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Die Schuhputzer von La Paz

Toby Binder fotografiert vermummte Kinder in Bolivien.
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Wer glänzende Schuhe haben will, geht zu ihnen. Sie sind noch Kinder. Ihre Gesichter sind vermummt, weil sie nicht wollen, dass jemand sie erkennt. Denn sie gehen noch zur Schule. Und sie schämen sich für ihre Arbeit. Wie viele Kinder sich auf diese Art auf den Straßen der rund 800.000 Einwohner zählenden bolivianischen Hauptstadt La Paz ihr Geld verdienen, kann niemand genau sagen. Zu sehen sind sie an jeder Straßenecke.

Sederico, 17 Jahre
Hernan, 14 Jahre

So wurde auch der deutsche Fotograf Toby Binder auf sie aufmerksam. Eigentlich war er nach Südamerika geflogen, um für eine Reportage über bolivianische Gefängnisse zu fotografieren. „Es dauerte dann länger mit den Genehmigungen, und ich hatte auf einmal viel Zeit“, sagt er. Insgesamt zweieinhalb Wochen war der Fotograf am Ende im Land. Also traf er eine Gruppe der vermummten Kinder und begleitete sie durch ihren Alltag.

Martin, 12 Jahre
Franco, 11 Jahre

„Ich hatte einen guten Draht zu einem der Jungen (Justin Marcello, siehe letztes Bild, Anm.), der immer ein gelbes Fußballtrikot trug. Der hat mich in die Gruppe gebracht“, sagt Binder. Zwischen 30 und 60 Bolivianos verdienen die Schuhputzer am Tag, das sind umgerechnet drei bis sieben Euro, „je nachdem, wie geschickt sie sich anstellen“, sagt Binder. Manche sind sogar so gut, dass sie die Schule gleich bleiben lassen und das Polieren fremder Schuhe zu ihrer Hauptbeschäftigung machen. Sie sind zwischen sieben und 17 Jahre alt, meistens laufen sie gemeinsam durch die Straßen. 

Justin Marcello, 14 Jahre