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Die Legende vom heiligen Jörg

Junkie, Gepäckabfertiger, Kultautor, Popstar. Bis heute hat Jörg Fauser, der Chronist deutscher Befindlichkeiten, nichts an Relevanz verloren. Porträt eines toten Rebellen.
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Was Jörg Fauser bis zuletzt nicht aufgab, waren seine Sauftouren. An seinem dreiundvierzigsten Geburtstag, dem 16. Juli 1987, ist nichts Besonderes geplant. In Münchner Lokalen trifft er Bekannte und Kollegen, und um Mitternacht verabschiedet er sich mit den Worten: „Ich brauch jetzt mal frische Luft, ich glaub, ich lauf nachhause.“ Kurz nach vier Uhr wird er dreizehn Kilometer entfernt auf der Überholspur der Bundesautobahn A94 von einem Lastwagen erfasst und getötet.

Spekulationen, was damals genau passierte, gab und gibt es zuhauf. Matthias Penzel und Ambros Waibel deuten in ihrer vor zwei Jahren erschienenen Fauser-Biografie „Rebell im Cola-Hinterland“ (Bittermann-Verlag) mit einem Zitat aus einer wissenschaftlichen Arbeit des Schriftstellers und Arztes Gottfried Benn eine Möglichkeit an: „Die meisten Selbstmorde sind Spontanhandlungen, oft unter Alkoholeinwirkung, selten vorher bedacht.“ Aber vielleicht war alles ganz anders. Bloß kann er es uns nicht mehr erzählen.

Jung und auf außergewöhnliche Art zu sterben, das war schon immer eine schlaue Karriereentscheidung. Jim Morrison und Kurt Cobain sorgten dadurch für bleibenden Nachruhm. Morrison endete mit 27 in Paris in einer Badewanne, offizielle Todesursache: Herzschlag. Um Cobains Selbstmord in Seattle mittels Schrotflinte im selben Alter wie Morrison ranken sich zahlreiche Mythen. Dass der deutsche Dichter Jörg Fauser sechzehn Jahre älter werden musste als Morrison und Cobain, um Ähnliches zu erreichen, hat mit den unterschiedlichen Produktionsbedingungen in Pop- und Literaturgeschäft zu tun.

Im deutschen Sprachraum war es gerade Fauser, der am erfolgreichsten versuchte, diese beiden Welten in seinem Werk zusammenzuführen. In einer in der Zwischenzeit anscheinend spurlos verschwundenen Epoche verschränkten sich Pop- und Hochkultur an den Rändern. Die Beatles plünderten zum Beispiel Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“, der junge Beat-Dichter Allen Ginsberg spielte es seinem Idol Ezra Pound vor, und der lächelte. Für Fauser hatten die Klassiker den gleichen Stellenwert wie die Rockmusik.

Er hat einen neuen, „amerikanischen“ Ton in die deutsche Literatur gebracht, in die Lyrik, die Prosa und das Essay. Fauser schrieb draufgängerisch und schnörkellos. Aber selbst wenn er über Aktuelles schrieb, bieb er den Vorbildern treu. Vielen gilt er heute als einer der Schöpfer der deutschen Popliteratur. Anders als die heutigen so genannten Popliteraten aber, die vielfach Nabelschau betreiben, setzte er sich stets mit der dreckigen Wirklichkeit auseinander. Alle seine Texte handeln auch von ihm selbst. Warum er schrieb, sagt er in einem Essay: „Wenn einer anfängt zu schreiben, will er immer mit den Sätzen das Blau vom Himmel runterholen. Er will den Kadaver unter den Rosen und im selben Absatz auch noch den Schatten des Pumas beim Sprung, und dann schon Liebe.“ Jede Zeile hat einen rebellischen Gestus, in dem er förmlich gefangen schien. Ein literarisches Essay nannte er einst „Beruf: Rebell“.

Jörg Fauser gilt nach wie vor als Held der Subkultur, doch ist etwa der Roman „Der Schneemann“ in der Krimireihe der Süddeutschen Zeitung zu haben. Im Alexander Verlag Berlin wird eine neunbändige Gesamtausgabe vorgelegt, die momentan bei Band 6 angelangt ist.

Jörg Fauser wurde am 16. Juli 1944 als Sohn einer Schauspielerin und eines Malers geboren, bis zum Schuleintritt lebte er bei den Großeltern, danach bei den Eltern in Frankfurt. Die Stadt am Main war zu der Zeit neben Berlin das zweite linksintellektuelle Zentrum Nachkriegsdeutschlands. Hier hatte ein am klassischen Bildungskanon festhaltendes Bürgertum die Nazizeit überdauert, hier war der Sitz der Frankfurter Schule und eine Hochburg der Studentenbewegung. Fauser erlebte ein Milieu – seine Eltern gehörten dazu –, wie es die Fünfziger anderswo kaum zu bieten gehabt hätten. Und gerade darin wurde er mit dem Instrumentarium ausgestattet, dagegen zu rebellieren; zunächst, indem er weglief.

Weglaufen war in den Sechzigern eine Option, die Beatles brachten es auf den Punkt: „Stepping outside she is free.“ Gleichwohl blieb Fauser mit seinen Eltern immer brieflich in Kontakt und sehnte sich zeit seines Lebens nach ihrer Anerkennung. Als Fauser mit 19 zu einer Freundin nach London abhaut, ist er sowohl mit dem klassischen wie mit dem modernen Erbe vertraut. Über Christian Dietrich Grabbe, den er „im biedermeierlichen Muff seiner Umgebung krepieren“ sieht, schreibt er schon als 13-Jähriger in der Schülerzeitung. Der Besprechung einer Gedichtsammlung des Barockdichters Andreas Gryphius ist die erste Veröffentlichung Fausers in einer Provinzzeitung gewidmet. Auch Gottfried Benn, der einer von Fausers Hausgöttern werden sollte, sowie Arthur Rimbaud und Charles Baudelaire sind ihm wichtig. Aber nichts davon ist auf den ersten Blick so richtig mit dem heraufdämmernden Zeitgeist der Sixties kompatibel.

Die wirklich wichtigen Dinge kommen von jenseits des Atlantiks, von wo auch die Befreier gekommen waren: In Frankfurt sieht der angehende Dichter die Jazzgrößen Chet Baker und John Coltrane live, einmal beherbergen er und seine Freunde einen Tramp, der eine LP mit Ginsbergs bahnbrechendem Gedicht „Howl“ mit sich führt, und spätestens in London liest er erstmals Jack Kerouacs „On the Road“. Dergleichen Erweckungserlebnisse schildern auch Altersgenossen in Amerika, etwa Bob Dylan, die ihrerseits aber auch von europäischen Dichtern beeinflusst waren. Ab jetzt ist die Geschichte Fausers auch die Geschichte der Rezeption der angloamerikanischen populären Kultur in Westdeutschland. Nie jedoch fühlt sich Fauser als Teil einer Bewegung. Nach kurzer Beschäftigung mit dem Kommunismus interessiert er sich für Bakunins Anarchismus, ohne sich aber in irgendeiner Art zu organisieren.

Und er scheint auch schon früh zu ahnen, dass die aufbegehrenden Kinder der Kriegsgeneration sich recht bald wieder mit ihren Eltern, mit dem System versöhnen werden. Sich selbst eingeschlossen. Daraus resultiert Misstrauen allem und jedem gegenüber. Spätestens mit der Regierungsbeteiligung der Grünen in Deutschland wird er Recht bekommen. Fausers Eintauchen in die angloamerikanische Kultur beginnt 1960 mit regelmäßigen Besuchen im Frankfurter „Domicile du Jazz“, wo er vermutlich auch erstmals Erfahrungen mit Drogen macht. Drogen, die Anti-Baby-Pille, das Fernsehen und die Entdeckung der Teenager als Konsumenten sollten das anbrechende Jahrzehnt prägen.

Der angehende Poet ist fasziniert davon, wie im englischen Sprachraum Hochkultur und Unterhaltung zwanglos vermischt werden. Zwar gibt es auch in Deutschland mit der Gruppe 47 einen Umbruch in der Literatur, doch anders als die Beats in Amerika werden sie weniger vom breiten Publikum als vielmehr von Verlegern und Medienmachern geschätzt. Auch konnten die deutschen Literaten keine wesentliche Rolle in soziokulturellen Bewegungen spielen. Über Eliten hinaus blieben sie ohne manifesten Einfluss.

In Amerika dagegen führt eine direkte Linie von der Beat Generation zu den Hippies. Möglicherweise auch deshalb, weil Leute wie Ginsberg auch auf eine lebendige libertäre Tradition zurückgreifen konnten, während in Deutschland die hausgemachte Katastrophe des Nazismus vieles zerstört oder diskreditiert hat. So gut wie alles, was in Deutschland zur Revolte von 1968 führt, kommt von außen, Marx und Engels ausgenommen. Deutsche Beatgruppen haben Namen wie The Lords oder The Rattles.

Und deshalb ist es für die jungen deutschen Dichter wie Rolf Dieter Brinkmann, Wolf Wondratschek und Fauser unerlässlich, sich mit dem Hoffnungsgebiet Amerika zu beschäftigen. Vermutlich während eines seiner Sommer in London macht Fauser mit Heroin Bekanntschaft. Nach dem Abitur fährt er wieder nach London, um in einem Siechenheim zu jobben. Wenngleich Fauser vom Swinging London nicht viel mitbekommt, die Sache gerät ins Rollen.

Mit den Klängen aus dem Radio kommt der Beat auch in Deutschland an. Fauser wird zunehmend klar, dass eine so genannte bürgerliche Existenz für ihn nicht in Frage kommt. Dazu kommt immer mehr auch der Gebrauch von Drogen; es geht um Genuss und Bewusstseinserweiterung, beides genuin antibürgerlich, bis ihn die Sucht befällt. Ab April 1966 hält er sich mit kurzen Unterbrechungen in Istanbul auf. Nach vielfältigen Drogen- und Knasterfahrungen kehrt er im Oktober 1968 nach Deutschland zurück. Er hat nur noch 45 Kilo am Leib.

Deutschland hat sich grundlegend verändert. Westberlin, wo er sich niederlässt, ist eine Hochburg der Revolte. Er hält sich in verschiedenen Kommunen auf. Um sie finanziell zu unterstützen, verkauft er Drogen. Nie fühlt er sich aber als Teil der hippen Szene. So zieht er 1969 nach Göttingen, um in einer Zweierbeziehung mit der Studentin Nadine Miller zu leben. Während sie Vorlesungen besucht, nimmt er seine literarische Arbeit wieder auf. Mit dem Beat-Dichter William Burroughs als Vorbild verarbeitet er seine Erfahrungen in Istanbul. Um seiner Freundin nicht auf der Tasche zu liegen, liefert er Beiträge für den Hessischen Rundfunk.

Er gestaltet Reportagen, unter anderem über Drogen, oder Porträts von bedeutenden Frauengestalten wie der Civil-Rights-Aktivistin Angela Davis. 1970 gilt es dann, das fertige Buch über seine Erlebnisse in Istanbul zu verkaufen. Fausers größte Hoffnung ist der März-Verlag, bei dem unter anderem „ACID“, die bahnbrechende Anthologie mit amerikanischen Texten, sowie Günther Amendts progressives Aufklärungsbuch „Sexfront“ erschienen waren. Doch März lehnt ab. Ebenso wie einige weitere Verlage.

Schließlich veröffentlicht 1972 der Maro-Verlag das Buch unter dem Titel „Tophane“. Das ist nur konsequent – sind bei Maro doch zahlreiche Übersetzungen von Beat-Dichtern erschienen sowie ab 1977 die ersten deutschsprachigen Charles-Bukowski-Ausgaben. Übersetzer ist der lebenslange Fauser-Freund Carl Weissner.

Noch bevor „Tophane“ erscheint, arbeitet Fauser an „Aqualunge“, einem Bericht über Drogenentzug – nachdem er in London von Burroughs höchstselbst Tipps zum Entzug von Heroin bekommen hat. „Aqualunge“ erscheint 1971 im Verlag Udo Breger, und der Dichter macht Schluss mit harten Drogen. Das Buch wird sperriger als „Tophane“: Es erscheint im DIN-A4-Format, hat flugblattartigen Charakter und zahlreiche Zettel, Verpackungsbeilagen und Fotos hineinkopiert. In dieser Aufmachung wird es nie im Mainstream ankommen.

„Aqualunge“ trägt Züge der von Burroughs entwickelten Cut-up-Methode, die sich zur Beschreibung der Wirkungen von Opiaten eignet. Cut-up war 1959 zufällig von Burroughs und seinem Kumpel Brion Gysin entdeckt worden, als sie auf alten Zeitungen Zeichenkarton zuschnitten. Die Zeitungsstreifen ergaben neu zusammengesetzt einen vollkommen neuen Sinn. Cut-ups aller möglichen Texte stellen so neue Verbindungen her, sodass sich das Vorstellungsvermögen des Lesers erweitert. Gleichsam eine analoge Vorwegnahme der schnellen, wie zufällig wirkenden Schnitte in Videos.

Mit dem Umzug nach Frankfurt gerät Fauser Anfang der Siebziger in den Mittelpunkt der politischen Ereignisse. Zunächst kommt er, der sich von seiner Lebensgefährtin getrennt hat (sie zieht ins niederösterreichische Rapottenstein), wieder bei seinen Eltern unter – weder zum ersten noch zum letzten Mal.

Von 1971 bis 74 wird Frankfurt vom so genannten Häuserkampf geprägt. Linke und anarchistische Hausbesetzergruppen versuchen Spekulanten, die große Teile der Stadt abreißen und modern neu erbauen wollen, in den Arm zu fallen – auch mit einer populistischen Taktik, die um die Sympathien einer antisemitischen bürgerlichen Öffentlichkeit wirbt. Führende Köpfe sind Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer. Aus dieser Zeit stammt der berühmte Schnappschuss Fischers, der ihn beim Steinewerfen zeigt. Als die Unionsparteien dem nunmehrigen Ex-Außenminister daraus einen Strick drehen wollten, stellte sich der aber einfach als einer dar, der einmal ein verdammter Kerl gewesen ist. Wer hätte das nicht auch sein wollen?

Während die führenden Spontis in bürgerlichen Wohnverhältnissen verbleiben, zieht Fauser in ein besetztes Haus in die Anarchistenetage, wohin ihm seine Mutter regelmäßig frisches Bettzeug bringt. Er beteiligt sich rege am subkulturellen Leben und lernt „die tausend Mundarten der politischen Lüge“ kennen, wie er in „Rohstoff“ schreiben wird. Mit dem Entzug von der elitären Spritze wendet er sich der proletarischen Volksdroge Alkohol zu, was sich auch in seinem Schreibstil äußert: Bukowski statt Burroughs.

Er erfindet sich neu, aus dem ausgemergelten, intellektuellen Junkie wird der massige, joviale Trinker, der sich aber – vor allem im Suff – radikal geriert; er sympathisiert mit der terroristischen Rote Armee Fraktion und mit den Black Panthers, der radikalen schwarzen Bürgerrechtsorganisation in den USA. Letztendlich will er aber Schriftsteller bleiben und meidet die politische Praxis.

Fauser orientiert sich so sehr an Bukowski, dass er einen Job bei der Gepäcksabfertigung am Flughafen annimmt – Bukowski war lange Postbeamter gewesen. Malochen und in billigen Kaschemmen saufen, hin und wieder ein sexuelles Abenteuer und kurz vor dem Einschlafen ein Gedicht. Er geht sogar – wie der Amerikaner – auf den Rennplatz, um auf Pferde zu wetten. Was bleibt, ist sein Standpunkt: als Dichter bei denen zu sein, die unten sind, ohne sie zum revolutionären Subjekt zu stilisieren.

1973 erscheint im Maro-Verlag sein Gedichtband „Die Harry Gelb Story. Berichte vom Tod auf Raten auf Heroin“. Mittlerweile heißt das Motto aber: Schreiben statt Sterben. Fauser arbeitet bei mehreren Zeitschriften mit, meist mit seinem Freund Carl Weissner. Bemerkenswert bleibt die Gründung von Gasolin 23, einer Literaturzeitschrift, die er programmatisch so beschreibt: „Rückblende Beat & Neuanfang, Neu Realism (sic!), weg von ästhetischem Gelaber und theoretischem Gefasel …“ Als im September 1974 die zweite Ausgabe erscheint, ist er schon nicht mehr Mitherausgeber und hat Frankfurt verlassen. Bereits im Februar war der Häuserkampf gewaltsam beendet worden.

Fauser bleibt aber regelmäßiger Mitarbeiter von Gasolin 23. In der Nummer fünf wird neben Texten von Sam Shepard, Neal Cassady und Bukowski „Requiem für einen Goldfisch“ abgedruckt: eine Story, formal so interessant, dass sie 1983 auch in den USA publiziert wird. Mit Beiträgen für die Schweizer National-Zeitung, darunter Bukowski-Rezensionen, beginnt ein neuer, lukrativerer Lebensabschnitt.

Geld verdient Fauser mit nunmehrigem Wohnsitz München mit Hörspielen. Das erste, das gesendet wird, ist „Café Nirwana“, ein Stück ohne Narrativ, in dem mehrere für 1968 typische Stimmen zu Wort kommen. Das zweite bemerkenswerte Hörspiel ist „Der Tod der Nilpferde“, dessen Handlung einem Teil des Kerouac-Romans „Vanity of Duluoz“ folgt und im Jahr 1944 angesiedelt ist, in der Zeit, als die Beat-Dichter zusammenfanden. Überdies arbeitet er als Dialogschreiber an zwei Filmen mit, von denen aber nur der erste realisiert wird, nämlich „C’est la vie Rrose“, ein Streifen über Marcel Duchamp.

Bei den Deharbeiten 1976 in den USA ist Fauser zugegen. In Los Angeles trifft er dabei zum ersten Mal Charles Bukowski, den er ein Jahr später für den Playboy interviewt. Im gleichen Jahr wird „C’est la vie Rrose“ mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Fauser verdient am Film 500 Mark.

Da er vorerst vom Dichten nicht leben kann, stürzt er sich auf Übersetzungen, darunter die Songbooks James Taylors und der Rolling Stones. Die genaue Übersetzung eines Songtexts erfordert Rhythmusgefühl und eine adäquate Übertragung von Metaphern, schließlich wird das zum Verfassen eigener Songtexte führen. Fauser ist mittlerweile 30 geworden. Alterstypische Erfahrungen prägen sein Leben. Da ist die Sorge um die alternden Eltern, die Sehnsucht nach einer eigenen Familie, die enttäuschten politischen Erwartungen der Jugendzeit.

Mit dem Vater teilt er diese Enttäuschung. In einem Brief an ihn bemerkt er: „Weltfremd, ja aber was heißt das denn, welcher Welt fremd? Einer unglaublichen, unmenschlichen Schweinerei, bei der man allen Grund hat, ‚fremd‘ zu sein.“ Währenddessen changiert er zwischen Kasteiung und Exzess. In den nüchternen Phasen schreibt er diszipliniert, im Rausch macht er die dazu notwendigen Erfahrungen. Sein Habitus – gekleidet wie ein Finanzberater, umgeben von einer unhippen Spießigkeit – befremdet viele in der Kulturszene. Fauser gehört nicht dazu: Er ist und bleibt fremd.

Während Fauser sich dem literarischen Essay widmet, unter anderem über einen seiner weiteren Hausgötter, Joseph Roth, ist er viereinhalb Jahre vom Buchmarkt abstinent. Seine Essays schreibt er aus der Fanperspektive, er schreibt über das, was ihn bewegt, weil es ihn bewegt, ein damals in Deutschland unüblicher Zugang. Es herrscht ein akademischer Zugang, anhand eines festgeschriebenen Literaturkanons wird gerichtet. Literaturpäpste agieren ex cathedra. Woran sich bis heute nicht allzu viel geändert hat. Die Reich-Ranickis regieren nach wie vor.

Ab 1978 erscheinen in nur eineinhalb Jahren gleich vier Titel. Der erste davon ist die Marlon-Brando-Biografie „Der versilberte Rebell“. Fauser betrachtete dieses Buch immer als sein gelungenstes – vielleicht auch, weil er jetzt beginnt, der Autor zu sein, der er immer sein wollte: abseits des Mainstreams, aber kommerziell erfolgreich. Für Fauser typisch: Wie in den Essays gibt er auch im Brando-Buch mindestens so viel von sich selbst preis wie von dem, den es eigentlich zu beschreiben gilt. Was er in der Einleitung schreibt, gilt umso mehr für ihn selbst: „Dies ist ein Buch über den Schatten zwischen Idee und Realität. Marlon Brando ist ein Mann, der den Schatten immer gespürt hat, der immer gewusst hat: man kann sich die Rebellion versilbern lassen, den Schatten nicht. Denn: Der Schatten ist der Zweifel.“

Die Siebziger hindurch beschäftigt sich Fauser in zahlreichen Texten mit dem Kriminalroman. Raymond Chandler und Dashiell Hammett sind ihm die wichtigsten Autoren. Sie schreiben über Menschen, die aus „wirklichen“ Gründen wie Eifersucht, Gier, Raserei morden – und verfassen keine Kaffeekränzchen-Krimis, die den Lesern bloß was zum Knobeln aufgeben. Er wird seinerseits kritisiert, seine Gedichte werden unter anderem einer bemühten Poetisierung der Banalität des Alltags geziehen. Die Kriterien der gängigen deutschen Literaturkritik erkennt er aber nicht an, nicht deren Grenzziehung zwischen Unterhaltung und Hochkultur.

Da hält er es mit der angelsächsischen Tradition, und als es einmal gilt einzugreifen, weil alles, was aus den USA kommt, als Kulturimperialismus bezeichnet wird, der die deutsche Kultur bedränge, fragt er: „Was wären wir, wenn wir keine amerikanische Kolonie wären?“ Eine mögliche Antwort auf diese Frage gibt eine Szene im jüngst bei uns in den Kinos gelaufenen Johnny-Cash-Biopic mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle: Cash betritt in Deutschland zwecks Erwerb einer Gitarre eine Musikalienhandlung, in der ein deutscher Männerchor mit einem Volkslied aus dem Lautsprecher quillt – Deutschland vor dem Rock’n’Roll.

Ebenso wenig will Fauser etwas mit den Zelebritäten der bereits etablierten Moderne wie Hans Magnus Enzensberger zu tun haben. In „ACID“ bringt es sein Schrifstellerkollege Rolf Dieter Brinkmann auf den Punkt: „Enzensbergers ablehnende Haltung gegenüber [einem] Statement Kerouacs kann symptomatisch genommen werden für die bekannte Unsinnlichkeit des Denkens abendländischer Intellektueller […]. Es ist tatsächlich nicht einzusehen, warum nicht ein Gedanke die Attraktivität von Titten einer 19jährigen haben sollte, an die man gerne fasst …“

Wolf Wondratschek, ein zeitweiliger Wegbegleiter Fausers, der heute in Wien lebt und schreibt, musste vor einigen Jahren als schon Etablierter auf Ö1 die Erfahrung machen, dass die Hochkultur spießig geblieben ist. Auf die Frage, wohin er gerne reisen möchte, antwortete er, er wolle gerne den Highway One entlangfahren und Joints rauchen. Der Moderator, der sonst gelegentlich mit seinen Weinerfahrungen hausieren geht, stauchte ihn on air ordentlich zusammen. Wondratschek nahm das hin. Fauser wäre vielleicht ausfällig geworden.

Fauser wird Ende der Siebziger von Achim Reichel, in den Sechzigern mit den Rattles berühmt geworden, gebeten, Songtexte für ihn zu schreiben. 1980 erscheinen auf der LP „Ungeschminkt“ zunächst drei Texte, für die Platte „Blues in Blond“ im Jahr darauf schreibt Fauser sämtliche Lyrics. Er orientiert sich wieder an den Beat-Dichtern.

Auch sie arbeiteten häufig mit Musikern zusammen, am prominentesten Michael McClure, der für Janis Joplins „Mercedes Benz“ den Text schrieb. Das Album „Nachtexpress“ mit sechs Beiträgen des Dichters wird mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Für Fauser springt dabei sogar eine Reise zu Dieter Thomas Hecks ZDF-„Hitparade“ heraus, wo er und Reichel im Satinmantel in den Ring einlaufen wie ein Boxer und sein Trainer. Jörg Fauser ist gerne erfolgreich. Besonders im Pop-Zusammenhang.

Erst 1981 erscheint sein erster richtiger Roman: „Der Schneemann“. Es ist ein Krimi, dessen Protagonist kein Polizist oder Detektiv ist, sondern ein Krimineller. Der Stoff ist klug gewählt: Kokain, das um 1980 bloß eine Droge der Schickeria ist, danach aber eine völlig neue Bedeutung erhält.

Fauser hat zwei Jahre mit einer neu erarbeiteten Disziplin am Roman gearbeitet, dazu gehören auch regelmäßiges Boxtraining – gemeinsam mit Wondratschek – und die exklusive Beschäftigung mit relevanten Themen in Artikeln und Essays. Der erfolgreiche Roman wird ihm über den Tod hinaus ein Label verpassen: Krimiautor. Das Buch ist auch eine Bestandsaufnahme der Zustände in der BRD, der Tristesse und Paranoia der Endsiebziger und der heraufdämmernden hedonistischen und dekadenten Achtziger.

Die Irrfahrten des Protagonisten Blum (natürlich kein zufälliger Gleichklang mit Leopold Bloom, dem traurigen Helden aus James Joyce’ „Ulysses“), der versucht, zufällig gefundenes Kokain an den Mann zu bringen, ermöglichen es dem Autor, verschiedene Gesellschaftsschichten in ihrer Erbärmlichkeit zu porträtieren.

Möglicherweise beginnt die Odyssee nicht zufällig auf Malta, wo Homers Odysseus auch gewesen sein soll, bei Kalypso in ihrer Grotte, jahrelang von zuhause träumend – „selbst nicht wollend der Wollenden beiwohnend“, wie Homer das charmant nennt. Der Legende nach an einem Strand, wo sich heute englische Touristen mit billigem Bier die Birne zuknallen. Des neuzeitlichen Helden Traum ist genauso kaputt wie die Welt, in der er lebt.

Rezensionen bescheinigen Fauser, weitgehend mit seiner Hauptperson ident zu sein. Andere kritisieren das gehäufte Auftreten von Markennamen, was Fauser aber ermöglicht, Charaktere anhand ihrer Garderobe zu zeichnen; gleichzeitig ist es ein Vorgriff auf die Postmoderne, wo Labels mitunter zum Selbstzweck werden oder die Hohlheit des Konsumismus zeigen.

Damit erweist er sich als Vorläufer eines Bret Easton Ellis, der in „American Psycho“ die Labelbesessenheit der Yuppies durchdekliniert, aber auch der späteren so genannten Popliteraten wie Benjamin von Stuckrad-Barre, denen die Technik bloß noch zum Angeben dient. „Der Schneemann“ wird zum Bestseller, auch eine Verfilmung ist geplant – Fauser verdient zum ersten Mal nennenswerte Summen.

Mit dem jungen Marius Müller-Westernhagen wird der Stoff verfilmt – von Fausers „Schneemann“ bleiben aber bloß die fünf Kilo Kokain und einige Schauplätze. Sogar der Held heißt anders und ist kein verkrachter Handlungsreisender, sondern ein Schriftsteller, der sich als Dealer versucht. Die Presse verreißt den Film mehrheitlich, der Dichter jedoch ist – aus pekuniären Gründen – durchaus zufrieden. In einem Brief schreibt er: „Ich bekam dafür mehr Geld, als ich mit dem Roman als Buchprodukt verdient habe … Auch Schriftsteller müssen Miete zahlen.“ Den nächsten Roman, den Fauser vorlegen wird, hat er praktisch selbst erlebt.

Zunächst geht er aber 1981 als Redakteur des Stadtmagazins tip nach Berlin. Gerade recht, um die Geburt der Autonomen und die Überwindung der Politikverachtung der Siebziger mitzuerleben. Die Grünen kommen zum ersten Mal ins Parlament: darunter der alte Bekannte Joschka Fischer auf dem Weg, sich selbst immer ähnlicher zu werden. Auch Fauser ist kein Teil einer Jugendbewegung mehr; er interviewt keine Autonomen, sondern Politiker, darunter Parteigenossen – er ist der SPD beigetreten, was er seinem Vater verheimlicht. In der Nachrüstungsdebatte ist er eindeutig auf der Seite der Regierenden und gegen die Friedensbewegung.

Das Sein bestimmt das Bewusstsein, erstmals wohnt er auf hundert Quadratmetern, er will „seinen Beitrag leisten, es ist nun mal mein Land“. Auch was den real existierenden Sozialismus betrifft, bezieht der Schriftsteller eindeutig Stellung: „Man weiß hier doch ganz gut, um welche Freiheiten es letztlich geht; die, die der Schriftsteller braucht, stehen am Checkpoint Charlie auch zur Disposition.“

Aus der historischen Perspektive ist es erwiesen, dass die Sowjetunion am Ende des Kalten Krieges keineswegs in der Lage war, den Westen erfolgreich anzugreifen. Fauser ergeht es wie vielen Dichtern vor ihm, die sich, sozial ausgegrenzt, an das herrschende System anlehnten, um sich stärker zu fühlen – darunter zwei seiner Idole, Benn und Kerouac. Allerdings war auch die Friedensbewegung der PR der Regierungen auf den Leim gegangen.

Als Etablierter wird Fauser auch von der nachdrängenden Schreibergeneration bedrängt. Ein heftiger Konflikt mit dem tip-Kollegen Diedrich Diederichsen ist sogar Gegenstand eines Editorials, in dem Fauser als „Revoluzzer von gestern“ vorkommt. Er scheidet in Unfrieden von der Zeitschrift, gefällt sich als Provokateur, der die Linke ärgert, sie davor warnt, „Begriffe wie Patriotismus, Kameradschaft, Treue, Mut, Ehre, Würde, Nation, Kampf etc. preiszugeben und zu desavouieren“. Er plädiert gegen die „Tränendrüsenpolitik“ der Grünen, steht auf der Seite der Realos wie Joschka Fischer. Fauser selbst hat sich mit der politischen Wende gewendet. Ein wenig ist er wohl auch seiner eigenen Machopose zum Opfer gefallen. Und er beginnt, seine eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.

Von Juli 1982 bis Mai 1983 schreibt er den autobiografischen Roman „Rohstoff“. Ein klassischer Entwicklungsroman, der Held Harry Gelb erlebt in einer für die Bundesrepublik überaus bedeutenden Zeit – 1968 bis 1977 – in einer verschärften Version, was danach unzählige Abiturientengenerationen erlebt haben: Zivildienst, man geht auf Reisen, schließt sich einer Jugendbewegung an, um schließlich im „richtigen“ Leben zu landen, im falschen sozusagen. Dabei geht es natürlich um die existenzielle Suche nach Richtig und Falsch, Gut und Böse. Der Subtext: erklären, warum die Revolte eine notwendige Stufe der kapitalistischen Erneuerung wurde. Nur sehen viele von Fauser damit auch ein wenig die der Revolte zugrunde liegenden Werte desavouiert.

1984 ist das große Jahr in Fausers Karriere: „Rohstoff“ erscheint, kurz darauf die Essaysammlung „Blues für Blondinen“, die Dreharbeiten zum „Schneemann“ beginnen – da sucht er mutwillig die Demütigung: Er nimmt im Hawaiihemd am Wettlesen beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt teil. Juroren sind unter anderen Reich-Ranicki und Gertrud Fussenegger, Fauser wird niedergemacht, zudem wird er in der Süddeutschen und im Spiegel nicht einmal erwähnt. Von der nachdrängenden Generation verhöhnt, von den Altvorderen geprügelt: Der Dichter hat zwischen den Stühlen Platz genommen. Aber das ist ohnehin des Rebellen liebster Ort.

Als Vertreter seiner selbst geht er im Dreiteiler auf Lesereise, tritt bei Hellmuth Karasek, einem der Literaturpäpste, im Fernsehen auf. Und er nimmt nach einem abgebrochenen Versuch über einen Spionageroman im Terroristen- und Terroristenbekämpfermilieu die Arbeit an einem neuen Kriminalroman auf: „Das Schlangenmaul“. Bei „Der Schneemann“ hatten die Rezensenten Parallelen zu „Ulysses“ und „Deutschland – Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine übersehen, weil sie in Schubladen denken, und Raymond Chandler als alleiniges Vorbild erkannt. Zumindest bei „Das Schlangenmaul“ haben sie mit Chandler Recht.

