende, auch seit Jahrzehnten offenbar nicht erneuert.



Im Zimmer 282 meldet man sich für Sektionschef Sigurd Höllinger an. Oder besser, tat es. Denn der „rote“ Sektionschef aus national-katholischem Mühlviertler Milieu ist mit 1. Oktober im Ruhestand, wenn auch nicht im Stand der Ruhe. Ab 3. Oktober plant er als Projektleiter eine neue Spitzenuniversität, das “Austrian Institute of Advanced Science and Technology“. Jörg Mauthe, dem Zukunftsdenker, würde es gefallen. Obwohl er ja mehr auf Literatur, Kultur und Lebensgefühl denn Technik gesetzt hatte.

Als Mauthe 1974 den Legationsrat Heinz Tuzzi in dem Roman „Die große Hitze“ in die Wiener Geisteswelt entließ, war Sigurd Höllinger schon Leiter der Abteilung Planung und Statistik im neu gegründeten Wissenschaftsministerium der gestrengen Hertha Firnberg. Als Mauthe 1986 seinem Krebsleiden erlag, wurde Höllinger Leiter der Hochschulsektion. Von den zahlreichen Ressortchefs, unter denen Höllinger gedient hat, hängt nicht ein Porträt in „seinem“ Gang.

Sein Zimmer, eine „Reitschule“, wie die Wiener zu sagen pflegen: groß, hell, etwas abgewohnt oder auch nur nüchtern durch die finale Ungemütlichkeit der letzten Amtstage. Den Herrn Sektionschef umgibt auch hier jene Aura der Distanziertheit – zu seiner Umgebung und vielleicht auch zu sich selbst –, die man in den letzten zwei Jahrzehnten bei dem einen oder anderen Gespräch, dem einen oder anderen öffentlichen Auftritt immer wieder bemerkt hat. Er nimmt am Kopf des langen Besprechungstisches Platz und lächelt, wie er immer gelächelt hat.
Im Laufe des Gesprächs sollte er einmal unübersehbar amüsiert reagieren. Dies tat er bei dem Hinweis, dass ein Überblick über seine Aussagen, auch jene, die Jahre zurückliegen, ein Muster zu Tage gefördert habe: Er habe offensichtlich die Tendenz, immer alles als „stark übertrieben“ oder „nicht so schlimm“ oder „die Aufregung nicht wert“ zu beschreiben. Woher denn dieses durchgängige Reaktionsmuster komme?

Das ist eine Frage, mit der ich zum ersten Mal konfrontiert bin. Aber ich versuche, sie so zu erklären. In einem Job wie meinem muss man sehr langfristig angelegte Perspektiven haben und die mit Konsequenz verfolgen. Daher sind einzelne Aufreger völlig unbedeutend. So wie jetzt mit dem EuGH-Urteil (zum Hochschulzugang für Studenten aus anderen EU-Staaten, Anm. d. Red.). Es war völlig klar, dass nach der Einführung der Studiengebühren der allgemein offene Hochschulzugang abzuschaffen sein wird, weil er nicht zeitgemäß ist. Das hätte man auch schon früher machen können. Jetzt ist es halt so, dass der Drang von außen gekommen ist, und jetzt wird das alles als furchtbar überraschend angesehen. Die Universitätsfunktionäre wollten schon vor Jahrzehnten ihre Studenten selber aussuchen.

Ich glaube, es wäre fahrlässig gewesen, den Universitäten dieses Recht zu übertragen, weil sie die Auswahl nicht wirklich seriös zustande gebracht hätten. Je länger die Universitäten wirklich selbstständig sind und je länger sie die Verantwortung für die Studierenden auch real tragen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das gut können. Und die Einübungen haben in den letzten Jahren schon stattgefunden. Und wenn man schon beim „offenen Hochschulzugang“ ist, dem Dogma der letzten Jahrzehnte, das auch noch gegen jede reale Entwicklung an den heimischen Universitäten offiziell verteidigt wurde, auch vom Leiter der Hochschulsektion, dann kann man ihm folgende Frage keineswegs ersparen: Was ist das wenige Tage vor dem Abgang für ein Gefühl? Der freie Hochschulzugang ist perdu, die Abbrecherquote nur durch die Einführung der Studiengebühren etwas abgesenkt, der Anteil der Studenten aus finanzschwachen Familien auch nicht höher als vor Jahrzehnten, und die Universitäten versinken zu Beginn des Wintersemesters 2005 im Chaos. Viel liegt daher in Scherben. Wie steht es mit seiner emotionalen Befindlichkeit angesichts einer solchen Bilanz?

Es gibt andere Dinge, die ich sehr gut finde. Ich bin durchaus zufrieden. Job ist halt Job. Die Universitäten sind jetzt dabei, leitungsfähiger zu werden. Forschung und Lehre können nur dann überleben, wenn sie europäisch konkurrenzfähiger werden. Das heißt auch, dass anders als bei der alten, bürokratisch gelenkten Universität die Selbstständigkeit der Studierenden und der Erfolg auch stärker im Interesse der Leitung der Universität stehen. Diese Schaffung der Selbstständigkeit hat mehrere Jahrzehnte gedauert. Nicht dass ein Konzept gefehlt hat, das gab es wohl schon 1990. Es fehlte am Mut der Akteure in der Politik. Es hat einzelne Mutige gegeben, aber es war für den Großteil der politischen Akteure unvorstellbar, die Universitäten in die Selbstständigkeit zu entlassen. Und zweitens: Die Universitäten wollten das selbst überhaupt nicht. Das war natürlich sehr, sehr angenehm. Dauernd die Unselbstständigkeit zu beklagen, aber trotzdem in dieser Unselbstständigkeit zu verharren. Wobei das Ministerium in vielen Bereichen nur mehr das abgesegnet hat, was die Universitäten gewollt haben, weil der zuständige Genehmiger der Minister war.

Eines muss man dem einst mächtigen Sektionsleiter mit der Sozialisierung in der 68er-Bewegung und einer jahrzehntelangen Mitgliedschaft bei der SPÖ lassen: Er ist bei heiklen Punkten um originelle bis verblüffende Erklärungen nie verlegen. Auch wenn dies nur dem Zuhörer und nicht ihm selbst auffällt. Das Ende des geliebten freien Zugangs? Kein Problem.
Ich hab ihn immer hochgehalten, aber mit abnehmender Intensität. Ich bin sicher, dass die Bedeutung heute nicht mehr die ist, die es früher gegeben hat. Expansion der Universitäten, Fachhochschulen, Mobilität der österreichischen Studenten ins Ausland, nicht nur in Europa, auch nach Übersee, Stipendien auch für finanzschwache Studenten, das alles relativiere den freien Hochschulzugang, weshalb er auch nicht mehr so zu verteidigen sei. Von den Absolventen des letzten Studienjahres waren 30 Prozent wenigstens ein Semester im Ausland. Daher ist der offene Universitätszugang nicht mehr so wichtig. Und überhaupt seien geordnete Zustände mit Auswahlverfahren und Selektion für die Studenten ohnehin besser.

Chaos an den medizinischen Universitäten durch den Ansturm aus Deutschland, Chaos vor allem auch in Innsbruck nach einem Wechsel der Rektoren? Kein Problem.
Ja, das finde ich auch nicht besonders gut, selbstverständlich. Die große Menge der deutschen Studierenden hat einen Grund: In Deutschland gibt es derzeit etwa 14.000 Verfahren, bei denen sich junge Leute einen Studienplatz erstreiten, weil es um den Numerus clausus geht. Dabei gibt es spezialisierte Rechtsanwälte, die jetzt nach dem Beschluss des EuGH die Chance gesehen haben, ihre Klienten bei einer bestimmten Anmeldung in Österreich leichter unterzubringen als durch einen in vielen Fällen mehrjährigen Rechtsstreit. Das ist vermutlich ein Gipfel, den wir da abtragen werden. Aber beweisen kann ich das nicht.

Sigurd HöllingerDen Universitäten fehlt hinten und vorne Geld? Plötzlich tauchen Faktoren auf, die bei der Entlassung in die Autonomie nicht bedacht worden sind? Kein Problem. Die finanzielle Not ist übertrieben. Aber es gibt schon gute Gründe, warum man mehr Geld geben sollte. In Höllingers Beamtenzeit fallen drei Universitätsreformen. Von jener der SP-Alleinregierung unter Hertha Firnberg distanziert er sich, und das nicht nur, weil er bei der Firnberg-Reform 1975 überhaupt nicht engagiert war. Ich war Statistiker und hatte mit diesem Gesetz nichts zu tun. Ich sage das nicht als Ausrede, sondern ich habe einfach was anderes gemacht. Ich habe diese Reform damals auch für zweckmäßig erachtet, weil damit viel frischer Wind in die Universitäten gekommen ist. Es war mir ja nur die Konstruktion mit der vermeintlichen Basisdemokratie von Anfang an suspekt. Es habe sich ja eigentlich nicht um Basisdemokratie gehandelt, sondern um die Absicherung der Privilegien der Hochschullehrer, um Pragmatisierung einer gewissen Schicht, um schwache Leistungen und Abschottung gegen das Ausland. Die Bürokraten hätten immer die Mehrheit bei der Mitbestimmung gehabt.

Der 68er Höllinger war, das wusste man schon lange, auch in jener Zeit, als er von 1986 bis 1993 das Universitätsorganisationsgesetz (UOG) 75 zu exekutieren hatte, nie ein Freund des akademischen Mittelbaus? Stimmt. Ich war nie ein Freund des Mittelbaus. Ich hab das immer für falsch gehalten. Das hat mit Basisdemokratie überhaupt nichts zu tun, sondern das ist die Absicherung der Privilegien der Universitätslehre, halt in einem demokratischen Muster. Verbunden mit dem alten Beamtendienstrecht hat es jene Effekte gehabt, die auch beklagt wurden.
Die Studierenden konnten zu wenig, die Leistungsorientierung war schwach entwickelt. Ist einer mit einem Diplom in eine (Plan-)Stelle geraten, hat das ausgereicht, um bis zur Pension bleiben zu können. Und die Abschottung gegenüber dem Ausland war beträchtlich. Ich hab das nie für richtig erachtet. Es hat eben lange gedauert, und diese Strukturen verfestigten sich. Und dann kam das UOG 1993 unter dem ÖVP-Ressortchef Erhard Busek, der einige Zeit versucht habe, ihn kaltzustellen, und mit dem er dann, als das aufgehört hat, ganz gut zurechtgekommen ist.

Erst kürzlich hat Höllinger dieses Gesetz in einigen Punkten als nicht schlüssig bezeichnet – ein Gesetz, das er damals sehr wohl im Gegensatz zu jenem von 1975 zu verantworten hatte; ein Gesetz, das in seiner Durchführung an den Universitäten irgendwie stecken geblieben ist. Auch für die Fortsetzung der heimlichen Herrschaft des Mittelbaus an den Universitäten, wie er es nennt, hat Höllinger eine Erklärung.
Die Professoren haben sich erstens nicht um die Organisation gekümmert, das ist ein klassisches akademisches Verhalten. Organisation ist nie fein. Nicht genug Zeit für Organisation. Diejenigen, die immer da waren in allen Sitzungen, waren die Mittelbauvertreter.

Mehrere Male im Laufe des Gesprächs kann man Höllinger ein richtiges Lachen entlocken. Das erste Mal, als man ihn mit der Frage konfrontiert, was denn eigentlich bei seinem Lieblingsthema der früheren Jahre, dem unzureichenden Anteil von Jugendlichen aus finanzschwachen Schichten an der Universitätspopulation in Österreich, schief gelaufen sei; warum sich dieser Anteil kaum verändert habe seit dem großen Firnberg’schen Aufbruch? Es wird etwas problematisch, wenn man bei meiner Chefin anfängt (VP-Ministerin Elisabeth Gehrer, Anm. d. Red.). Die Durchlässigkeit des Schulsystems und die individuelle Förderung sind verbesserungswürdig. Das alles wäre kein Grund für besondere Heiterkeit. Das Thema an sich ist ernst, daher führt es Höllinger auch ein wenig aus. Da lässt sich sicherlich manches im bestehenden Schulsystem verbessern, sodass mehr motivierte und begabte junge Leute den Weg in die Hochschule finden. Und dort gibt es nach wie vor, da gebe ich Ihnen schon Recht, eine zu hohe Quote von Abbrechern.

Die Studienzeiten sind seit der Einführung der Studiengebühren kürzer geworden und die Abbrecherquoten niedriger. Das kann ein Effekt sein, der wieder verschwindet. Aber man kann dies durchaus als positiven Effekt sehen. Statt hunderttausende zusätzliche Studienplätze zu schaffen, wäre die für einen Ökonomen eigentlich nahe liegende Forderung: Das System muss effizienter werden. Da gibt es ein Bündel von Gründen, was diese relativ ungünstigen Leistungsquoten anbelangt – den Erfolg und den Studienabbruch. Der Seitenhieb auf Alexander Van der Bellen, den Wirtschaftsprofessor und Chef der Grünen, ist elegant platziert. Dieser hatte ja just zur gleichen Zeit eine Aufstockung der Studienplätze um 100.000 verlangt, um dem derzeitigen Chaos an den Universitäten Herr zu werden. Einem Chaos, das Höllinger im Übrigen bestreitet, ganz gleich, wie viele Beispiele man ihm vorlegt.

Sigurd Höllinger

Da kommt wieder das oben beschriebene Reaktionsmuster zum Vorschein: Alles sei übertrieben, es gebe nur bei einigen Studienrichtungen, bei sechs oder sieben oder acht vielleicht, sehr fragwürdige Zustände. Warum man das denn nicht in Relation zu den anderen der 170 Studienrichtungen sehen wolle, die funktionierten? Aber dürfte es nach der Einführung der Studiengebühren überhaupt noch irgendwo fragwürdige Zustände geben? Und hatte er sich nicht gegen Studiengebühren ausgesprochen? Höllinger wehrt ab. Ich war immer für Studiengebühren. Als sie nach der „Wende“ eingeführt wurden, hat er sich doch kritisch geäußert? Schlug da plötzlich das 68er-Herz? Im Wintersemester 2001?

Ja, als sie eingeführt wurden. Ich war aber immer für die Studiengebühren, mit der Begründung, dass Studiengebühren mehr soziale Gerechtigkeit bringen – wenn man sie für die Finanzschwachen abfedert. Und Studiengebühren haben Ordnungsfunktion an der Universität. Das zeigt sich jetzt schon, weil die Studienzeiten kürzer werden. Die Reaktion der Universität steht noch ein bisschen aus. Aber da gibt es schon Verbesserungen. Warum dann die Kritik? Die Art und Weise war zu geschwind. Aber rückblickend muss ich sagen, das war sehr klug gedacht, weil damit langjährige Debatten und Auseinandersetzungen unterblieben sind. Höllinger spricht immer wieder von dem langen Atem, der in der Hochschulpolitik notwendig sei. Von der – in manchen Kreisen der SPÖ üblichen – „revolutionären Geduld“ will er nichts hören. Und weil ebenso viel Geduld mit im Spiel ist, auch im ganzen Habitus des Sektionschefs, lässt er sich auch nicht durch seine eigenen Worte irritieren oder davon abbringen, auch dort einen Erfolg zu sehen, wo andere ihn nicht erkennen können.

Kurz nach dem Regierungswechsel 2000 hatte er stolz verkündet: Wir streben Universitäten nach dem Muster führender Hochschulen der Welt an. Das war vor fünf Jahren. Jene Bilder, die den Österreichern aktuell von den heimischen Universitäten ins Haus geliefert werden, zeigen kein besonders erfolgreiches Streben. Höllinger ficht das nicht an. Die entscheidenden Weichen sind gestellt. Wir haben erstens die rechtliche Basis für die Gestaltung von Universitäten, die diesen Vorbildern nacheifern können. Und wir haben nahezu an jeder Universität wenigstens ein Institut oder Gruppen von Instituten oder Arbeitseinheiten an der Spitze. Aber es war doch von ganzen Universitäten die Rede? Eine ganze Universität nicht, das stimmt schon. Aber er sei einigermaßen sicher, dass von den neuen Möglichkeiten Gebrauch gemacht werden wird: Da braucht man einen langen Atem.
Da ist er wieder der lange Atem. Er taucht genauso häufig auf wie Ideen in Höllingers langer Berufszeit, mit denen der Sektionschef an die Öffentlichkeit und dort spektakulär unterging. Eine dieser Ideen war die Brechung des Zeugnis-Monopols der Schulen, eine andere die so genannten „Spitzel“ an den Universitäten zwecks ökonomischer Kontrolle.

Also die Spitzel seien nicht seine, sondern Caspar Einems Idee gewesen. Einem, einer von sieben Ressortchefs, die Höllinger absolvierte. Dennoch: Tendieren Sie zu Fantasien, Herr Sektionschef?
Nein, ganz im Gegenteil. Ich bilde mir ein, dass ich nahezu alles, was ich in Angriff genommen habe, durchgesetzt und auch zu einem Ende gebracht habe. Die Sache mit den Zeugnissen, das war sicher damals ein etwas flotter Spruch, das muss ich schon sagen. Aber die Grundidee war nicht, die Schulen zu schwächen, sondern das aufnehmende System, nämlich die Hochschulen, die die Studierenden aufnehmen, zu stärken.

Dazu ist es zwar wichtig, dass es ein Zeugnis gibt, damit man das Vorwissen abschätzen kann, aber es ist nicht zugleich der Eintrittsschein in ein Studium. Also das war sicher damals eine etwas flotte Bemerkung, die ich als Oberverantwortlicher nicht machen hätte sollen. Ich glaube schon, dass es richtig war. Die Richtigkeit erweist sich in einer sehr langen Perspektive. Solche Veränderung gehen mit großen Schmerzen und mit viel Blutvergießen in langen Zeiträumen vor sich.
Von langen Zeiträumen kann bei seiner neuen Tätigkeit keine Rede sein. Noch einmal lacht Höllinger, als er die Bezeichnung als „Berater“ der neuen Spitzenuniversität zurückweist. Projektleiter ja, Berater nein!

Ein Jahr hat er Zeit, um bessere Bedingungen für den Wissenschaftsstandort und für die Eliten zu schaffen. 35 Jahre hatte er dafür im Ministerium Zeit, das vom Wissenschaftsministerium zum Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mutiert ist. Er hat dort unter weiblicher Führung begonnen und beendet seine Karriere auch so.



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