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Lebensarten

Lebenslieder... von Sabine Gruber

Die Autorin wurde in Meran geboren und lebt seit mehr als zehn Jahren in Wien als freie Schriftstellerin. Heuer erschienen der Roman „Stillbach oder Die Sehnsucht“ und die Taschenbuchausgabe ihres Debütromans „Aushäusige“. Ihre Lebenslieder sind stilistisch breit gefächert, The Clash haben da ebenso Platz wie Gustav Mahler und Chet Baker.
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MAMA ROSE

von Archie Shepp

Bald ein Vierteljahrhundert begleitet mich „Mama Rose“, eine Hommage des amerikanischen Jazzmusikers an seine Großmutter, die ihm das erste Saxofon kaufte. Shepp skandiert und wiederholt ihren Namen, verknüpft ihn dann mit „Malcolm“ und macht daraus eine Hymne auf den ermordeten Bürgerrechtler. Man hört das Saxofon weinen.

MARINELLA

von Fabrizio de André

De André ist beeinflusst von Cohen und Dylan. Für mich war er ein politischer Sänger, dessen Texte über Menschen am Rande der Gesellschaft mich Ende der Siebzigerjahre geprägt haben.&nb

 

 

SINNERMAN

von Nina Simone

Ich liebe ihre kraftvolle Stimme. Obwohl ich kein religiöser Mensch bin, geht mir dieses zehnminütige rituelle Bekehrungslied immer wieder unter die Haut. 

I'M A FOOL TO WANT YOU

von Chet Baker

Den Sound seiner Trompete vergisst man ebenso wenig wie seine eingefallenen Wangen, Spuren einer lebenslangen Drogensucht. Ich kann seine Musik nicht immer hören, an manchen Tagen ist sie mir zu melancholisch. Es gibt eine Aufnahme, in der Baker „I’m a Fool to Want You“ rauchend singt. Ergreifend. Es ist eine ­seiner letzten Interpretationen, danach hat er sich aus dem Fenster gestürzt ­oder wurde gestoßen.&nb

 

 

KINDERTOTENLIEDER

von Gustav Mahler

Ich hatte das Glück, mit einem Pianisten in die Schule zu gehen, der mir Platten empfahl – damals, vor 30 Jahren, auch diese traurig-schönen Lied

 

 

LOVE IS A LOSING GAME

von Amy Winehouse

Dass ihr Vater Jazzmusiker ist, hört man ihrer Musik an. Und vielen ihrer Texte, dass das Schicksal nur wenig Lücken für Glück ließ. Ich kann dieses Liebeslied zehnmal hintereinander hören, und ich bin sicher, es wird mir auch noch in zwei Jahrzehnten gefall

 

 

LONDON CALLING

von The Clash

Das war die Musik der frühen Achtzigerjahre, als ich zu studieren begann. Keine Party ohne die Songs dieser Punkband, vor allem nicht ohne „London Calling“ – es war die Zeit der politischen Diskussionen, der Abgrenzung und Selbstfindu

 

 

ORGELKONZERTE BWV 592–596

von Johann Sebastian Bach

Dass Orgelmusik auch unterhaltend sein kann, zeigt Bach in diesen Solokonzerten. Ich habe mit 16 bei einem Schulausflug ein Bach-Orgelkonzert im Dom von ­Orvieto gehört; der trancehafte Zustand, in den ich beim Zuhören rutschte, kam ohne Einnahme von Drogen zustande. Das hat mich als junge Frau überzeu

 

 

DANCE ME TO THE END OF LOVE

von Madeleine Peyroux

Peyroux wurde als Straßenmusikerin entdeckt. Ich habe sie durch einen sehr guten Freund „kennengelernt“, der vor einem Jahr an Krebs starb. Deswegen werden ihre Lieder, vor allem der von ihr interpretierte Cohen-Song, immer mit diesem toten Freund verknüpft bleib

 

 

WHO'S GONNA SAVE MY SOUL

von Gnarls Barkley

In dieser Band spielen Danger Mouse und Cee Lo Green zusammen; der Bandname setzt sich aus dem Verb „knurren“ (engl. to gnarl) und dem Namen der Basketball­legende Charles Barkley zusammen. „Who’s Gonna Save My Soul“ ist Soul­musik vom Feinsten.