Ullstein druckt von der ersten Hardcover-Auflage 30.000 Stück, drei Monate später wird nachgedruckt, die Filmrechte werden verkauft. So erfolgreich der Roman, so reserviert sind die Kritiken. Der Plot dreht sich um eine kriminalistische Grauzone, nämlich Vermisstenfälle, und der Held ist diesmal ziemlich macho. Und natürlich wühlt er im korruptionsverseuchten Berlin herum, was das Buch wieder zu einem Zeitdokument macht. Freilich hat Fauser mit der Licht-Schatten-Technik der Filme von Jean-Pierre Melville zu hoch gegriffen. Zwar hatte er die Leser überzeugt, aber nicht die Kritiker.

Also beschließt er, wieder für Erstere zu schreiben. „Kant“ ist ein schneller, atemloser Krimi, der Titelheld ein typischer Schnüffler, der eine entführte Tochter aufspüren soll – und er erscheint, ein Kunstgriff mit klassischen Vorbildern wie Charles Dickens oder Honoré de Balzac, als Fortsetzungsgeschichte in sechs Folgen im Wiener. Fauser spricht sich entschieden dafür aus, Bücher wie Filme oder Platten zu vermarkten, und so kommt das Buch ein Jahr später in der Reihe „Scene“ bei Heyne heraus, in der auch Bücher über Rockmusik erscheinen. Damit soll das Zielpublikum des Autors, das gemeine Fußvolk, angesprochen werden. Naturgemäß ignoriert das Feuilleton das Buch.

Eine Anstellung als Redakteur, seine Erfolge als Autor bringen eine gewisse Konstanz in Fausers Leben. Endlich kann er sich einen alten Traum erfüllen: Familie. Viele Beziehungen zu Frauen waren in die Brüche gegangen, weil er mit ihnen sein Leben zwischen Schreiben und Exzess keineswegs ändern wollte, sondern bloß etwas hinzufügen. 1985 heiratet er Gabriele Oßwald, die, von seinen Gedichten fasziniert, den Kontakt zu ihm gesucht hatte.

Man schreibt ja nicht nur für Ruhm und Ehre, sondern auch, um Frauen herumzukriegen. Nunmehr wohnt er mit seiner Familie – seine Frau hat zwei Kinder in die Ehe mitgebracht – in München auf 160 Quadratmetern, spielt Tennis und ist Redakteur bei Enzensbergers TransAtlantik, ist also in einem Milieu angekommen, dem noch wenige Jahre zuvor seine Verachtung gegolten hatte.

An TransAtlantik interessiert Fauser dessen Schwerpunkt auf literarischen Reportagen nach dem Vorbild des New Yorker. Gerne nimmt er in Kauf, dass das Magazin von der Linken kritisiert wird, weil es sich explizit auch an Leser wendet, „die in Buchhandlungen genauso zuhause sind wie in Delikatessenläden, die nicht irgendeinen Wagen fahren, sondern einen bestimmten“. Jetzt legt er sich eben mit der seiner Meinung nach puritanischen Linken an sowie mit den fundamentalistischen Grünen. Daher schreibt er über zwei aufstrebende Politiker, die ähnlich denken.

Über Joschka Fischer, zunächst Abgeordneter in Bonn, dann Umweltminister in Hessen, gestaltet er für TransAtlantik zwei große Reportagen, nennt ihn gar einen Sänger des „radikal-reformistischen Großstadtblues“. Die Bewohner von Belgrad erlebten Jahre später einen gänzlich anderen Großstadtblues, als die von Außenminister Fischer abgesegneten NATO-Bomben auf sie herabregneten. Und über Gerhard Schröder schreibt Fauser im Männermagazin lui, nennt ihn dort gar den „Kennedy aus Lippe“.

Ende Jänner 1986 beginnt der nunmehrige hauptberufliche Redakteur sein letztes Buch. Geplant ist, mit einem groß angelegten, an Dostojewski orientierten Roman in den Ring der Weltliteratur zu steigen. Mehrere Handlungsstränge sollen ein Panorama der Bundesrepublik bieten: Parteipolitik, Drogenhandel, Unterhaltungstheater, Pressewesen … Das Personal des Buches ist zum Teil schon aus anderen Romanen und Geschichten Fausers bekannt. Für den Start in die Weltliteratur gibt es auch einen Vertrag mit einem neuen Verlag, Hoffman und Campe, der auch mit dem Vorschuss großzügig ist. Allein, das Buch bleibt Fragment. Noch vor dem Ende der Geschichte endet Fausers eigene.