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Streitgespräch

Bundespräsident Heinz Fischer über Streitkultur, Liberalismus und Sozialismus.

In 24 Stunden um die Welt

Einmal um den Globus in 24 Geschichten aus aller Welt, von Mumbai über Tokio nach Sarajevo.

Schuld und Sühne

Das Gefängnis ist gescheitert. Justizminister Brandstetter verspricht längst notwendige Reformen, an die kaum wer glaubt.

22. Dezember 1975

Terrorist Carlos wird mit Handschlag verabschiedet

Der venezolanische Terrorist Carlos (bürgerlich Ilich Ramirez Sanchez), drang im Namen des „Arm der arabischen Revolution“ ins OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries)-Gebäude in Wien ein und nahm mehrere Erdölminister als Geiseln; zwei Polizisten und ein OPEC–Mitarbeiter wurden erschossen. Wie sehr Österreich mit dieser Situation überfordert war, zeigte sich mehrfach. So wurden per Insert im österreichischen TV Polizisten aufgefordert, sich bei der Bundespolizeidirektion Wien melden. Neben politischen Forderungen verlangten die Terroristen einen Bus zum Flughafen, wo ihnen eine Maschine zur Verfügung gestellt werden sollte. Gegen Auflagen, wie zum Beispiel Freilassung aller Österreicher sowie die Einverständniserklärung der übrigen Geiseln, ausgeflogen zu werden, stimmte die österreichische Bundesregierung zu. Am Flughafen Wien Schwechat erfolgte der Fauxpas. Innenminister Otto Rösch reichte Carlos am Rollfeld vor der Weltpresse die Hand. In Österreich werden aber so nicht nur Verbrecher verabschiedet, sondern auch begrüßt. Einen ähnlichen Eklat  verursachte 1985 Verteidigungsminister Frischenschlager, als er  den Kriegsverbrecher Walter Reder bei seiner Einreise nach Österreich begrüßte - ebenfalls mit Handschlag. Mehr Informationen zur OPEC-Geiselnahme zeigt die Dokumentation „Tage des Terrors“: