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Hajek bloggt: Die Postler streiken. Na und?

Die Postgewerkschafter sollten ihre Kraft nicht überschätzen.

FOTO:GIANMARIA GAVA

Hajek
Die Postgewerkschaft hat nach dem gestrigen Warnstreik die Verteilzentren in Salzburg, Tirol und Vorarlberg bestreikt. Die Gewerkschaft spricht von Millionen Sendungen die verspätet den Empfänger erreichen werden.

Na und? Wenn interessiert das wirklich. Die wichtigen Informationen können heute auch per Email, Boten oder andere Postdienste transportiert werden. Und ob die Postwurfsendung jetzt einen Tag früher oder später ankommt, ist doch egal.

Natürlich kann man darüber streiten, ob die mögliche nächstjährige Schließung von 300 Postämtern und der Abbau von 600 Postler wirtschaftlich klug und sozial verträglich sind.

Aber gleich einen - wenn auch kleinen - Streik auszurufen, ist mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Die Erfahrung lehrt nämlich zweierlei: Erstens, braucht man als Streikpartei den Rückhalt der Öffentlichkeit und zweitens, werden Streiks in Österreich vielleicht zwei, drei oder auch vier Tage verstanden. Wenn aber Postbeamte um wohlrerworbene Rechte rittern, lässt die Zustimmung in der Bevölkerung normalerweise schnell nach.

Und zu guter Letzt bleibt dann vielleicht noch über, dass der Streik niemandem aufgefallen ist. Das wäre dann der Blankoscheck für Vorstand und Aufsichtsrat zu Personalabbau und Postamtsschließung.


Peter Hajek ist Geschäftsführer der Peter Hajek Public Opinion Strategies und schreibt exklusiv auf www.datum.at jeden Dienstag und Donnerstag Kommentare zum innenpolitischen Geschehen.

Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie hier.



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