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15. Oktober 1946

Hermann Göring begeht Selbstmord

Hermann Göring, Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg und zweiter Mann des Dritten Reichs hinter Hitler, tötet sich selbst mit einer Zyankalikapsel. Göring hatte sich nach Hitlers Selbstmord der siebten US-Armee in Schloss Fischhorn im Salzburger Pinzgau ergeben, weil er fürchtete, den Russen in die Hände zu fallen. In den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen wurde er in allen vier Anklagepunkten (Verschwörung gegen den Weltfrieden, Planung, Entfesselung und Durchführung eines Angriffskrieges, Verbrechen gegen das Kriegsrecht, Verbrechen gegen die Menschlichkeit) schuldig gesprochen und zum Tode durch den Strang verurteilt. Woher er das Gift für seinen Selbstmord bekommen hatte, ist bis heute nicht ganz geklärt. Ausschnitte aus dem Nürnberger Verfahren gegen Göring, zur Verfügung gestellt vom Robert H. Jackson Center Research Archive (Robert H. Jackson war amerikanischer Hauptankläger in Nürnberg):