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Streitgespräch

Bundespräsident Heinz Fischer über Streitkultur, Liberalismus und Sozialismus.

In 24 Stunden um die Welt

Einmal um den Globus in 24 Geschichten aus aller Welt, von Mumbai über Tokio nach Sarajevo.

Schuld und Sühne

Das Gefängnis ist gescheitert. Justizminister Brandstetter verspricht längst notwendige Reformen, an die kaum wer glaubt.

19. Dezember 1924

Fritz Haarmann wird zum Tode verurteilt

Fritz Haarmann, geboren am 25. Oktober 1879 in Hannover, ist bis heute einer der bekanntesten Serienmörder Deutschlands. Ein  glückliches Leben hatte er nie, früh erlebte und beging er sexuellen Missbrauch, rutschte in die Kleinkriminalität ab. Beim Militär attestierte man ihm Schizophrenie. Im Frühjahr 1924 brachte der Fund von fünf menschlichen Schädeln die Ermittlungen gegen Haarmann ins Rollen, wobei ein homosexueller Täter vermutet wurde. Bei einer Hausdurchsuchung Haarmanns fand man Blutspuren und blutbefleckte Kleiderstücke von jungen Männern. Durch diese konnten mehrere  Opfer identifiziert werden. Im Prozess gestand Haarmann neun Morde, weitere zwölf hielt er für möglich. Sechs  weitere Tötungen bestritt er, fünf davon konnten ihm aber nachgewiesen werden.  Am 19 Dezember 1924 wurde er wegen des Mordes an 24 Jungen im Alter zwischen 10 und 22 Jahren zu Tode verurteilt. Im April 1925 vollstreckte man das Urteil. Seine Untaten wurden im berühmten „Haarmann-Lied“ besungen: