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Fußballtempel

Reinaldo Coddou H. fotografiert Fußballstadien.
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80.000 Menschen sind hier einmal gesessen. Ein Stadion, das einmal etwas war, aus einer Zeit, in der der österreichische Fußball noch etwas war. Es waren die Tage des sogenannten Wunderteams. Einer heimischen Kickerauswahl, die in den Dreißigerjahren die größten Nationen der Fußballwelt besiegte. Opern wurden hier aufgeführt und Boxkämpfe veranstaltet. Jetzt finden sich unter knöchelhohem Gras nur noch die alten Steintribünen von einst. Nicht einmal sitzen darf man noch auf ­ihnen, so lautet ein Magistratsbeschluss. 

Es ist einer dieser Orte, an denen sich der neue, aus der Schweiz stammende Nationalteamchef Marcel Koller in die Geschichte des heimischen Fußballs einfühlen könnte. Und in seine Gegenwart. Heute teilt sich der Zweitligist First Vienna FC 1894 das Casino-Stadion Hohe Warte mit der American-Football-Mannschaft Raiffeisen Vikings Vienna. Der erste Fußballverein des Landes ist zum Liebhaberstück geworden, zu einer Nostalgieveranstaltung für ein paar tausend Fans. Der Fotograf Reinaldo Coddou H. ist in Chile geboren und in Deutschland aufgewachsen. Dort hat er das Fußballmagazin 11Freunde mitbegründet und lange Zeit herausgegeben. Für seinen Fotoband knipste er über elf Jahre lang Stadien in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Auf den Plätzen von Traditionsvereinen wie dem Sportklub und der Vienna fühle er sich am wohlsten, sagt er. 

Reinaldo Coddou H.: Fußballtempel, Neuauflage inkl. Österreich & Schweiz, Edition ­Panorama 2011

Casino-Stadion Hohe Warte, First Vienna FC
Gerhard-Hanappi-Stadion
Generali Arena
Sportclub-Platz, Wiener Sportklub