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23. Februar 2002

Ìngrid Betancourt wird entführt

Am 23. Februar 2002 wurde die franco-kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ìngrid Betancourt gemeinsam mit ihrer Wahlkampfleiterin Clara Rojas von Rebellen der linksgerichteten Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) entführt. Sie wurde sechseinhalb Jahre im Dschungel festgehalten. Bereits im Mai gab es erste Lebenszeichen der Geiseln: In einer Videobotschaft sprach sich Betancourt für Friedensverhandlungen mit der FARC aus. Die kolumbianische Regierung allerdings lehnte das genauso ab, wie einen Austausch der Geiseln gegen FARC-Häftlinge. Am 2. Juli 2008 gelang es dem kolumbianischen Militär, Ìngrid Betancourt gemeinsam mit 14 anderen Geiseln zu befreien. Angaben der Regierung zufolge habe ein Hubschrauber der Streitkräfte als FARC-Hubschrauber getarnt das Lager der Rebellen angeflogen und die Geiseln widerstandslos mitgenommen. Durch die Entführung Betancourts rückte der bewaffnete Konflikt in Kolumbien stärker ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit: