Hajek bloggt: Weg mit dem NS-Verbotsgesetz?
Überraschung: Heinz-Christian Strache zieht einen alten Hut hervor und fordert die Aufhebung des NS-Verbotsgesetzes. Warum eigentlich?
Foto: Gianmaria Gava

FPÖ Parteiobmann Strache hat neben vielen weiteren kreativen politischen Forderungen wieder einmal die Aufhebung des in Österreich bestehenden NS-Verbotsgesetzes verlangt und damit dem nationalen Umfeld der FPÖ ein klares Signal gegeben.
Die meisten Vertreter des rechten Lagers sehen in dem Verbotsgesetz eine Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit. Man muss doch frank und frei darüber diskutieren dürfen, ob etwa der angebliche Holocaust überhaupt logistisch durchgeführt hat werden können. Man wird doch noch fragen dürfen!
Heute weiß doch wirklich jedes Kind, dass hohe Opferzahlen ein wesentlicher Verhandlungsvorteil für Israel bei Restitutionszahlungen sind. Die Juden rüsten damit wiederum ihre Armee gegen die Palästinenser hoch. Und so weiter und so fort. Diese Verschwörungstheorien und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen wurden schon zu oft empor gespült, als sie an dieser Stelle Ernst zu nehmen. Darum heißen Ewiggestrige ja auch Ewiggestrige.
Die Frage ist nur: Was bringt Strache diese Diskussion in seiner jetzigen Situation? Er wird von der Tageszeitung Österreich mit immer neuen Fotos aus seiner Vergangenheit konfrontiert, die er zuerst standhaft leugnet und dann doch widerwillig bestätigen muss. Jugenddummheiten halt.
Einen Vorteil hat die Debatte aber für ihn: Er wird immerhin von den politischen Gegnern heftig attackiert und sieht sich einmal mehr in seiner Lieblingsrolle bestätigt - der des Märtyrers und Robin Hood. Wahrscheinlich auch so eine Jugendphantasie.
Peter Hajek ist Geschäftsführer der Peter Hajek Public Opinion Strategies
Bisher erschienen:
20. September: Alt gegen Jung. Der Verteilungskampf hat längst begonnen.
18. September: Macht braucht Kontrolle auf Steirisch
14. September: Müssen Grüne radikal sein?
12. September: Was sich so linke Familienpolitik nennt
6. September: Die wehrhaften Christen
4. September: Sommerliche Gespräche
30. August: Sommerloch im Niveau-Tief
19. Juli: Dinkhauser gegen Bauernbund, das ist Brutalität
17. Juli: Runter mit den Steuern!
12. Juli: Politik als Infotainment
10. Juli: Kindergeld - Reality Bites
5. Juli: Geben ist seliger als nehmen
3. Juli: Bündnis ohne Zukunft
28. Juni: Die Große Koalition demontiert sich selbst
26. Juni: Eurofighter, letzter Akt
21. Juni: Politikverdrossenheit ist kein Schicksal!
19. Juni: Wie doppelbödig darf Politik sein?
14. Juni: Opportunismus made in Austria
12. Juni: Wahlen in Europa - Das Pendel schlägt nach rechts
7. Juni: Grüne - Ist da jemand?
5. Juni: Phänomen FPÖ
31. Mai: Last exit Mehrheitswahlrecht
29. Mai: Withalm, Graff und Missethon oder der Niedergang der Generalsekretariate
24. Mai: Kampfzone Feminismus
22. Mai 07: Stell Dir vor, es sind Wahlen und keiner geht hin
17. Mai 07: Zuwanderungsland Österreich
15. Mai 07: Wie ernst nimmt sich noch die SPÖ?
10. Mai 07: Quo vadis ÖVP?
8. Mai 07: Preisschnapsen um Eurofighter
3. Mai 07: Hält das Demokratiepaket, was es verspricht?
31. April 07: Koalitionszwist Gesamtschule: Lehrbeispiel für fehlenden Leadership
26. April 07: Andrea Kdolsky: CliniClown oder Pausenclown?
Die meisten Vertreter des rechten Lagers sehen in dem Verbotsgesetz eine Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit. Man muss doch frank und frei darüber diskutieren dürfen, ob etwa der angebliche Holocaust überhaupt logistisch durchgeführt hat werden können. Man wird doch noch fragen dürfen!
Heute weiß doch wirklich jedes Kind, dass hohe Opferzahlen ein wesentlicher Verhandlungsvorteil für Israel bei Restitutionszahlungen sind. Die Juden rüsten damit wiederum ihre Armee gegen die Palästinenser hoch. Und so weiter und so fort. Diese Verschwörungstheorien und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen wurden schon zu oft empor gespült, als sie an dieser Stelle Ernst zu nehmen. Darum heißen Ewiggestrige ja auch Ewiggestrige.
Die Frage ist nur: Was bringt Strache diese Diskussion in seiner jetzigen Situation? Er wird von der Tageszeitung Österreich mit immer neuen Fotos aus seiner Vergangenheit konfrontiert, die er zuerst standhaft leugnet und dann doch widerwillig bestätigen muss. Jugenddummheiten halt.
Einen Vorteil hat die Debatte aber für ihn: Er wird immerhin von den politischen Gegnern heftig attackiert und sieht sich einmal mehr in seiner Lieblingsrolle bestätigt - der des Märtyrers und Robin Hood. Wahrscheinlich auch so eine Jugendphantasie.
Peter Hajek ist Geschäftsführer der Peter Hajek Public Opinion Strategies
Bisher erschienen:
20. September: Alt gegen Jung. Der Verteilungskampf hat längst begonnen.
18. September: Macht braucht Kontrolle auf Steirisch
14. September: Müssen Grüne radikal sein?
12. September: Was sich so linke Familienpolitik nennt
6. September: Die wehrhaften Christen
4. September: Sommerliche Gespräche
30. August: Sommerloch im Niveau-Tief
19. Juli: Dinkhauser gegen Bauernbund, das ist Brutalität
17. Juli: Runter mit den Steuern!
12. Juli: Politik als Infotainment
10. Juli: Kindergeld - Reality Bites
5. Juli: Geben ist seliger als nehmen
3. Juli: Bündnis ohne Zukunft
28. Juni: Die Große Koalition demontiert sich selbst
26. Juni: Eurofighter, letzter Akt
21. Juni: Politikverdrossenheit ist kein Schicksal!
19. Juni: Wie doppelbödig darf Politik sein?
14. Juni: Opportunismus made in Austria
12. Juni: Wahlen in Europa - Das Pendel schlägt nach rechts
7. Juni: Grüne - Ist da jemand?
5. Juni: Phänomen FPÖ
31. Mai: Last exit Mehrheitswahlrecht
29. Mai: Withalm, Graff und Missethon oder der Niedergang der Generalsekretariate
24. Mai: Kampfzone Feminismus
22. Mai 07: Stell Dir vor, es sind Wahlen und keiner geht hin
17. Mai 07: Zuwanderungsland Österreich
15. Mai 07: Wie ernst nimmt sich noch die SPÖ?
10. Mai 07: Quo vadis ÖVP?
8. Mai 07: Preisschnapsen um Eurofighter
3. Mai 07: Hält das Demokratiepaket, was es verspricht?
31. April 07: Koalitionszwist Gesamtschule: Lehrbeispiel für fehlenden Leadership
26. April 07: Andrea Kdolsky: CliniClown oder Pausenclown?
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