21. Dezember 1984
Weihnachtsfrieden in der Hainburger Au
Am Abend des 21. Dezembers 1984 verkündet Bundeskanzler Fred Sinowatz (SPÖ) einen Rodungstopp in der Au und den sogenannten „Weihnachtsfrieden“. Seit Anfang Dezember 1984 hielten einige Demonstranten die Hainburger Au besetzt und erzwangen so einen Stopp der Rodungen für ein geplantes Kraftwerk. Bei einem Polizeieinsatz am 19. Dezember wurde ein Teil der Au geräumt und ermöglichte eine Wiederaufnahme der Rodungen. Dabei kam es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen der Exekutive und den Au-Besetzern, woraufhin noch am selben Abend 40.000 Menschen in Wien gegen das Vorgehen der Polizei und den Kraftwerkbau in Hainburg an sich demonstrierten. Schließlich musste die Regierung Sinowatz dem öffentlichen Druck nachgeben. Seit 1996 ist die Hainburger Au Teil des Nationalpark Donau-Auen. Eine Chronologie der Berichterstattung über die Besetzung der Hainburger Au anhand von Beiträgen aus den Journalsendungen des Österreichischen Rundfunks bietet die österreichische Mediathek:



