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Hacker, Honker und das Fernsehen

Im vergangenen Jahr hat sich eine Reihe von Fernsehjournalisten mit dem Krieg im Internet beschäftigt — dramatisches Violinengeschrammel inklusive. Drei der besseren Resultate zum Nachschauen.
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Wie stellt man etwas dar, das man nicht wirklich sehen kann? Es ist das Grundproblem aller Dokumentarfilme über das Internet. Da sieht man dann ein paar Finger auf eine Tastatur einschlagen, Zahlenkolonnen über den Bildschirm rattern, Interviews mit Experten oder unkenntlich gemachten Hackern. Das ist auch nicht anders, wenn es um den Cyberwarfare geht. 

Vieles was man da sieht, ist nicht ganz korrekt. Wie zum Beispiel der auf dem Fernsehsender Arte ausgestrahlte Film „La Guerre Invisible“, der vor allem in seinen Recherchen über die Attacke auf Estland im Jahr 2007 zweifelhaftes Terrain betritt. Da spricht man von Krieg, wo noch gar keiner war. Ein paar prahlende Jungpolitiker werden als „Generalarchitekten der Attacke“ bezeichnet. Doch es gibt auch besser recherchierte Arbeiten (die selbstredend nicht auf dramatische Musik und schnelle Schnitte verzichten). Hier eine kleine Auswahl:

CBS, 60 Minutes, „Sabotaging the System“: In gewohnt amerikanischer Manier berichtet, aber durchaus fundiert recherchiert. Enthält investigative Recherchen zu Stromausfällen 2005 und 2007 in Brasilien, die vermutlich über das Internet verursacht wurden (Teil 1 von 2).

 

Al-Jazeera, Fault Lines, „Cyberwar“: Josh Rushing sieht sich vielleicht ein bisschen zu gern selbst im Fernsehen, dafür geht er der Frage nach, ob man wirklich von einem Krieg sprechen kann und wie der amerikanische Military-Industry-Complex an dem Hype verdient.

Al-Jazeera, 101 East, „China's Cyber Warriors“: Eine halbstündige Dokumentation über die chinesischen Honker. Einer der wichtigsten Punkte, ist die schwierige Frage, für wen sie arbeiten und wie man das herausfindet.